NIS-2 Handlungsbedarf: Was Unternehmen jetzt zu Registrierung und Meldepflichten wissen müssen

Mit dem 6. Dezember 2025 ist das deutsche Gesetz zur Umsetzung der NIS-2-Richtlinie in Kraft getreten. Damit gelten die europaweit einheitlichen und deutlich verschärften Anforderungen an die Cyber- und Informationssicherheit nun verbindlich auch für Unternehmen in Deutschland. Für viele Gesellschaften entsteht dadurch akuter Handlungsbedarf. Insbesondere die Registrierungspflichten beim BSI, die sofort geltende Meldepflicht für Sicherheitsvorfälle sowie der Aufbau eines nachhaltigen NIS-2-konformen Sicherheitsmanagements stehen jetzt im Fokus.

Wichtige Meldepflichten für Unternehmen

Die Registrierung für betroffenen Unternehmen muss bis spätestens 06. März 2026 beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eigegangen sein.

Das BSI-Meldeportal steht ab dem 6. Januar 2026 zur Verfügung.

Die Meldepflicht bei Sicherheitsvorfällen gilt bereits jetzt: Unabhängig vom Stand der Registrierung gilt seit dem 6. Dezember 2025 die Pflicht, erhebliche Sicherheitsvorfälle unverzüglich zu melden. Unternehmen dürfen nicht abwarten, bis das BSI-Portal verfügbar oder die Registrierung abgeschlossen ist.

Für den Übergangszeitraum bis zum 5. Januar 2026 gelten folgende Regelungen:

Unternehmen sollten daher bereits jetzt ihre Prozesse zur Erkennung, Bewertung und Eskalation von Sicherheitsvorfällen überprüfen und interne Meldewege klar regeln. Welche Schritte dazu notwendig sind, beschreibt die folgende Anleitung.

Schritt 1: Betroffenheit prüfen und Rechtssicherheit schaffen

Ob ein Unternehmen betroffen ist, hängt insbesondere von Branche, Unternehmensgröße und Art der erbrachten Dienstleistungen ab. Betroffen sind unter anderem Unternehmen aus den Bereichen Energie, Gesundheit, Verkehr, Wasser, digitale Infrastruktur, IT-Dienstleistungen, produzierende Industrie sowie zahlreiche digitale Dienste. Die Betroffenheit muss aktiv vom Unternehmen geprüft werden; sie wird nicht automatisch durch das BSI festgestellt oder mitgeteilt.

Der erste und wichtigste Schritt ist daher eine strukturierte Betroffenheitsprüfung. Unternehmen müssen klären, ob sie unter NIS-2 fallen und – falls ja – in welche Kategorie sie einzuordnen sind. Diese Einordnung ist entscheidend, da sich daraus Umfang und Tiefe der Anforderungen ableiten.

Eine saubere Betroffenheitsanalyse schafft nicht nur rechtliche Klarheit, sondern ist auch die Grundlage für alle weiteren Maßnahmen. Sie sollte nachvollziehbar dokumentiert werden, da sie im Zweifel gegenüber Aufsichtsbehörden begründet werden muss. Unternehmen, die hier unsicher sind, sollten frühzeitig fachliche Unterstützung einholen, um Fehlentscheidungen und spätere Korrekturen zu vermeiden.

>>> Jetzt Betroffenheitsprüfung anfragen

Schritt 2: Registrierungspflicht beim BSI – Frist bis 6. März 2026

Unternehmen, die unter NIS-2 fallen, sind verpflichtet, sich innerhalb von drei Monaten nach Inkrafttreten, also spätestens bis zum 6. März 2026, beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu registrieren. Diese Registrierung ist kein formaler Selbstzweck, sondern Voraussetzung für die Kommunikation mit dem BSI, insbesondere für die Meldung von Sicherheitsvorfällen.

Die Registrierung erfolgt technisch über das BSI-Meldeportal, das allerdings erst ab dem 6. Januar 2026 zur Verfügung steht. Voraussetzung für den Zugang zum Portal ist ein zuvor eingerichtetes Unternehmenskonto („Mein Unternehmenskonto“) auf ELSTER-Basis.

In der Praxis bedeutet das: Auch wenn das BSI-Portal erst im Januar freigeschaltet wird, müssen Unternehmen bereits jetzt mit den vorbereitenden Schritten beginnen, da insbesondere die Erstellung und Freischaltung der ELSTER-Zertifikate mehrere Tage in Anspruch nimmt.

