Ein Interview mit Gilles Schneider, Associate Partner bei Consileon

Die kommunale Wärmewende ist eine der zentralen Herausforderungen der Energietransformation: technisch anspruchsvoll, regulatorisch getrieben und stark abhängig von lokalen Gegebenheiten. Gilles Schneider erklärt im Interview, warum viele Kommunen und Stadtwerke jetzt unter Druck geraten, welche strategischen Fragen in den Vordergrund rücken und wie datengetriebene Ansätze bei Planung, Steuerung und Umsetzung helfen können.

Herr Schneider, die Wärmewende ist in aller Munde. Warum ist das Thema für viele Kommunen jetzt besonders dringlich?

Die Dringlichkeit ergibt sich aus der seit 2024 bundesweit geltenden gesetzlichen Verpflichtung zur kommunalen Wärmeplanung durch das Wärmeplanungsgesetz (WPG). Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern müssen bis spätestens 30. Juni 2026 einen Wärmeplan vorlegen, kleinere Kommunen bis zum 30. Juni 2028. Damit wird Wärmeplanung erstmals flächendeckend zur kommunalen Pflichtaufgabe.

Parallel dazu verschärft das novellierte Gebäudeenergiegesetz (GEG) die Anforderungen an neu installierte Heizsysteme. Perspektivisch müssen neu eingebaute Heizungen mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Die kommunale Wärmeplanung schafft hierfür den strategischen Rahmen, indem sie ausweist, wo künftig Wärmenetze, dezentrale Lösungen oder hybride Versorgungssysteme sinnvoll sind.

Damit wird die Wärmewende von einer freiwilligen Klimaschutzmaßnahme zu einem verbindlichen Infrastruktur- und Investitionsprogramm. Kommunen müssen jetzt strategische Entscheidungen treffen, die ihre Energieversorgung über Jahrzehnte prägen.

Für Stadtwerke kommt eine zweite Dimension hinzu: Während die Margen im klassischen Strom- und Gasvertrieb sinken und der Wettbewerbsdruck steigt, entstehen gleichzeitig neue Investitions- und Geschäftsfelder im Bereich Wärmenetze und Energiedienstleistungen. Die Wärmeplanung entscheidet somit auch über die zukünftige wirtschaftliche Rolle kommunaler Versorger.

Was sind aus Ihrer Sicht die größten Hürden auf dem Weg dorthin?

Die größte Herausforderung ist die strukturelle Komplexität. Jede Kommune weist eine andere Gebäudestruktur, Wärmedichte, Netzinfrastruktur und sozioökonomische Ausgangslage auf. Entsprechend existiert keine standardisierte Lösung.

Hinzu kommt die Vielzahl der beteiligten Akteure: Kommunalverwaltung, Netzbetreiber, Stadtwerke, Wohnungswirtschaft, Industrie, Gewerbe und private Eigentümer müssen koordiniert werden. Fehlende Abstimmung verzögert Entscheidungen erheblich.

Ein weiterer zentraler Punkt ist die Datenintegration. Zwar liegen in vielen Kommunen bereits umfangreiche Datenbestände vor – etwa aus Katasterämtern, Netzbetrieb oder Abrechnungssystemen. Häufig fehlen jedoch integrierte, auswertbare Gesamtmodelle, die Gebäudezustand, Verbrauch, Netzstruktur und Entwicklungsszenarien zusammenführen. Ohne diese Grundlage lassen sich Investitionen nicht zielgerichtet priorisieren.

Schließlich stoßen viele Organisationen an ihre administrativen Grenzen. Wärmeplanung ist kein klassisches Infrastrukturprojekt, sondern ein langfristiger Transformationsprozess, der technische, wirtschaftliche und kommunikative Kompetenzen gleichzeitig erfordert. Hier entstehen neue Anforderungen an Governance-Strukturen und Entscheidungsprozesse.

Wie kann Digitalisierung hier konkret helfen?

Digitalisierung schafft zunächst Transparenz. Eine belastbare Wärmeplanung erfordert die räumlich präzise Analyse von Wärmesenken, potenziellen Wärmequellen, Netzanschlussmöglichkeiten und Sanierungspotenzialen. Georeferenzierte Datenmodelle ermöglichen es, Versorgungsoptionen realistisch zu bewerten und Investitionen schrittweise zu priorisieren.

Darüber hinaus gewinnt die kundenbezogene Perspektive an Bedeutung. Stadtwerke verfügen über umfangreiche Verbrauchs- und Vertragsdaten, betrachten Strom-, Gas- und Wärmekunden jedoch häufig getrennt. Eine integrierte Kundensicht erlaubt es, frühzeitig geeignete Anschlussgebiete zu identifizieren, Beratungsangebote zielgerichtet zu platzieren und Anschlussquoten realistisch zu prognostizieren.

