Analoge Berater in einer digitalen Welt?

Wer in den letzten Jahren auch nur einen kurzen Blick in die Wirtschaftspresse geworfen hat, musste zwangsläufig den Eindruck gewinnen, dass die schöne neue digitale Welt bereits Realität im Banking sei. Fast alle größeren Banken(gruppen) haben sich mit der Ankündigung von Digitalisierungsinitiativen überboten. Diese Flucht nach vorne kam nicht von ungefähr: Hinter den zumeist schwerfälligen Großbanken und Verbünden lief eine ganze Horde hungriger, junger Internet-Unternehmen, die sogenannten Fintechs, und trieben mit gezielten, funktionalen und medialen Spitzen die Hautevolee der Bankenszene vor sich her.

Man darf den Fintechs zu diesem Erfolg gratulieren – mit ihren Initiativen haben sie eine Branche aufgestachelt, die bislang außerhalb kreativer Produkt- und Preisgestaltung nicht durch übermäßige Innovation am Kunden aufgefallen war. In der Konsequenz durften wir nun im Jahresverlauf beobachten, wie Websites neu gestaltet wurden, mobile Apps grassierten und ehemalige Hacker-Technologien wie die Blockchain fest im Mainstream ankamen.

Doch um einen Bereich blieb es merkwürdig ruhig. Der Kundenberater kam in diesen Ankündigungen fast nicht mehr vor. Und dies vor dem Hintergrund, dass die meisten Häuser aus dem Kreis der Filialbanken weiter klar zu dem Faktor Mensch stehen. Aber passt das zusammen? Kann eine Bank massiv in Websites, Apps und industrialisierte sowie digitalisierte Abwicklung investieren, ohne auch die Rolle des Beraters und damit seinen Arbeitsplatz zu modernisieren? Welche Rolle wird die persönliche Beratung noch haben? Einige Experten glauben ja vor dem Hintergrund technologischer Trends, wie der künstlichen Intelligenz, an die vollständige Ablösung der persönlichen Beratung durch Technologie. Auf jeden Fall erleben wir eine sehr starke Verunsicherung – auch bedingt durch massive Filialschließungen und Mitarbeiterfreisetzungen. Bleibt der Kundenberater das einzige analoge Element in einer zunehmend digitalen Welt? Dieser Frage gehen wir in dieser Publikation aus dem Blickwinkel des Wealth Managements nach.

Erfahren Sie mehr in unserer Studie Beratung 2020 – Analoge Berater in einer digitalen Welt?