Der Cyber-Security-Experte, Jan Oetting, vermutet, dass vor allem eine Säule der kritischen Infrastruktur gefährdet ist: Kommunikation und Medien. Warum wir diesen Bereich besonders gut vor Hackerangriffen schützen sollten, erklärt er hier.
Viel wird derzeit über Angriffe auf unsere kritische Infrastruktur spekuliert. Man hat Angst davor, dass Wasserversorgung und Kraftwerke manipuliert werden könnten. „Natürlich sollten überall die Cyber-Schutzschilde hochgefahren werden, überall müssen IT-Mitarbeiter ihre IT-Systeme auf typische Angriffsmuster überwachen“, sagt Jan Oetting. „Aber die Frage ist doch, was würde es Putin nützen, wenn ein Stromnetz für ein paar Stunden abgeschaltet wird. Der Schaden wäre nur zeitlich begrenzt und hätte vermutlich keine langfristigen Wirkungen. Was Putin aber wirklich interessiert, ist seine Sicht auf die Dinge darzustellen.“
Schon heute erhalten wir sehr unterschiedliche Zahlen von ukrainischer und russischer Seite, was die Toten und Verletzten angeht. Unabhängige Instanzen können weder die eine noch die andere Zahl prüfen und bestätigen. Es liegt auf der Hand, dass jede Seite seine Angaben nutzt, um Emotionen zu erzeugen – die eine, um den ukrainischen Widerstand moralisch zu stützen, die andere, um ihren Erfolg bei militärischen Operationen zu betonen.
„Putin“ und „Selenskyj“ belegen zwar beide regelmäßig die vorderen Ränge bei den Twitter-Trends und bei Suchanfragen. Aber an der Social-Media-Front hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eindeutig die Nase vorn. Seine kleinen Handyvideos und Nachrichten auf ukrainisch, englisch und russisch werden millionenfach auf Twitter und Facebook gelikt und geteilt. Die westlichen Medien verbreiten und interpretieren sie tagtäglich. Dem Politiker kommen dabei neben anderem auch seine Schauspielausbildung und Medienaffinität zugute. Er verfügt über die Gabe, Botschaften in kurze, emotionale Worte zu verpacken. Das hinterlässt große Wirkung bei den Menschen.
Dagegen sieht Wladimir Putin eher unspektakulär aus. Ein älterer, blasser Mann mit kleinen Augen und aufgedunsenem Gesicht. Der Rückhalt in der russischen Bevölkerung schwindet. Immer mehr Menschen in Russland gehen trotz angedrohter Geld- und Haftstrafen auf die Straße, um für den Frieden zu demonstrieren. Immer mehr junge russische Männer desertieren oder versuchen das Land zu verlassen, um nicht vom Militär eingezogen zu werden… Putins Sätze sind hart und umständlich formuliert. Die Social-Media-Leichtigkeit seines Kontrahenten scheint ihm zu fehlen. Alle Welt hängt an den Lippen von Selenskyj, Putin hört man jedoch nicht so gern zu. Das ärgert ihn vermutlich ziemlich…
Der Krieg gegen die Ukraine begann bereits im Januar mit Hackerangriffen auf ukrainische Regierungsseiten. Cyberattacken werden darum längst als Bestandteil moderner Kriegsführung gesehen. Die harten wirtschaftlichen Sanktionen, die die westliche Welt jüngst gegen Russland beschlossen hat, könnten die Russen zu einer Cyber-Kriegsführung provozieren. So rüsten sich die Länder derzeit unter Hochdruck gegen etwaige Hackerattacken. In Deutschland laufen alle Cyber-Security-Maßnahmen im Nationalen Cyber-Abwehrzentrum in Bonn zusammen. Es gilt dabei, vor allem die kritische Infrastruktur – u.a. den Energiesektor und das Finanzwesen – vor Angriffen zu schützen.
Cyber-Security-Experte Jan Oetting ist ein aktuell sehr gefragter Medienexperte (u. a. ARD-Börsenstudio, Schweizer Rundfunk, Der Spiegel). Er vermutet, dass groß angelegte und von langer Hand geplante virtuelle Raubzüge das internationale Finanzsystem erschüttern könnten.
