Materialeffizienz

 

Der sparsame Einsatz von Zulieferteilen, Werk- und Betriebsstoffen wird als Renditetreiber unterschätzt. Viele Unternehmen senken ihren Materialverbrauch durch Optimierung der Maschinenwartung oder der Fertigungsverfahren. Doch damit ist das Thema längst nicht ausgereizt.

Die stärksten Hebel zur Steigerung der Materialeffizienz setzen nicht in der Fertigung an, sondern davor oder danach – beispielsweise bei Beschaffung und Disposition: Viele Betriebe kaufen nach Mengenstaffeln ein. Bei überhöhten Einkaufsvolumina bleibt Material übrig, das Lagerkosten verursacht und früher oder später ausgebucht und entsorgt werden muss.

Metallverarbeiter beliefern meist mehrere Branchen. Diese bevorzugen trotz ähnlicher Ansprüche an das Material jeweils andere Legierungen. Gelingt es dem Lieferanten, seine Kunden zum Umstieg auf gleichwertige Alternativen zu überzeugen, kann er sein Produktspektrum verkleinern, die Restbestände minimieren und den Verschnitt in höherem Maße wiederverwenden.

Ansatzpunkte bietet auch die interne Logistik. Immer wieder verursacht mangelnde Sorgfalt bei Lagerung oder Transport Schäden, deren Behebung unwirtschaftlich wäre. Ebenso ärgerlich sind nicht mehr zuzuordnende Chargen oder unvollständige Fertigungslose, die bei rückverfolgbaren Serien zwangsläufig zur Verschrottung führen. Dasselbe gilt für die Fehlmengen, wenn diese später wieder auftauchen. Hinzu kommt der personelle und maschinelle Mehraufwand, der den eigentlichen Materialverlust oft überwiegt.

 

Kommunikation als Nadelöhr

Auch Prozesslücken und kommunikative Engpässe entlang der Wertschöpfungskette treiben den Materialverbrauch in die Höhe. Durch interne Besprechungen, Verhandlungen mit Zulieferern, das Warten auf Freigaben oder die Vervielfältigung geänderter Unterlagen kann sich etwa die Weitergabe konstruktiver Änderungen oder neuer Anforderungen an die Fertigung um Wochen verzögern. Unterdessen wird im Werk anhand der alten Pläne und Zeichnungen weiterproduziert. Die Folge sind kostspielige Nacharbeiten, schlimmstenfalls müssen ganze Chargen entsorgt werden.

Unternehmen, die ihre Materialeffizienz steigern möchten, bietet Consileon umfassende Betreuung aus einer Hand – von der Prozessanalyse über die Ermittlung des Sparpotenzials bis zur organisatorischen oder technischen Optimierung.

 

Fördermittel des Bundes sichern

VerMat heißt das Programm des Bundeswirtschaftsministeriums zur Förderung der Materialeffizienz in Industriebetrieben mit bis zu 250 Beschäftigten. Konzerntöchter und Partnerfirmen, die dieses Kriterium erfüllen, können sich ebenfalls bewerben. Das Ministerium übernimmt maximal 50 Prozent der Beratungskosten, die bei der Analyse und Erschließung der Effizienzreserven anfallen.

Bei innovativen oder risikoreichen Projekten werden auch Firmen mit mehr als 250 Mitarbeitern gefördert. In Betracht kommen beispielsweise Praxistests mit neuen Leichtwerkstoffen, die unter anderem im Fahrzeug- oder Flugzeugbau dazu beitragen, den Kraftstoffverbrauch und somit den CO₂-Ausstoß zu senken.

Zuständig für die Vergabe ist die Deutsche Materialeffizienzagentur (demea) in Berlin. Sie prüft und bewilligt den Förderantrag und überweist nach Abschluss des Projekts den Zuschuss.

Unsere bei der demea registrierten Berater helfen bei der Bewerbung, Planung, Umsetzung und Dokumentation des Vorhabens, verfassen den Schluss- oder Sachbericht zum Abruf der Fördergelder und stehen über das Projektende hinaus als Ansprechpartner zur Verfügung. Wenn Ihr Unternehmen eine der folgenden Maßnahmen plant und die gesetzliche Beihilfegrenze noch nicht erreicht hat, sollten Sie mit uns die Fördermöglichkeiten prüfen:

  • Fehlerquote, Nacharbeit und Ausschuss minimieren
  • Wiederverwertbarkeit prüfen
  • Restbestände vermeiden
  • durchgängigen Materialfluss herstellen
  • neue Leichtwerkstoffe testen und bewerten

 

  • [Publikationen]
  • [Referenzen]
  • [sonstige Medien]

Mehr zum Thema

Ansprechpartner: Dirk Dempewolf

Publikation:


Ansprechpartner

Dempewolf, Dirk_150_100

Consileon Business Consultancy

Dirk Dempewolf

Tel.: +49 721 35460-80

Projekte