Das Anmeldeverfahren der NIS-2-Registrierung

Für betroffene Unternehmen ist die Registrierung beim BSI verpflichtend. Um Verzögerungen zu vermeiden, sollte das Anmeldeverfahren frühzeitig und strukturiert gestartet werden. In der Praxis hat sich folgendes Vorgehen bewährt:

1. Zentrales NIS-2-Team festlegen

Zunächst sollte ein internes Kernteam benannt werden, das künftig alle Themen rund um NIS-2 verantwortet. Dazu zählen insbesondere Registrierung, Kommunikation mit dem BSI, Meldeprozesse sowie die Koordination von Compliance-Maßnahmen. Typischerweise sind hier IT-Sicherheit, Compliance und Risikomanagement eingebunden. Diese organisatorische Klärung sollte möglichst sofort erfolgen.

2. Unternehmenskonto („Mein Unternehmenskonto“) einrichten

Im nächsten Schritt wird über die Plattform Mein Unternehmenskonto eine ELSTER-basierte Unternehmens-ID beantragt. Die Identifizierung erfolgt aktuell über eine Kombination aus E-Mail und Aktivierungsbrief per Post. Die Zustellung des Briefs dauert in der Regel fünf bis zehn Werktage, bei hoher Auslastung gegebenenfalls länger. Alternative, rein digitale Identifikationsfahren, die den Prozess beschleunigen können, sind aktuell nicht umgesetzt.

3. Unternehmenskonto freischalten

Erst nach Eingabe des per Post erhaltenen Aktivierungscodes ist das Unternehmenskonto vollständig nutzbar. Ab diesem Zeitpunkt können weitere Nutzer angelegt und Berechtigungen vergeben werden.

4. Personengebundene Zertifikate für Teammitglieder erstellen

Für zusätzliche Personen, die später mit dem BSI-Meldeportal arbeiten soll, müssen weitere personenbezogenes ELSTER-Zertifikate beantragt werden. Wichtig: Diese Zertifikate sind ausschließlich für die Nutzung im Rahmen von „Mein Unternehmenskonto“ und dem BSI-Portal vorgesehen. Bestehende private ELSTER-Zertifikate, etwa aus der Steuererklärung, können hierfür nicht verwendet werden.

5. Registrierung im BSI-Meldeportal abschließen

Sobald das BSI-Meldeportal am 6. Januar 2026 freigeschaltet wird, erfolgt die eigentliche Registrierung beim BSI mithilfe der Unternehmens-ID und der zuvor erstellten Zertifikate. Idealerweise haben Sie zu diesem Zeitpunkt bereits alle organisatorischen und technischen Voraussetzungen erfüllt, um die Frist zum 6. März 2026 nicht zu gefährden.

Schritt 3: NIS-2-Compliance herstellen

Die fristgerechte Anmeldung beim BSI ist lediglich der formale Einstieg in die NIS-2-Compliance. Darüber hinaus verlangt die Richtlinie ein wirksames Risikomanagement, klar definierte Verantwortlichkeiten auf Management-Ebene sowie geeignete technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen.

Ein strukturierter Einstieg gelingt beispielsweise über einen NIS-2-Management-Workshop, der das notwendige Wissen für den Start, sowie Transparenz über den aktuellen Reifegrad schafft. Die integrierte Red-Flag-Analyse identifiziert kritische Handlungsfelder, die anschließend in einen priorisiereten und in realistischen Umsetzungsfahrplan überführt werden können – als Grundlage für nachhaltige Compliance und erhöhte Cyber-Resilienz.

>>> Jetzt NIS-2-Beratung anfragen

Fazit: Jetzt handeln, um Risiken und Zeitdruck zu vermeiden

NIS-2 ist in Kraft – und damit keine Zukunftsvision mehr, sondern gelebte Pflicht. Unternehmen sollten jetzt ihre Betroffenheit prüfen, die Registrierung vorbereiten und interne Strukturen schaffen, um Melde- und Sicherheitsanforderungen zuverlässig zu erfüllen. Wer frühzeitig startet, vermeidet unnötigen Zeitdruck, reduziert Compliance-Risiken und nutzt NIS-2 als Chance, die eigene Cyber-Resilienz nachhaltig zu stärken.

Die Erfolgsgeschichte der Landwirtschaftlichen Rentenbank

Kunde & Ausgangssituation

Die Landwirtschaftliche Rentenbank ist die deutsche Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum. Vor Projektbeginn verfügte die Bank über kein CRM-System. Die Datenhaltung erfolgte dezentral, was zu Silos in den Abteilungen führte. Das bestehende Kernbanksystem bot für das Partner- und Kundenmanagement nicht die notwendige Funktionalität. So fehlte die Grundlage für ein konsistentes, modernes Kunden- und Partnermanagement.