Wir haben mit ihm über die Folge und Wirksamkeit von Sanktionen und über mögliche Cyber-Bedrohungen gesprochen.
Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen, das Klimaabkommen von Paris, der Green Deal der Europäischen Union – unter anderem um der globalen Erderwärmung zu begegnen, hat die Weltpolitik bereits in den letzten Jahren die Weichen hin zu einer Gesellschaft mit einem Wirtschaftsmodell gestellt, das sich stärker an Kriterien wie Umwelt, Soziales und integre Unternehmensführung (environment, social, governance = ESG) orientiert.
Aktuelle regulatorische Entwicklungen, wie die Einführung der EU-Taxonomie für nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten, skizzieren die zunehmenden Auswirkungen des Themas Nachhaltigkeit auf die Finanzdienstleistungsbranche. Dass gerade in der Integration der vieldiskutierten EU-Taxonomie auch strategische Potentiale erkennbar werden, zeigen die Umfrageergebnisse deutlich: Nur zwei Prozent der Teilnehmer erkennen abseits von regulatorischer Compliance keinen strategischen Mehrwert.
Doch auf welche Unternehmensbereiche wirkt sich die Umsetzung der Taxonomie primär aus? Wie ist die Branche – abseits der zunehmenden regulatorischen Anforderungen – bereits bei nachhaltigen Produktangeboten aufgestellt und in welchen Bereichen besteht Handlungsbedarf? Wo in der eigenen Organisation werden die meisten Nachhaltigkeits-Aktivitäten wahrgenommen? Wie weit sind die IT-strategischen Überlegungen?
Zu diesen und weiteren Punkten befragten wir, gemeinsam mit unserer Tochter syracom, Experten aus der Finanzindustrie, die zum Großteil für kleine und mittelständische Unternehmen arbeiten.
Anbei finden Sie eine kurze Leseprobe zu unserer Studie, aus der Geldinstitute-Ausgabe 03/2021 vom 10.12.2021.
Die vollständige Studie erhalten Sie auf Anfrage von uns zugesendet. Registrieren Sie sich hier oder über den roten Button unter diesem Text.
Unsere heutige Arbeitswelt ist geprägt durch ständigen Fortschritt. Wer kennt es nicht – das Smartphone klingelt ohne Unterlass, die Anzahl der E-Mails im Postfach steigt, ein Termin jagt den nächsten und man ist quasi permanent erreichbar. Insbesondere durch die Digitalisierung steigt der Druck zu performen und sich Veränderungen kontinuierlich anzupassen. Vor allem, wenn eine hohe Arbeitsbelastung auf den eigenen Schultern liegt, werden körperliche Warnsignale häufig missachtet. Bestimmt fragen Sie sich, warum das ein Thema für Männergesundheit ist. Schlicht weil Männer durch gängige Stereotype hier anders betroffen sind als Frauen, die mit eigenen Stereotypen zu kämpfen haben. Hier in diesem Artikel wollen wir den Fokus auf Männergesundheit legen und bewusst so Sichtbarkeit erzeugen.
Die Verfügbarkeit an Mitteln für eine kognitive Leistungsstärkung ist gerade in der heutigen Zeit durch die niederschwellige Beschaffungsstruktur verlockend. Allerdings gehen entsprechende Präparate oftmals mit Nebenwirkungen, wie Herzrhythmusstörungen, Angstzuständen und Abhängigkeiten einher. Zudem gestaltet es sich zunehmend als Herausforderung, eine Balance zwischen künstlich erzeugter Produktivität und Regeneration zu finden. Um Phasen der Erholung zu erreichen, muss zuerst die vorhandene Spannung abgebaut werden, wobei viele Betroffene zu Alkohol, Haschisch oder anderen Beruhigungsmitteln greifen, um den Prozess zu beschleunigen.