Digital unterstützte Szenarioanalysen ermöglichen zudem, unterschiedliche Ausbaupfade hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, CO₂-Einsparung und Investitionsbedarf zu vergleichen. Dadurch wird aus einer strategischen Planung ein operativ steuerbares Umsetzungsprogramm.

Welche Rolle spielen wirtschaftliche Aspekte?

Die wirtschaftliche Tragfähigkeit entscheidet letztlich über die Umsetzung der Wärmewende. Wärmenetze, Großwärmepumpen oder industrielle Abwärmenutzung sind kapitalintensive Investitionen mit langen Amortisationszeiträumen. Jede Maßnahme muss sowohl für Versorger als auch für Endkunden finanzierbar sein.

Förderprogramme spielen aktuell eine zentrale Rolle, insbesondere beim Netzausbau und bei der Erschließung neuer Wärmequellen. Langfristig tragfähig werden Geschäftsmodelle jedoch nur, wenn ausreichende Anschlussquoten erreicht und Betriebskosten stabil kalkulierbar bleiben.

Für Stadtwerke eröffnet die Wärmewende zugleich neue Geschäftsfelder. Neben klassischem Netzbetrieb gewinnen Contracting-Modelle, Quartierslösungen und integrierte Energiedienstleistungen an Bedeutung. Voraussetzung ist jedoch eine frühzeitige Verzahnung von Infrastrukturplanung, Kundenstrategie und wirtschaftlicher Bewertung. Ohne diese Integration bleiben viele Wärmepläne rein konzeptionell.

Gibt es ein Beispiel für erfolgreiche Ansätze?

Erfolgreiche Projekte zeichnen sich dadurch aus, dass technische Planung, wirtschaftliche Bewertung und Bürgerkommunikation frühzeitig zusammengeführt werden. Besonders wirkungsvoll sind Ansätze, bei denen Transparenz über geplante Infrastruktur geschaffen und Beteiligungsmöglichkeiten angeboten werden.

In einem aktuellen Projekt wurde beispielsweise eine digitale Plattform entwickelt, über die Bürger den geplanten Netzausbau nachvollziehen und ihr potenzielles Anschlussinteresse frühzeitig bekunden konnten. Parallel dazu wurde eine integrierte Datenbasis aufgebaut, die es dem Stadtwerk ermöglichte, geeignete Pilotquartiere gezielt zu erschließen. Dadurch entstehen Planungssicherheit und Nachfrage gleichzeitig.

Und wie geht es nach der Planung weiter?

Die kommunale Wärmeplanung markiert lediglich den Beginn der Umsetzung. Wärmepläne müssen regelmäßig aktualisiert und mit konkreten Investitionsentscheidungen verknüpft werden. Gleichzeitig müssen Organisationen ihre internen Strukturen anpassen.

Für Stadtwerke bedeutet dies, Netzbetrieb, Vertrieb, Kundenservice und IT enger zu verzahnen. Investitionen in Netzinfrastruktur müssen mit Kundenakquise und Beratungsangeboten synchronisiert werden, um wirtschaftlich tragfähige Anschlussquoten zu erreichen.

Zudem entstehen neue Anforderungen an Projektsteuerung, Finanzierung und regulatorische Compliance. Die Wärmewende wird damit zu einer langfristigen strategischen Aufgabe, die technische Umsetzung, wirtschaftliche Steuerung und aktive Marktgestaltung gleichermaßen erfordert.

Wärmewende mit Consileon: Strategisch. Umsetzbar. Datenbasiert.

Von der Bestandsanalyse über Szenarienentwicklung und Stakeholder-Dialog bis zur Roadmap und CRM-Strategie: Consileon begleitet Kommunen, Stadtwerke und Energieversorger durch die gesamte Wärmeplanung. Mit fundierter Beratung, digitalen Tools und Erfahrung aus der Praxis verbinden wir Infrastrukturplanung und Kundenstrategie zu einem integrierten Ansatz, und begleiten nicht nur Konzepte, sondern auch deren Umsetzung.

Digitale Lösungen für Abfall- und Kreislaufwirtschaft

Vom 4. bis 7. Mai 2026 trifft sich die internationale Umwelt-Community auf der IFAT in München, der wichtigsten Fachmesse für die Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft. Über 3.000 Aussteller aus mehr als 60 Ländern präsentieren Lösungen für Wasser, Recycling und Zirkularität mit klarem Fokus auf praxisnahe Anwendungen für kommunale und industrielle Herausforderungen.