Zielsetzung

Die Rentenbank wollte ihre Datenbestände konsolidieren, Silos auflösen und eine zentrale Sicht auf Kunden und Partner schaffen. Damit sollten Prozesse effizienter gestaltet, Bankpartner und Kreditnehmer besser betreut und die Kommunikation professionalisiert werden. Künftig kann dadurch der Vertrieb der Bank proaktiv erfolgen. Zudem können die Förderangebote für die Agrarwirtschaft und die ländlichen Räume bei den Kunden noch zielgerichteter platziert werden. Weitere Ziele waren die Automatisierung der geschäftskritischen Kommunikation, wie etwa Konditionsrundschreiben oder das Einladungsmanagement, sowie die Digitalisierung von Förderanträgen für Start-ups.

Lösung

Gemeinsam mit Consileon und BearingPoint entschied sich die Landwirtschaftliche Rentenbank für die Einführung der BSI Customer Suite als Cloud-Lösung. Diese bietet eine zentrale Datenhaltung, eine 360°-Kundensicht sowie umfassende Möglichkeiten zur Marketing- und Kommunikationsautomatisierung.
Das Projekt wurde agil umgesetzt, wobei die Fachabteilungen von Beginn an eng eingebunden waren. So konnten die Anforderungen praxisnah definiert und schnell umgesetzt werden. Trotz der Komplexität eines öffentlichen Vergabeverfahrens erreichte das Projekt in kurzer Zeit einen hohen Reifegrad. Besonders hervorzuheben ist, dass es sich um das erste Cloudprojekt der Rentenbank handelte, das nur durch die Einhaltung höchster Datenschutz- und IT-Sicherheitsstandards realisiert werden konnte.

Projektergebnisse

In nur sechs Monaten wurde die Lösung erfolgreich livegeschaltet – ein bemerkenswerter Meilenstein. Die Bank verfügt heute über eine einheitliche Kundensicht und kann Partner und Kunden gezielt und effizient betreuen. Erste Quick Wins zeigten sich unmittelbar nach dem Go-live: Inaktive Partner konnten identifiziert und reaktiviert werden. Zudem wurden wichtige Prozesse wie der Versand von Konditionsrundschreiben oder das Einladungsmanagement automatisiert und standardisiert. Damit legte die Rentenbank den Grundstein für eine moderne, digitale Kundenbetreuung – im Einklang mit ihrem Förderauftrag.

Erfolgsfaktoren

Das Projekt war von drei zentralen Erfolgsfaktoren geprägt: Consileon brachte tiefes CRM- und BSI-Know-how ein, das durch die bsi.crm-Expertise von BearingPoint sowie umfassende Kenntnisse der Förderbankenarchitektur optimal ergänzt wurde. Die enge Zusammenarbeit mit den Fachbereichen gewährleistete zugleich eine hohe Akzeptanz und praxisnahe Ergebnisse. Diese Kombination ermöglichte die Umsetzung des Projekts in Rekordzeit.

Ausblick

Die Rentenbank plant, die Lösung schrittweise auszubauen. Geplant sind unter anderem die Integration von Customer-Service-Prozessen, eine Anbindung an das Kernbanksystem und die Telefonanlage, sowie die Umsetzung weiterer Anforderungen, die sich aus der bisherigen Lernkurve ergeben. Damit bleibt die Bank technologisch und organisatorisch auf Zukunftskurs und festigt ihre Rolle als zentrale Förderbank für den ländlichen Raum.

Wie Unternehmen KI heute schon nutzen und warum der Mensch dabei im Mittelpunkt bleibt

Künstliche Intelligenz verändert unsere Arbeitswelt mit rasantem Tempo. Doch wie gelingt der sinnvolle Einsatz dieser Technologien im Unternehmensalltag? Darüber sprach Dr. Jörg Schlösser, Partner und KI-Experte bei Consileon, mit Florian, Redakteur bei Klassik Radio.

Ein Blick hinter die Kulissen bei Klassik Radio

Für die Aufnahmen war unser Team zu Gast beim Radiosender in Augsburg, zentral gelegen am Augsburger Stadtmarkt in einem wunderschönen Altbau. Der Besuch begann in der Lounge „The Radio Club“ mit einem Kaffee in entspannter Atmosphäre und Gesprächen über den Sender, klassische Musik und persönliche Vorlieben.

Neben dem bekannten Klassikprogramm betreibt der Sender auch Beats Radio – ein Format, das sich mit Lounge- und Chill-out-Musik an ein jüngeres Publikum richtet. Nach dem Kennenlernen ging es ins obere Stockwerk, wo gerade Thomas Ohrner live on Air war und das Vormittagsprogramm moderierte. Auch Moderatorin Alexandra Berger war vor Ort und bereitete ihre Sendung für den Nachmittag vor.