Durch das Überspringen einer bewussten vorgelagerten Entspannungsphase besteht die Gefahr, dass eine wirkliche Erholung nicht stattfinden kann. Das Ergebnis ist oft eine sehr große psychische Belastung, Burnout oder auch der Griff zu entsprechenden Präparaten, um schneller in die Entspannung oder Erholung zu kommen. Das Feierabendbier zum Herunterkommen ist nur ein Beispiel dafür, das gesellschaftlich anerkannt ist. Die Gefahr liegt hier nicht in dem einen Bier, sondern am toxischen Zyklus und einer fehlenden gesunden Bewältigungsstrategie. Wichtig ist es daher, die eigenen Verhaltensmuster zu kennen, gesunde Aspekte (z.B. Sport, Gemeinschaft, Kunst) zu stärken und negative Methoden (z.B. Sucht, Missbrauch von Substanzen) zu vermeiden. Das Ziel ist es, proaktiv auf die individuellen Gegebenheiten zu reagieren und sowohl an den externen als auch internen Faktoren bewusst zu arbeiten – immer mit der eigenen Gesundheit im Fokus.
Reflektionsfragen an der Stelle können sein:
Unser Gesundheitssystem ist zwar auf Cis-Männer (Männer, denen bei der Geburt das männliche Geschlecht zugewiesen wurde) ausgerichtet, dennoch spielt für viele Gesundheit nur eine untergeordnete Rolle. Körperliche und psychische Warnsignale werden von ihnen häufig missachtet, sodass im Durchschnitt Männer fünf Jahre früher sterben als Frauen. Mithilfe der Movember Initiative soll jedes Jahr im November rund um das Thema der Männergesundheit informiert und Aufmerksamkeit erzeugt werden.
Wir von Consileon hatten uns dazu entschieden, dieses Thema sowohl finanziell als auch durch Sichtbarkeitsarbeit zu unterstützen, da wir durch unser anspruchsvolles Arbeitsumfeld und dem damit einhergehenden Druck direkt betroffen sind. In der Beratungsbranche sind 60-70 Stundenwochen normal und ebenso, dass die Mitarbeitenden nicht mehr als zwei bis drei Jahre im Unternehmen bleiben. Wir versuchen dies aktiv anders zu leben, mit der Gesundheit der Mitarbeitenden im Fokus. Konkret bedeutet das für uns, auf die Arbeitszeiten zu achten und stetig Maßnahmen zu etablieren, damit sich die Mitarbeitenden langfristig wohlfühlen. Auch wir sind hier noch in einer Lernphase und hatten u.a. Jacob Drachenberg als Speaker auf einem unserer letzten Firmenevents. Eine größere Anzahl an Mitarbeitenden durchliefen im Nachgang sein Gesundheitsprogramm.
Die gesammelten Spenden unserer Movember-Aktion kommen dem Projekt „Gegen gefährliches Gehirn-Doping“ der Stiftung Männergesundheit zugute. Diese „will Betroffenen, ihren Angehörigen, Freunden und Kollegen helfen und Ihnen Informationen an die Hand geben. Es sollen zwei Ratgeber zu Missbrauch von leistungssteigernden Präparaten und schädlichem Alkoholgenuss geschrieben werden, die sich vorrangig an die Männer richten. Wie alle Ratgeber der Stiftung sind sie kompakt, leicht verständlich, sachlich und nach neuesten Erkenntnissen geschrieben. Sie sind kostenlos bei uns abrufbar. Mit den Heften hoffen wir, das Thema in die breite Öffentlichkeit zu bringen und Betroffene wachzurütteln. Wir wollen mit den Heften auch den Verantwortlichen für die betriebliche Gesundheitsförderung ein Instrument an die Hand geben, mithilfe der Ratgeber mit betroffenen Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen.“ Homepage, Stiftung Männergesundheit e.V.
An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal recht herzlich bei allen Spender:innen, allen die an den Aktionen teilgenommen haben und unsere Geschäftsleitung, die den Betrag noch einmal aufgestockt hat, bedanken.
Im Folgenden erhalten Sie einen kurzen Einblick in die Smart Mobility Studie 2021 der Consileon. Diese untersucht, wie es in einer Stichprobe aus 92 deutschen Mittel- und Großstädten um die Vernetzung und Nachhaltigkeit des Verkehrs sowie der intelligenten Mobilität steht.