Q-SOFT stellt aus: ERP-Lösungen für die Abfallwirtschaft

Als Aussteller ist das Consileon-Tochterunternehmen Q-SOFT in Halle A6, Stand 109, dabei. Seit über 30 Jahren entwickelt Q-SOFT spezialisierte ERP-Lösungen für kommunale Entsorgungsunternehmen. Die modular aufgebauten Systeme bilden sämtliche Kernprozesse ab, von der Auftragssteuerung über das Stoffstrommanagement bis hin zur Abrechnung.

Ergänzt wird das Q-SOFT-Portfolio um umfassende IT-Services und IT-Security-Kompetenz. Ziel ist es, sichere, stabile und zukunftsfähige Systemlandschaften zu schaffen, die den besonderen Anforderungen öffentlicher Betriebe gerecht werden.

Consileon vor Ort: Digitalisierung praxisnah gestalten

Consileon ist gemeinsam mit Q-SOFT am Stand vertreten. Im Austausch mit Kommunen und Entsorgungsunternehmen zeigen wir, wie sich die Abfallwirtschaft ganzheitlich digitalisieren lässt: von der Prozessautomatisierung über die Datenqualität bis zu sicheren IT-Architekturen.

In Projekten mit kommunalen Betrieben erleben wir immer wieder, dass der Erfolg digitaler Lösungen maßgeblich davon abhängt, wie Fachprozesse, Organisation und IT zusammenspielen. Genau hier setzen wir an, pragmatisch, umsetzungsnah und mit Blick auf den realen Betrieb.

Warum echte Kundensicht zur strategischen Schlüsselressource wird

Viele Stadtwerke stehen heute vor einem paradoxen Befund: Technisch sind sie exzellent aufgestellt, organisatorisch bewährt, regulatorisch erfahren und dennoch fehlt häufig eine belastbare, integrierte Sicht auf ihre Kunden. Bekannt sind Messstellen, Zähler und Verbrauchsmengen. Weniger klar ist dagegen oft, wie Kunden ticken, welche Leistungen sie tatsächlich nutzen, wie sie interagieren und wo Entwicklungspotenziale liegen.

Diese Lücke ist kein individuelles Versäumnis einzelner Häuser, sondern das Ergebnis historischer Strukturen und regulatorischer Rahmenbedingungen. Gleichzeitig entwickelt sie sich zunehmend zu einem strategischen Risiko – aber auch zu einer Chance für Stadtwerke, die sie gezielt adressieren.

Kundenkenntnis in Stadtwerken: technisch präzise, inhaltlich fragmentiert

Stadtwerke verfügen traditionell über eine sehr hohe Datenqualität im technischen Bereich. Messstellen, Zählerstände, Lastgänge und Abrechnungsdaten sind zuverlässig, revisionssicher und regulatorisch sauber organisiert. Diese Daten beantworten präzise die Frage, wie viel Energie wo verbraucht wird.

Für viele strategische Fragestellungen reichen diese Informationen jedoch nicht aus. Fragen nach Kundenzufriedenheit, Nutzungsverhalten über Sparten hinweg, Kontaktanlässen oder Potenzialen für zusätzliche Leistungen bleiben häufig unbeantwortet oder nur mit hohem manuellem Aufwand erschließbar. Die Ursache liegt weniger im fehlenden Datenbestand als in der fehlenden Verknüpfung. Kundendaten existieren, sind jedoch auf unterschiedliche Systeme, Organisationseinheiten und Sparten verteilt.

Gas und Wärme: breitere Datenbasis, aber weiterhin begrenzte Kundensicht

Stadtwerke, die neben Strom auch Gas oder Wärme liefern, verfügen grundsätzlich über mehr Kundeninformationen. Zusätzliche Verträge, andere Laufzeiten und engere Kundenbeziehungen eröffnen theoretisch ein besseres Verständnis der Kundenstruktur.

In der Praxis zeigt sich jedoch häufig, dass diese Daten spartenbezogen geführt werden. Strom-, Gas- und Wärmekunden erscheinen systemisch nicht als ein Kunde, sondern als mehrere voneinander getrennte Entitäten. Die zusätzliche Datenmenge erhöht damit die Komplexität, ohne automatisch zu mehr Transparenz zu führen.

Der Mehrwert entsteht erst dann, wenn diese Informationen zusammengeführt und aus Kundensicht interpretiert werden.

Warum Kundendaten in Stadtwerken häufig in Silos verbleiben

Die fragmentierte Kundensicht ist das Ergebnis mehrerer, sich überlagernder Faktoren.

