Die wichtigsten agilen Frameworks im Überblick

Digitalisierung erfordert agiles Arbeiten

Um sich am Markt zu behaupten, müssen Unternehmen flexibel und wandelbar bleiben. Mehr denn je gilt dies im Zeitalter der Digitalisierung, in dem nicht nur die Produkte komplexer, sondern auch die Produktzyklen kürzer werden und sich neue Geschäftsmodelle und Wettbewerber in kurzer Zeit etablieren. Die sogenannte VUCA-Welt (volatility, uncertainty, complexity, ambiguity) erfordert neue Organisations- und Arbeitsformen, die den Kundenfokus ebenso fördern wie die Anpassungsfähigkeit der Unternehmen.

Als Frameworks zur adaptiven, agilen Teamarbeit haben sich in vielen Unternehmen Scrum und Kanban durchgesetzt. Allerdings beziehen sich diese Vorgehensmodelle nur auf einzelne Arbeitsgruppen. Um die Konkurrenz auf Abstand zu halten, wirkt aber beispielsweise in der IT-Entwicklung größerer Unternehmen gut ein Dutzend Rollen daran mit, das Produkt sukzessive in Form einsatzbereiter Module auszuliefern. Dabei lehrt die Erfahrung, dass es wenig bringt, immer mehr Entwicklerteams einzusetzen, weil dadurch der Abstimmaufwand exponentiell steigt, was wiederum die Erledigung der Arbeitspakete, hier Produktinkremente genannt, stark bremst. Deshalb wurden in den letzten Jahren diverse Frameworks zur Skalierung agiler Methoden publiziert. Einige davon sind in deutschen Unternehmen weit verbreitet, namentlich SAFe® und LeSS (siehe Grafik). Nur wenige Anwender entwickeln solche Modelle selbst.

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Skalierung: horizontal versus vertikal

Von vertikaler Skalierung spricht man, wenn mehr Teams, die entlang der Wertkette ähnliche oder verwandte Aufgaben erfüllen (Beispiel: Softwareentwicklung), auf agile Arbeitsweisen umsteigen. Horizontale Skalierung bedeutet demgegenüber, dass sich das Aufgabenspektrum agiler Arbeitsteams verbreitert. Das ist etwa dann der Fall, wenn Entwickler ihre Software auch vermarkten.

Weil jedes Skalierungsframework die Interaktion zwischen Teams oder Hierarchien anders steuert, eignet sich keines für alle Unternehmen gleichermaßen. Folgend finden Sie einen Überblick über die gängigsten Modelle.

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Skalieren: Ja oder Nein?

Folgende Fragen helfen bei der Klärung:

  • Was wollen wir mit der Skalierung erreichen?
  • Welche Hürden auf dem Weg zu diesem Ziel wollen wir durch Skalierung nehmen?
  • Lässt sich die Interdependenz der Teams auch organisatorisch steuern?

 

1

SAFe®

Bietet eine Auswahl an „leanen“ und agilen Methoden zur Skalierung auf Produkt-, Portfolio- oder Firmenebene

2

LeSS

Ein sehr schlankes Framework, erweitert Scrum um wenige Elemente

3

Nexus

Der Fokus liegt auf der Minimierung der Interdependenz der Teams und auf der Integration der Teilergebnisse

4

Scrum@Scale

Beinhaltet die organische Skalierung von Unternehmen durch Trennung des WAS (Produktmerkmale) vom WIE (Arbeitsweise)

5

Spotify-Engineering-Culture

Bietet eine Momentaufnahme des Entwicklungsstils, der Organisation und Firmenkultur bei Spotify

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