Anders als bei bereits existierenden Studien, die vermehrt auf die intelligente Stadt von morgen ein gehen, analysieren wir insbesondere das Themenfeld Smart Mobility. Denn obwohl Städte nur zwei Prozent der globalen Landfläche einnehmen, lebt in ihnen die Hälfte der Menschheit. Da der Zuzug in die Metropolen anhält, müssen diese intelligenter werden. Trotz Carsharing, öffentlichem Nahverkehr und Fahrradboom nimmt die Pkw-Dichte in Deutschland stetig zu. Auf 1.000 Einwohner kommen derzeit 574 Autos.
Ein Ansatz, dieses Umwelt- und Platzproblem mit moderner Technik zu entschärfen, ist die Smart Mobility. Realisiert wird sie durch informations- und kommunikationstechnische Aufrüstung der Verkehrsinfrastruktur. Mobilitätsapps und Websites sammeln Daten aus Quellen wie Verkehrsleitsystemen, Fahrplänen, Crowdprojekten, Kameras oder Sensoren an Fahrzeugen, Ampeln, Parkplätzen oder Straßen. Erfahren Sie bei uns, welche Städte in welchen Kategorien besonders gut performen oder in welchen Bereichen noch Optimierungspotenzial besteht.

Unter Co-Creation versteht man das konzertierte Zusammenwirken der Projektparteien (Stakeholder) in der Entwicklung von Geschäftsmodellen, Prozessen oder Produkten. Ein co-creativer Ansatz ist das Design-Thinking. Sein Ziel ist, interdisziplinär und iterativ die aus Kunden- oder Nutzersicht optimale Lösung zu entwerfen. Aus Trendanalysen, Umfragen, Rollenspielen sowie der Zusammenarbeit mit natürlichen oder institutionellen Meinungsbildnern oder Trendsettern, in der Produktentwicklung auch Leaduser genannt, leitet das Projektteam einen oder mehrere fiktive Musternutzer (Persona) ab, für die es einen Prototyp konstruiert, testet und zur Einsatzreife entwickelt. Nach jeder Etappe holt das Team beim Auftraggeber und bei den Nutzern Feedback ein.
Wer Produkte an den Wünschen der Kunden vorbei entwickelt, verschwendet Zeit und Geld. Um sich zu vergewissern, dass eine Produktidee oder ein Lösungsansatz dem Bedarf aller Nutzergruppen entspricht, gilt es sich im gesamten Entwicklungsprozess immer wieder mit Fachvertretern abzustimmen. Im Idealfall fördert das konstruktive Miteinander der Projektparteien bislang unerkannte Probleme zutage oder bringt lange ersehnte Nischenlösungen hervor. Das Paradebeispiel solcher Synergieeffekte ist die Zusammenarbeit der Stromanbieter, Autohersteller und Kommunen in der Entwicklung einer alltagstauglichen Elektromobilität.
Der Innovationsprozess folgt einem Stufenplan (Bild 1). Essenziell ist, die Arbeit auf der jeweils aktuellen Stufe abzuschließen, bevor man zur nächsten übergeht. Stoßen die Entwickler auf unerwartete Hürden, stellen sich Annahmen als falsch heraus oder verfehlt das Ergebnis die Vorgaben, so arbeitet das Team auf der betreffenden Stufe weiter, bis alles passt.
Der Innovationsprozess beginnt mit der Erhebung und dem Verständnis des Bedarfs. Welches Problem hat der Auftraggeber oder Nutzer zu lösen? Was motiviert ihn zum Kauf oder zur Verwendung des Produkts? Dabei helfen folgende Methoden und Werkzeuge.
Durch Kombination demografischer Merkmale wie Alter, Geschlecht, Beruf, Einkommen, Bildung oder Hobbys definiert das Projektteam auf Stufe 1 des Innovationsprozesses einen oder mehrere fiktive Musternutzer, sogenannte Persona. Welche Merkmale der Persona in welcher Ausprägung für das Produkt relevant sind, ermittelt das Team durch Beobachtung und Befragung. Statt für klassische Nutzerrollen mit wenigen Dimensionen wie Student, Unternehmer oder Mutter entwickelt es das Produkt für differenzierte, imaginäre Individuen. Indem sie jeder Persona einen Namen und fiktiven Lebenslauf verleihen, fällt es den Entwicklern leichter, sich in die Interessen der Persona einzufühlen und das Produkt aus deren Sicht zu gestalten. Die Entwicklung der Persona dauert wenige Stunden.