1. Historisch gewachsene Organisations- und IT-Strukturen

Viele Stadtwerke sind über Jahrzehnte funktional optimiert worden. Netzbetrieb, Vertrieb, Abrechnung, Kundenservice und Messwesen verfolgen jeweils klar definierte Aufgaben und nutzen dafür spezialisierte Systeme. Diese Optimierung hat Effizienz geschaffen – jedoch selten eine ganzheitliche Kundensicht.

Quelle: Schaubild KI-generiert

2. Regulatorische Rahmenbedingungen und Datenschutz

Hinzu kommen berechtigte regulatorische Anforderungen. Datenschutz, Zweckbindung personenbezogener Daten sowie die Trennung von Netz- und Vertriebsfunktionen setzen klare Grenzen. In der Praxis führt dies nicht selten zu einer vorsichtigen, teils defensiven Datennutzung.

Dabei wird häufig übersehen: Die regulatorischen Vorgaben verbieten keine integrierte Kundensicht. Sie verlangen lediglich klare Zuständigkeiten, transparente Einwilligungen und saubere Governance-Strukturen.

Marktdynamik und vertriebliche Herausforderungen für Stadtwerke

Die fragmentierte Kundensicht ist nicht die einzige Belastung. Sie trifft auf einen Markt, der sich für Stadtwerke spürbar verschärft.

1. Steigende Wechselbereitschaft und angreifbare Grundversorgung

Nach Zahlen der Bundesnetzagentur (1) wechselten allein im Jahr 2023 rund sechs Millionen Stromkunden ihren Lieferanten. Nach der Zurückhaltung während der Energiekrise steigt die Wechselaktivität wieder deutlich an. Besonders betroffen ist die Grundversorgung, die von Verbraucherschützern regelmäßig als vergleichsweise teuer eingeordnet wird und damit für preisbewusste Kunden zunehmend angreifbar ist.

Auch Marktstudien bestätigen diesen Trend: Laut einer Energie-Studie von Simon‑Kucher (2) plant etwa jeder dritte Stromkunde einen Anbieterwechsel, bei Neukunden sogar nahezu jeder zweite. Parallel dazu verlieren regionale Versorger Marktanteile an überregionale Anbieter und spezialisierte Ökostrommarken.

2. Margendruck im klassischen Energievertrieb

Gleichzeitig nimmt der wirtschaftliche Druck auf das klassische Strom- und Gasgeschäft zu. PwC (3) beschreibt die Situation der Energievertriebe und Stadtwerke als tiefgreifenden Strukturwandel: Steigende regulatorische Anforderungen, hohe Preis- und Transparenzanforderungen der Kunden sowie neuer Wettbewerb lassen die Margen im Commodity-Geschäft kontinuierlich schrumpfen.

Die Folge ist eine strategische Verschiebung: Die reine Belieferung mit Strom und Gas verliert an Ertragskraft und reicht perspektivisch nicht mehr aus, um Investitionen in Netze, Digitalisierung und Energiewende dauerhaft zu finanzieren.

3. Regulatorische Komplexität als Dauerbelastung

Die Stadtwerkestudie von EY und BDEW (4) zeigt, dass regulatorische Anforderungen von vielen Stadtwerken als eine der größten Herausforderungen wahrgenommen werden. Neue Gesetze, Berichtspflichten und Förderlogiken erhöhen den administrativen Aufwand erheblich und binden Ressourcen, die für strategische Weiterentwicklung fehlen.

Regulatorik wirkt dabei doppelt: Sie ist notwendiger Rahmen für Marktordnung und Verbraucherschutz, erschwert aber zugleich schnelle Anpassungen an veränderte Markt- und Kundenanforderungen.

4. Digitale Kundenerwartungen und neue Wettbewerber

Parallel dazu verändern sich die Erwartungen der Kunden. Digitale Anbieter und überregionale Versorger setzen Standards bei Online-Abschlussstrecken, Transparenz, Serviceverfügbarkeit und Preislogik. Viele Stadtwerke stehen hier vor der Herausforderung, historisch gewachsene Prozesse und Systeme mit diesen Erwartungen in Einklang zu bringen.

Die Kombination aus steigender Wechselbereitschaft, Margendruck und digitalem Wettbewerb macht deutlich: Kundenbindung und gezielte Kundenentwicklung werden zur betriebswirtschaftlichen Notwendigkeit.

Warum integrierte Kundensicht für Stadtwerke strategisch relevant wird

Die Rolle der Stadtwerke verändert sich spürbar. Neben der klassischen Versorgung erscheinen neue Aufgaben auf der Agenda: Wärmewende , Wärmelösungen, Elektromobilität, Energiedienstleistungen und digitale Services. Diese Leistungen lassen sich nicht rein transaktional verkaufen, sondern erfordern Beratung, Vertrauen und langfristige Kundenbeziehungen.

