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Consileon Technologieforum KI stößt auf breite Resonanz

Veröffentlicht am 17.07.2019

Unter dem Motto „Künstliche Intelligenz: Selbst entwickeln oder kaufen? Erfolgsfaktoren des KI-Einsatzes im Unternehmen“ lud Consileon am 05. Juli 2019 zum Technologieforum KInach Frankfurt am Main ein. Rund 80 Teilnehmer folgten der Einladung in das ecos office center mitten im Herzen des Bankenviertels und bewiesen damit einmal mehr, wie hoch der Stellenwert von Künstlicher Intelligenz im Wirtschaftsgefüge einzuordnen ist.

Dr. Andreas Alin, Leiter des KI-Teams von Consileon, leitete das KI-Forum mit seinem Vortrag „Der Wandel zum KI-Unternehmen: Ein lohnendes Ziel? Erfolgsfaktoren und Fallstricke“ ein. Er beleuchtete den aktuellen Status von KI in deutschen Unternehmen und stellte die Vermutung auf, dass 80 Prozent aller Unternehmen bei der Einführung von KI scheitern und somit an Wettbewerbsfähigkeit verlieren werden. Viele Wirtschaftsteilnehmer schwankten in ihrem Verhalten zwischen der Hoffnung, dass der Kelch an ihnen vorübergehe, die Cash Cow so lange wie möglich zu melken und dem Hinauszögern einer Entscheidung. Sogar bei Unternehmen, die die Notwendigkeit einer raschen Einführung von künstlich intelligenten Systemen erkennen, würden die meisten scheitern, da es an einer richtigen Kultur im Umgang mit der neuen Technologie fehle. Es scheitere also nicht am Wissen, sondern vielmehr an der Bereitschaft zum Wandel. Consileon könne sowohl beim Change Management als auch bei der Einführung entsprechender Systemen professionell unterstützen.

Als nächster Redner vertrat Stefan Karrer, technischer Vertriebsexperte für die Commerce Cloud bei Salesforce, die These, dass KI out of the box für viele Unternehmen die richtige Wahl sei. Die Einführung dieser Systeme sei risikoärmer als bei einer Eigenentwicklung, man bleibe immer auf dem aktuellen Stand und die Software sei schnell verfügbar. So ließen sich Risiken beim Aufbau einer KI-Lösung spürbar minimieren. Außerdem entfalle damit die Notwendigkeit, einen umfangreichen Pool von Fachkräften auszubilden.

Die zweite Vortragsrunde wurde durch einen gemeinsamen Vortrag von Dr. Thomas Ragg, Geschäftsführer der quantiom bioinformatics GmbH & Co. KG und seit vielen Jahren für Consileon tätig, sowie Marcus Wenzel, ebenfalls als Berater für Consileon tätig, eröffnet. Die Referenten brachten ihre Erfahrung aus 20 Jahren Machine Learning ein und vertraten die These, dass das grundlegende Verständnis der eigenen Daten der Schlüssel zu KI sei. Dr. Ragg stellte allerdings schnell klar, dass KI kein Allheilmittel sei und eine schlechte Datenbasis auch nicht „heilen“ könne. Umgekehrt stellte Marcus Wenzel eine Reihe von Kernproblemen vor, die ihm bisher beim Aufbau von KI-Lösungen begegnet seien. Am Ende ihres Vortrags zogen beide den Schluss, dass individuelle Lösungen für sie die präferierte Strategie darstellten.

Zum Abschluss des Vormittags trafen sich alle Redner zur Podiumsdiskussion, in deren Verlauf der Moderator Martin Rösiger viele Gemeinsamkeiten der auf den ersten Blick recht unterschiedlichen Standpunkte herausarbeitete.

Am Nachmittag wurden u.a. zwei Workshops angeboten, im Rahmen derer die Design Thinking Experten Dr. Heiko Haller und Sabine Schellin Themen aus dem Plenum erarbeiteten. Zusätzlich wurden weitere Vorträge angeboten. Arnaud Misset, Global Head of 3D Business Line bei CACEIS, vertrat hierbei die These, dass eher über algorithmische als über Künstliche Intelligenz gesprochen werden sollte, da Algorithmen immer auf den Einzelfall bezogen seien. Wie auch schon seine Vorredner Ragg und Wenzel vertrat er den Standpunkt, dass der Schlüssel zum Erfolg in der Qualität der Daten und der Kombination verschiedener Technologien (Big Data + KI + robotergesteuerte Prozessoptimierung (RPA)) liege.

Mit Christos Elefteriadis, Executive Adivsor bei EZOPS, trat im Anschluss erneut ein Befürworter von Buy-Lösungen auf die Bühne. Er begründete seine Haltung damit, dass es nur sehr wenige Fachkräfte gebe, die sowohl den betriebswirtschaftlichen als auch den technischen Hintergrund mitbrächten, um KI-Systeme effizient zu etablieren und zu betreiben. Zudem sprach er sich dafür aus, Künstliche Intelligenz vor allem im Bereich von Prozess- und Kontrollaufgaben einzusetzen, um Aufwand, Kosten und Risiken zu minimieren. Wenn es um verlässliche Vorhersagen gehe, hätten Maschinen aufgrund ihrer Unvoreingenommenheit und der großen Datenbasis einen Vorteil gegenüber menschlichen Mitarbeitern. So würden Kapazitäten für andere, gewinnträchtigere Aufgaben frei.

Dr. Fabian Schrodt, Kognitiv- und Computerwissenschaftler an der Universität Tübingen, schloss das Technologieforum mit seinem Vortrag „Cognitive Modelling: Less Artificial, More Intelligent? The Potential of Cognitive Systems“ ab. Dabei stellte er die Stärken, aber auch die Grenzen, von Künstlicher Intelligenz anhand von eingängigen Beispielen dar. Für Dr. Schrodt liegt der Schlüssel besserer KI darin, die kognitiven Fähigkeiten von Menschen besser zu verstehen und daraus bessere Systeme zu entwickeln.

Zum Abschluss des Tages rief der Moderator noch einmal alle Redner auf die Bühne und erarbeitete mit ihnen eine Zusammenfassung des Tages sowie der gewonnen Erkenntnisse.

Gegen 17:00 Uhr lud das KI-Team von Consileon alle Teilnehmer in das nahegelegene Restaurant Embassy ein, um den Tag in geselliger Runde und entspannter Stimmung ausklingen zu lassen.

Wir bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen für Ihr Interesse und Ihre Aufmerksamkeit.

Sie hatten in diesem Jahr keine Zeit, die Veranstaltung zu besuchen oder sind an einer Fortsetzung interessiert? Sie haben Anregungen, Lob oder Kritik? Dann schreiben Sie uns gerne eine E-Mail. Wir freuen uns über Ihr Feedback und nehmen Sie auch gerne in die Einladungsliste für das nächste Technologieforum KI auf.

Sie interessieren sich für die Vorträge des Technologieforums KI 2019? Dann schreiben Sie uns ebenfalls ein E-Mail. Sie erhalten dann in Kürze einen Link zum Download der Unterlagen.

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