Nach der Ermittlung der Zielgruppen und ihrer Wünsche analysieren die Entwickler alle Projektparteien (Stakeholder), deren Interessen und etwaige Interdependenz. Dabei helfen folgende Fragen:
Unter Umfeldanalyse versteht man die Erfassung, Untersuchung, Bewertung und Dokumentation der äußeren Einflüsse auf ein Projekt. Sie geht der Projektplanung im engeren Sinn voraus. Die Umfeldanalyse erfasst und dokumentiert unter anderem:
Eine Stakeholder-Matrix (Bild 3) visualisiert, in welcher Beziehung jede Projektpartei zum Problem oder dessen Lösung steht. So gewinnen die Entwickler einen Überblick über akute oder latente Interessenkonflikte.
Das Methodenspektrum zur Erforschung der Interessen und Wünsche von Zielgruppen wie Kunden, Nutzern, Bürgern reicht von der Aufzeichnung der Customer- oder User-Journey über Trendanalysen bis zum explorativen Interview. Bei der User-Journey handelt es sich um ein Flussdiagramm der Interaktion eines Nutzers mit einer Software oder einem anderen Produkt. Sie gibt Aufschluss darüber, was der Nutzer vom Produkt erwartet, wie gut die Interaktion funktioniert, wo es hapert und was sich verbessern ließe.
Trendanalysen helfen, die Evolution des Umfelds eines Geschäftsmodells einzuschätzen. Was treibt Kunden, Verbraucher, Wähler in den nächsten Monaten oder Jahren um? Wie läuft die Konjunktur? Wohin marschiert der technische Fortschritt? Wie reagiert die Politik? Die Antworten auf Fragen wie diese fließen in ein Trendradar ein, das Chancen und Risiken eines Geschäftsmodells visualisiert (Bild 4).
Aus der Analyse der Ausgangslage, der Chancen und Risiken formuliert das Projektteam auf der zweiten Stufe des Innovationsprozesses dessen Ziel. Hier kommen Methoden wie „How might we?“ (HMW, auf Deutsch etwa: „Wie erreichen wir X?“) oder sogenannte Orientation-Maps ins Spiel. Bei HMW geht es darum, mit konkreten, aber offenen Fragen zu Kernelementen des Projektziels oder des geplanten Produkts die Kreativität der Mitwirkenden zu mobilisieren. HMW-Fragen werden auch Fokusfragen genannt.
Die Orientation-Map (Orientierungsmatrix) umreißt den Möglichkeitsraum des Projekts oder Produkts. Sie zeigt, in welchen Handlungsfeldern betriebliche oder technische Innovationen wie die Digitalisierung nachhaltig Wert schöpfen. Szenarioanalysen und der Austausch mit Leadusern helfen, diesen Raum abzustecken.
Zum Entwickeln und Sammeln von Lösungsansätzen oder Produktideen hat sich das Design-Thinking bewährt. Design-Thinker tasten sich interdisziplinär und iterativ an Erwartungen und Interessen der Zielgruppen heran. Die dabei entstehenden Ideen werden systematisiert, ausgewertet und durch weitere Recherche konkretisiert.
Der Elevator-Pitch reduziert eine Idee auf ihren Kern und die wichtigsten Schritte zur Realisierung. Die Darstellung soll so knapp und klar gehalten sein, dass sie sich einem Außenstehenden während der Dauer einer Aufzugfahrt vermitteln ließe. Beim Formulieren hilft ein Formular. Darin halten Sie den „Pitch“ zur Wiederverwendung fest und optimieren ihn anhand der Resonanz Ihrer Gesprächspartner iterativ.
Zu Rollenspielen lädt das Projektteam reale Stakeholder ein. Um etwa die Interessenlage in einer Stadt abzubilden, braucht man Bürger diverser demografischer Gruppen sowie Vertreter beteiligter Ämter und privater Dienstleister der Kommune.