Eine integrierte Kundensicht wird damit zur strategischen Grundlage:

Stadtwerke, die ihre Kunden nur als Zählpunkte betrachten, stoßen hier schnell an Grenzen.

CRM als strategisches Steuerungsinstrument im Stadtwerk

Ein modernes CRM-System ist in diesem Kontext kein weiteres IT-Werkzeug, sondern ein zentrales Führungsinstrument. Es verbindet technische Daten mit kaufmännischen, vertrieblichen und servicebezogenen Informationen und schafft eine konsistente Sicht auf Kunden, Haushalte und Unternehmen.

Richtig eingesetzt, unterstützt CRM dabei, Kundengruppen strategisch zu segmentieren, Potenziale für neue Leistungen zu identifizieren, regulatorische Anforderungen einzuhalten und dennoch handlungsfähig zu bleiben.

Der Nutzen entsteht nicht durch Technologie allein, sondern durch ein klares Zielbild und eine konsequente Ausrichtung auf den Kundennutzen.

>>> Mehr zu CRM für Stadtwerke

Beratungserfahrung und CRM-Expertise

In vielen Stadtwerken zeigt sich ein ähnliches Muster: Der Wille zur besseren Kundenorientierung ist vorhanden, doch der Weg dorthin erscheint komplex. Genau hier setzen spezialisierte Beratungsansätze an.

Unsere Erfahrung aus zahlreichen Projekten zeigt, dass nachhaltige Lösungen immer drei Dimensionen verbinden:

So entsteht eine integrierte Kundensicht, die nicht nur technisch funktioniert, sondern auch im Tagesgeschäft genutzt wird.

>>> Mehr zu Beratung für Stadtwerke

Fazit: Kundendaten als Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit von Stadtwerken

Die Energiewende und die zunehmende Wettbewerbsintensität machen Kundenorientierung zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor. Stadtwerke, die ihre Kundendaten ganzheitlich verstehen und nutzen, schaffen die Basis für wirtschaftliche Stabilität und neue Wachstumsperspektiven.

Der Weg von der isolierten Messstelle zur integrierten Kundensicht ist anspruchsvoll aber machbar. Mit klaren Zielbildern, regulatorischer Sicherheit und einer passenden CRM-Strategie wird aus Daten ein strategischer Vorteil.


Quellen

  1. Pressemitteilung, Juni 2024, Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen ↩︎
  2. Simon-Kucher (2024/2025), Energie-Studie: Wechselbereitschaft auf Rekordhoch ↩︎
  3. PwC Deutschland (2025), Energievertriebe und Stadtwerke stehen vor enormen Veränderungen ↩︎
  4. EY & BDEW (2025), Stadtwerkestudie 2025 ↩︎

Fachmagazin EUWID berichtet über die Partnerschaft zwischen Q-SOFT und Consileon

Das Fachmagazin EUWID Recycling und Entsorgung, führende Branchenpublikation im Bereich Abfallwirtschaft, berichtet über den Beitritt von Q-SOFT zur Consileon-Gruppe. Wir freuen uns sehr über diese Resonanz, die die Bedeutung der erweiterten Kompetenzen des Erfurter Softwarehauses in der Branche unterstreicht.

„Der Anbieter von IT-Lösungen für kommunale Entsorger Q-Soft mit Sitz in Erfurt wird Teil der in Karlsruhe ansässigen Consileon-Gruppe. Gemeinsam wollen die Partner die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung noch konsequenter vorantreiben, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung beider Unternehmen.

Mit Consileon haben wir einen starken Partner gefunden, um die nächsten Wachstumsschritte zu gehen und unsere Rolle als Digitalisierungsinnovator der öffentlichen Hand zu stärken“, sagte Heiko Paulik, Geschäftsführer von Q-Soft. „In der Zusammenarbeit entstehen wertvolle Synergieeffekte: Die Kombination unserer Lösungen mit der breiten Expertise der Consileon-Gruppe schafft spürbare Mehrwerte für Kommunen und Verwaltungen“, so Paulik. Die vor gut 30 Jahren gegründete Q-Soft entwickelt maßgeschneiderte Lösungen für kommunale Entsorgungsunternehmen, die sowohl einzelne Module als auch All-In-One-Pakete beinhalten.

