„Wer jetzt nicht handelt, riskiert Schäden in Millionenhöhe“, sagt Cyber-Security-Experte Jan Oetting in einem Interview. Warum Unternehmen mit russischen Geschäftsverbindungen besonders achtsam sein sollten und wie man feststellen kann, ob der Cyber-Schutz der eigenen Firma ausreichend ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beobachtet seit Beginn des Ukraine-Kriegs die Aktivitäten im Cyberraum noch kritischer als vorher. Ohnehin hat die Cyberkriminalität in den letzten Jahren zugelegt, wie es die aktuelle Statistik des Bundeskriminalamtes ausweist. Durch die Situation in der Ukraine ist jedoch eine neue Bedrohung hinzugekommen: ein Krieg, der nicht nur auf Straßen und Feldern, sondern auch auf virtueller Ebene geführt wird.
Die Sorgen gelten vor allem der sogenannten kritischen Infrastruktur in Deutschland, die seitdem unter sorgfältiger Beobachtung steht und intensiv geschützt wird. Doch andere, vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen genießen weniger Aufmerksamkeit von Cyber-Security-Experten und werden immer wieder Opfer von Cyberangriffen. Jüngst gelang den Hackern sogar bei einem Weltkonzern, dem Traktorenhersteller Fendt im Allgäu, ein Treffer. Der Betrieb dort wurde tagelang lahmgelegt, der Schaden ging in die Hunderttausende.