Aus den machbaren Lösungsansätzen wählt das Projektteam denjenigen aus, der unter den Projektparteien die breiteste Zustimmung findet. Nun muss sich zeigen, wie sich dieser Ansatz in der Praxis bewährt. Dazu entwickelt das Team zunächst einen Prototyp. Nehmen die Vertreter der Zielgruppen diesen an, verhandelt der Projektherr parallel zur Ausarbeitung über weitere Schritte, etwa Kooperationen zum Ausbau oder zur Skalierung. Floppt der Prototyp, wird die Stufe mit dem nächstbesten Ansatz wiederholt, bis eine tragfähige Lösung gefunden ist.
Ein beliebtes Tool zur Analyse, Verbesserung und Weiterentwicklung einer Projekt- oder Produktidee ist der „Business Model Canvas“ (BMC), eine tabellarische Vorlage zur komprimierten Darstellung eines Geschäftsmodells. Die „Leinwand“ gibt ein Gerüst aus neun Rubriken vor, die je ein Kernelement der Geschäftsidee beschreiben – vom Kundennutzen über die anvisierten Marktsegmente bis zu Kosten und Erlösen. Anhand von Zielfragen füllt das Team die neun Rubriken in Stichworten aus. So gewinnt es einen Überblick über die Erfolgschancen des Projekts oder Produkts sowie über die Interdependenz der Erfolgsfaktoren.
Hat sich das Team für eine Geschäftsidee oder ein Designkonzept entschieden, legt es sie Vertretern der Zielgruppen vor, analysiert deren Resonanz und sammelt Verbesserungsvorschläge. Dazu eignen sich unter anderem Usabilitytests, A/B-Tests oder iterative Schnelltests (rapid iterative testing & evaluation, RITE), Fokusgruppen, Experteninterviews oder Onlineumfragen. Besteht die Idee oder das Design die Testreihe, arbeitet das Team sie zur Einsatz- respektive Marktreife aus.
Der Innovationsprozess endet mit der Klärung der Finanzierung des Echtbetriebs oder der Serienproduktion sowie der Integration der Lösung in das aktuelle Geschäftsmodell. Checklisten helfen, über die Realisierung zu berichten und den Markteintritt oder Echtbetrieb zu verfolgen.
Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit – nirgends gilt dies mehr als auf den zunehmend gesättigten, staatlicher und supranationaler Regulierung unterworfenen Märkten der Industrieländer. Start-ups und etablierte, finanzstarke Herausforderer aus affinen Branchen dringen ins Kerngeschäft bisheriger Marktführer vor, neue Märkte entstehen, Branchen konvergieren. Wer sich in diesem schnelllebigen Umfeld behaupten und latentes Ertragspotenzial heben möchte, braucht ein Geschäftsmodell, das sich vom Mainstream abhebt. Nachhaltige und innovative Geschäftsmodelle sind daher ein entscheidender Faktor zur Sicherstellung zukunftsfähiger Unternehmensaktivitäten.
– Michael Eugene Porter, Wirtschaftsprofessor an der Harvard University

Ein bewährtes Werkzeug zur Geschäftsmodellentwicklung ist der von Wirtschaftswissenschaftlern der Universität St. Gallen konzipierte Business Model Navigator (BMN). Die Eckpfeiler eines Geschäftsmodells ergeben sich nach dieser Methode aus den Antworten auf die vier Zielfragen wer, was, wie, Wert: Wer sind unsere Zielkunden? Was bieten wir den Kunden an? Wie stellen wir die Leistungen her? Wie wird Wert erzielt?

Quelle: Gassmann, Frankenberg, Csik: Geschäftsmodelle entwickeln, 55 innovative Konzepte mit dem St. Galler Business Modell Navigator, 2013
Der BMN-Ansatz basiert auf einer Studie, der zufolge kommerzielle Innovation zu neunzig Prozent aus kreativer Rekombination der Ideen und Geschäftsmodelle von Vorläufern besteht. Das Navigator-Handbuch nennt 55 solcher Geschäftsmodellmuster und Erfolgsrezepte, die jeweils quer durch alle Branchen funktionieren, darunter Pay per use, Add-on und das sogenannte Freemium-Modell, ein Gratis-Basisprodukt mit kostenpflichtigen Extras.