Während die Consileon-Gruppe nach eigenen Angaben über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftig, lag die Zahl der Beschäftigten bei Q-Soft nach dem zuletzt verfügbaren Jahresabschluss bei knapp 50.“

Die Berichterstattung im EUWID unterstreicht, dass unsere Arbeit in der Branche wahrgenommen und geschätzt wird. Gerade weil das Fachmagazin auf Management-Ebene intensiv gelesen wird, freut uns dieses Presseecho ganz besonders. Es zeigt, dass unsere Themen die richtigen Akzente setzen und den Dialog in der Abfallwirtschaft bereichern. Solche Resonanz ist für uns nicht nur Bestätigung, sondern auch Ansporn, unseren Weg konsequent weiterzugehen.

Hier finden Sie den Bericht von Ralf Armbruster vom 18.09.2025 im EUWID.

Auszeichnung für Kompetenz, Kundenorientierung und Teamstärke

Im Ranking des SZ Instituts und INNOFACT wurde Consileon als einer der führenden Berater für den Mittelstand 2025 ausgezeichnet.

Diese Auszeichnung bestätigt unsere Arbeit und deren Mehrwert für unsere Kunden auf ganzer Linie und macht uns stolz, da sie ausschließlich auf der Befragung von Entscheidungsträgern basiert.

Warum diese Auszeichnung besonders aussagekräftig ist

Die Erhebung setzt bewusst auf einen transparenten Ansatz. Im Juli 2025 wurden insgesamt 1.528 Führungskräfte sowie Entscheiderinnen und Entscheider aus dem mittleren Management und höheren Ebenen befragt. Alle Teilnehmenden sind entweder selbst in Beratungsprojekte eingebunden oder entscheiden über den Einsatz von Unternehmensberatungen.

Bewertet wurden dabei 121 mittelständische Beratungen anhand klar definierter Kriterien: Kompetenz, Kundenorientierung, methodische Vielfalt, Umsetzungsorientierung, Vertraulichkeit und Kommunikationskompetenz. Zusätzlich floss die Bekanntheit jeder Beratung in die Analyse ein, um ein möglichst realistisches Gesamtbild zu erhalten.

Das Ergebnis ist ein Indexwert, der die Platzierung im Ranking bestimmt. Alle Beratungen mit einem Wert über 100 wurden als „Beste Berater Mittelstand 2025“ ausgezeichnet – darunter auch Consileon.

Was uns antreibt

Für uns ist diese Auszeichnung weit mehr als ein Siegel: Sie ist eine Bestätigung, dass unsere Beratungsqualität genau dort ankommt, wo sie wirken soll: bei unseren Kundinnen und Kunden.

Gerade im Mittelstand, wo Veränderungsdruck, Fachkräftemangel und digitale Transformation große Herausforderungen darstellen, wollen wir nicht nur Problemlöser sein, sondern strategischer Partner auf Augenhöhe.

Dieser Erfolg ist nur möglich durch das Vertrauen unserer Kundinnen und Kunden und die Leidenschaft unseres Teams. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, Unternehmen nachhaltig zu stärken und sie in einem dynamischen Marktumfeld zukunftsfähig aufzustellen.

Wir bedanken uns herzlich für diese Anerkennung und nehmen sie als Ansporn, auch in Zukunft Beratung zu bieten, die wirkt.

Consileon Österreich überzeugt mit KI-Projekt 

Wir freuen uns sehr, dass Consileon Österreich gemeinsam mit der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) für den renommierten eAward 2025 in der Kategorie „Services und Prozesse“ nominiert ist. 

Nominiert wurde das Projekt zur KI-basierten Eingangsrechnungsbearbeitung bei der ÖGK. Die Lösung digitalisiert und automatisiert die Bearbeitung von Rechnungen vom Eingang bis zur Buchung und sorgt damit für deutlich effizientere Abläufe, eine geringere Fehlerquote und schnellere Freigaben. 

Consileon unterstützt öffentliche Einrichtungen und Unternehmen in Österreich mit maßgeschneiderten Lösungen rund um Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Prozessoptimierung.  

Die Gewinnerinnen und Gewinner des eAward werden am 30. September 2025 bekannt gegeben. Wir sind stolz auf die Nominierung und gespannt auf die Preisverleihung. 

Mehr zum Projekt finden Sie in unserem Blogbeitrag

Über den eAward 

Der eAward wird seit 2005 vom Fachverlag Report gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Verwaltung vergeben. Der Preis zeichnet innovative Digitalisierungsprojekte aus, die aufzeigen, wie Informationstechnologie Geschäftsprozesse neu gestaltet. Eine unabhängige Jury aus Expertinnen und Experten der IKT-Branche, Medien, Beratung und Bildung ermittelt die Gewinner. 

Gemeinsam für die Digitalisierung der öffentlichen Hand 

Seit ihrer Gründung im Jahr 1990 ist die Q-SOFT GmbH verlässlicher Partner für digitale Lösungen in der kommunalen Abfallwirtschaft sowie im Bereich IT-Services und IT-Security. Mit dem Eintritt in die Consileon-Gruppe richtet Q-SOFT den Blick nach vorne: Gemeinsam werden die Partner die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung noch konsequenter vorantreiben. 