Ob es um das große Ganze des Geschäftsmodells geht oder um technische Aspekte einer digitalen Transformation: am Thema Innovation kommt auf lange Sicht kein Unternehmen vorbei. Gemeinsam mit Ihren Fachteams machen wir Ihr Geschäftsmodell zukunftsfest und setzen einen effizienten Innovationsprozess auf, der Ihrem Unternehmen hilft, sich nachhaltig am Markt zu behaupten.
Wie das gesamte Gesundheitswesen befinden sich auch die Versicherungen inmitten eines digitalen und kulturellen Wandels. Zum Beispiel müssen die gesetzlichen Krankenkassen ihren Kunden bereits seit dem 1. Januar 2021 die elektronische Patientenakten zur Verfügung stellen – private Krankenkassen folgen in 2022. Auch die IT-Sicherheit bedarf konstanter Verbesserungen.
Um diesen aktuellen und allen zukünftigen Themen gerecht werden zu können, braucht es bei den Krankenversicherungen ein starkes Digitalisierungsmanagement und eine dynamische Unternehmenskultur. Wodurch Versicherungen schnell von den neuesten Entwicklungen profitieren und Änderungen so implementieren können, dass sie zu einer nachhaltigen Kostensenkung und erhöhten Kundenbindung führen.
Unsere Experten helfen Ihnen gerne bei der Ausarbeitung einer maßgeschneiderten IT-Sicherheitsstrategie, bei aktuellen Digitalisierungsprojekten und bei dem Transformationsmanagement in ihrem Versicherungsunternehmen.
Die regulatorischen Anforderungen an Pharma- und Medizinprodukte ändern sich ständig, Produktpipelines bleiben lang und die Nachfrage für Arzneimittel steigt stetig. Somit ist die Pharmaindustrie eine der komplexesten und undurchschaubarsten Industrien. Daher können nur Unternehmen die sich dynamisch weiterentwickeln, intelligent planen und kosteneffektiv forschen, ihre Wettbewerbsfähigkeit auch in Zukunft sicherstellen.
Unsere Experten können Ihr Unternehmen auf der Basis der regulatorischen Situation durchleuchten und Ihnen so helfen, die aktuellen Anforderungen zu erfüllen. Durch Process Mining Sprints analysieren wir für Sie einen oder mehrere Forschungs-, Entwicklungs- oder Herstellungsprozess(e) und decken so Verbesserungspotenzial auf.
Dazu können wir durch ein agiles Projektmanagement neue Geschäftsmodelle erarbeiten und auch bei IT-Sicherheitsprojekten sind Sie bei unseren Experten bestens aufgehoben.
In dem stetig wachsenden Markt des Gesundheitswesens werden branchenübergreifende Maßnahmen zur Modernisierung und zur Notfallbereitschaft nur noch an Bedeutung gewinnen. Sowohl die letzte als auch alle kommenden Pandemien bedeuten eine steigende Wichtigkeit der Forschung. Das Gesundheitsmanagement im einzelnen Betrieb und in ganz Deutschland wird immer wieder auf den Prüfstand gestellt werden. Auch Investoren werden für einen wachsenden Markt immer wichtiger und müssen ebenfalls auf dem neuesten digitalen Stand sein.
Consileon hilft ihrem Unternehmen, durch die erfolgreiche Umsetzung von Digitalisierungsprojekten, gewappnet zu sein, für das was kommt.
Bei branchenübergreifenden Vorhaben sind unsere Experten dazu in der Lage, das Beste für Ihr Unternehmen herauszuholen. Wir konnten bereits mit Forschungsinstitutionen, Finanzinvestoren und im Rahmen des Gesundheitsmanagements auch mit einzelnen Betrieben zusammenarbeiten. Warten Sie nicht auf die nächste Krise. Kontaktieren Sie unsere Experten noch heute unverbindlich.