„Mit Consileon haben wir einen starken Partner gefunden, um die nächsten Wachstumsschritte zu gehen und unsere Rolle als Digitalisierungsinnovator der öffentlichen Hand zu stärken“, sagt Heiko Paulik, Geschäftsführer von Q-SOFT. „In der Zusammenarbeit entstehen wertvolle Synergieeffekte: Die Kombination unserer Lösungen mit der breiten Expertise der Consileon-Gruppe schafft spürbare Mehrwerte für Kommunen und Verwaltungen“, so Paulik. 

Auch seitens Consileon wird die Partnerschaft als strategische Weichenstellung verstanden: „Die Digitalisierung der öffentlichen Hand ist für uns ein wichtiges Zukunftsfeld. Q-SOFT bringt über Jahrzehnte gewachsene Kompetenz und tiefes Branchenverständnis mit. Gemeinsam werden wir unser Leistungsangebot deutlich erweitern und unseren Kunden noch gezielter Lösungen aus einer Hand anbieten“, sagt Dr. Jörg Schlösser, Miteigentümer und Geschäftsleitungsmitglied der Consileon-Gruppe. „Wir freuen uns sehr, Q-SOFT in der Consileon-Gruppe willkommen zu heißen und ein klares Signal zu setzen: Wir investieren in Zukunftsfähigkeit und gestalten gemeinsam die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung“, ergänzt Dr. Joachim Schü, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Consileon-Gruppe. 

Über die Q-SOFT GmbH 

Q-SOFT ist seit ihrer Gründung vor mehr als 30 Jahren zu einem der führenden IT-Dienstleister und Software-Hersteller in Mitteldeutschland gewachsen. Mit dem Ziel, Kerngeschäftsprozesse zu optimieren, entwickelt das Experten-Team maßgeschneiderte Lösungen für kommunale Entsorgungsunternehmen, die sowohl einzelne Module als auch All-In-One-Pakete beinhalten. Dabei greifen technologische Kompetenz und ausgeprägtes fachliches und betriebswirtschaftliches Know-how speziell im Bereich der IT-Services, IT-Sicherheit und Softwareentwicklung optimal ineinander.

Harald Kohlberger im Gespräch mit den Salzburger Nachrichten

In einem Interview mit den Salzburger Nachrichten schildert Harald Kohlberger, geschäftsführender Gesellschafter der Consileon Österreich, seine Beobachtungen zur aktuellen Entwicklung von Digitalisierungsprojekten in der öffentlichen Verwaltung. Seinen Aussagen zufolge würden derzeit nur wenige neue Vorhaben angestoßen, während bestehende Projekte teilweise pausiert oder gestoppt würden.

Kohlberger weist in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung digitaler Technologien und insbesondere von Künstlicher Intelligenz (KI) für eine moderne, effiziente Verwaltung hin. Aus seiner Sicht sei es wichtig, den eingeschlagenen Weg der Digitalisierung konsequent weiterzugehen, um langfristig Effizienzpotenziale zu nutzen und die öffentliche Hand zu entlasten.

Die Consileon-Gruppe konnte in den letzten Jahren gemeinsam mit Partnerunternehmen eine umfangreiche öffentliche Ausschreibung im Volumen von rund 700 Millionen Euro für Digitalisierungsprojekte in Österreich für sich entscheiden. In diesen Projekten kommt unter anderem auch die KI-Expertise von Consileon zum Einsatz: Unsere Lösungen reichen von intelligenten Prozessautomatisierungen über datengetriebene Entscheidungsunterstützung bis hin zu maßgeschneiderten KI-Architekturen für die öffentliche Verwaltung.

Der vollständige Artikel ist am 23. Juli 2025 in der Print- und Online-Ausgabe der Salzburger Nachrichten erschienen.

Digitalisierung in Österreich – Wie die ÖGK ihre Rechnungsbearbeitung revolutioniert

Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) ist mit rund 7,5 Millionen Versicherten die größte gesetzliche Krankenversicherung in Österreich. Um die Effizienz in der Rechnungsverarbeitung zu steigern und Mitarbeitende von manuellen Tätigkeiten zu entlasten, hat die ÖGK gemeinsam mit der Consileon Business Consultancy GmbH in Österreich ein richtungsweisendes KI-Projekt umgesetzt.

Ziel des Projekts war es, den gesamten Eingangsrechnungsprozess, von Belegeingang bis Buchungserstellung, intelligent zu automatisieren.

Die Lösung: KI-gestützte Automatisierung aus einer Hand

Mit Unterstützung von Consileon wurde eine KI-basierte Automatisierungslösung eingeführt, die ohne starre Regeln oder Vorlagen arbeitet. Die Künstliche Intelligenz erkennt unterschiedlichste Rechnungslayouts, versteht deren Inhalte im Kontext und erstellt automatisierte Buchungsvorschläge. Durch kontinuierliches Lernen aus der Buchungshistorie und gezielte Trainingsfunktionen verbessert sich die Lösung fortlaufend.

Die Integration in bestehende IT-Systeme erfolgt nahtlos, sodass Mitarbeitende weiterhin mit vertrauten Oberflächen arbeiten können. Dies reduziert Schulungsaufwand und Umstellungsbarrieren erheblich.

Vorteile für Mitarbeitende und Partnerunternehmen

Für Mitarbeitende der ÖGK

Für Lieferanten und Geschäftspartner

Technologischer Fortschritt mit Zukunftssicherheit

Die eingesetzte Lösung ist bereits heute vollständig auf die kommende E-Rechnungspflicht vorbereitet. Rechnungen im XML-Format werden automatisiert verarbeitet und bei Bedarf in lesbare PDF überführt. Ein weiteres Highlight: die automatische Generierung von Buchungstexten mithilfe von Large Language Models, die eine noch detailliertere und kontextbezogene Buchungslogik ermöglichen.

Messbare Erfolge

Fazit: Technologie entlastet – Menschen gestalten

Die Partnerschaft zwischen der ÖGK und Consileon zeigt, wie innovative KI-Technologien den öffentlichen Sektor effizienter, moderner und zukunftssicher gestalten können. Durch die Automatisierung repetitiver Tätigkeiten entstehen Freiräume für strategische Aufgaben und hochwertige Analysen. Gleichzeitig profitieren alle Beteiligten von transparenteren, schnelleren Prozessen.

Consileon – Ihr Partner für Digitalisierung im öffentlichen Sektor in Österreich

Consileon, mit eigener Niederlassung in Österreich, unterstützt unter anderem öffentliche Institutionen bei der Digitalisierung komplexer Verwaltungsprozesse. Von der strategischen Beratung über die technische Implementierung bis hin zum erfolgreichen Change Management begleiten wir Projekte ganzheitlich und wirkungsorientiert.

Wir freuen uns zu verkünden: Consileon zählt auch 2025 zu den Besten Unternehmensberatern Deutschlands.

Jedes Jahr kürt das Handelsblatt gemeinsam mit dem Handelsblatt Research Institute die Top-Beratungen Deutschlands. Die Studie gilt als eines der renommiertesten Rankings der Branche und basiert auf einer umfangreichen Marktanalyse sowie einer unabhängigen Expertenbefragung.

Im aktuellen Ranking des Handelsblatt Research Institute (HRI) wird Consileon in sechs Kategorien als Beste Unternehmensberater gelistet:

Die Bewertung erfolgt auf Grundlage einer Befragung von über 15.900 Unternehmensberatern, die in knapp 350 unterschiedlichen Beratungshäusern beschäftigt sind. Dabei wurden Eigenbewertungen ebenso ausgeschlossen wie firmeninterne Empfehlungen – die Platzierungen spiegeln damit ein besonders belastbares Meinungsbild der Branche wider.

In die Auswahl der besten Beratungsunternehmen fließen verschiedene Aspekte ein: unter anderem fachliche Qualität, methodisches Vorgehen, Projekterfolge, Innovationsfähigkeit sowie Kundenorientierung. Besonders gewürdigt werden zudem strategische Weitsicht, branchenspezifisches Know-how und die Fähigkeit, komplexe Herausforderungen im Spannungsfeld von Markt, Technologie und Organisation nachhaltig zu lösen.

Dass Consileon 2025 in gleich sechs Themenfeldern überzeugt, bestätigt den Anspruch, maßgeschneiderte und zukunftsorientierte Lösungen für vielfältige Branchen und Herausforderungen zu entwickeln – mit Expertise, Verlässlichkeit und einem ganzheitlichen Beratungsansatz.

Die erneute Platzierung im Handelsblatt-Ranking stärkt unsere Position als einer der Besten Unternehmensberater 2025 in Deutschland und ist gleichzeitig ein Ansporn, unseren kundenzentrierten und nachhaltigen Ansatz weiterzuführen.

Wir danken allen Kolleginnen und Kollegen, unseren Kunden und Geschäftspartnern für das anhaltende Vertrauen und das gemeinsame Engagement.

Hier geht’s zum vollständigen Artikel im Handelsblatt