Die Aufnahme der Kolumnen fand anschließend gemeinsam mit Redakteur Florian in einer der schallisolierten Aufnahmekabinen statt. Es war beeindruckend, die Technik eines professionellen Radiosenders einmal aus nächster Nähe zu erleben.

In dieser konzentrierten, aber zugleich lockeren Atmosphäre entstanden drei KI-Kolumnen, die im November bei Klassik Radio ausgestrahlt werden. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Künstliche Intelligenz die Arbeitswelt verändert und wie Unternehmen KI sinnvoll, sicher und menschlich einsetzen können.

Drei KI-Formate für Unternehmen

In den Kolumnen erklärt Dr. Jörg Schlösser drei konkrete Formate, mit denen Unternehmen das Potenzial von KI heute schon nutzen können:

KI verstehen, gestalten und verantworten

Der Besuch bei Klassik Radio war nicht nur eine Gelegenheit, unsere Expertise zu teilen, sondern auch, das Thema Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt einem breiteren Publikum näherzubringen.
Im Gespräch wurde deutlich, dass KI kein Selbstzweck ist, sondern ein Werkzeug, das helfen kann, Arbeit besser, sicherer und menschlicher zu gestalten, wenn man es verantwortungsvoll einsetzt.

🎧 Die Interviews mit Dr. Jörg Schlösser sind ab Montag, 17. November, bei Klassik Radio zu hören.

Wie Zulieferer mit ONCITE DPS und dem CX-Gateway schnell Teil des Catena-X-Ökosystems werden

Die erfolgreiche Anbindung an Catena-X ist mehr als ein technisches Projekt, sie ist ein strategischer Schritt in Richtung Zukunftsfähigkeit. Damit dieser Schritt gelingt, braucht es nicht nur technisches Know-how, sondern auch ein tiefes Verständnis für die Prozesse, Standards und Anforderungen des Netzwerks.

Als zertifizierter Catena-X Advisory Provider begleitet Consileon Unternehmen mit maßgeschneiderter Beratung auf ihrem Weg ins Catena-X-Ökosystem. Zertifizierte Experten helfen Ihnen, regulatorische und technische Hürden zu überwinden, Ihre Datenflüsse zu strukturieren und Ihre Lieferkette digital und nachhaltig aufzustellen.

Mehrwert für Automotive-Zulieferer – Beratung und Software aus einer Hand

Für Zulieferer, die sich an Catena-X anbinden möchten, bedeutet die Partnerschaft von Consileon und German Edge Cloud (GEC) einen echten Wettbewerbsvorteil. Sie profitieren von einer Kombination aus strategischer Beratung, technischer Integration und sofort einsetzbarer Softwarelösung – alles abgestimmt auf die Anforderungen der Automobilindustrie.

Durch die enge Verzahnung von fachlicher Expertise und technologischer Umsetzung gelingt der Einstieg ins Catena-X-Ökosystem schnell, sicher und effizient.

Mit dem ONCITE Digital Production System (DPS) bietet GEC eine umfassende Lösung zur Digitalisierung von Fertigungsprozessen. Das integrierte CX-Gateway fungiert dabei als standardisierte, Catena-X-konforme Schnittstelle für den sicheren und automatisierten Austausch von Produktions-, Qualitäts- und Nachhaltigkeitsdaten.

Consileon sorgt dafür, dass Prozesse, Systeme und Sicherheitsanforderungen optimal für einen Einstieg ins Catena-X Netzwerk vorbereitet sind – etwa durch den Aufbau eines ISMS, die Erfüllung von TISAX-Vorgaben oder die Strukturierung Ihrer Datenflüsse entlang der Lieferkette.

Ihre Vorteile im Überblick:

Catena-X live erleben: Jetzt anmelden zum Webinar mit Consileon und GEC

Erfahren Sie in unserem kostenlosen Webinar „Zukunftssichere Lieferketten mit Catena-X“ am 27 November um 14 Uhr, wie Consileon und GEC gemeinsam Unternehmen aus der Automobilbranche bei der erfolgreichen Anbindung an Catena-X unterstützen.

Unsere Experten zeigen live, wie ONCITE DPS und das CX-Gateway Catena-X-Use-Cases wie Traceability oder den Product Carbon Footprint (PCF) effizient umsetzen – praxisnah und sofort anwendbar.

Echte Einblicke in den Berateralltag: flexibel arbeiten, Verantwortung übernehmen und gemeinsam mehr erreichen

Wie sieht eigentlich der Alltag eines Beraters aus? Diese Frage hören wir oft und genau deshalb haben wir sie filmisch beantwortet. In unserem neuen Video geben wir authentische Einblicke in das Arbeiten bei Consileon: vom ersten Kaffee am Morgen über Workshops und Kundentermine bis hin zu Firmen- und Teamevents.

Mit Klick auf das Bild öffnet sich das YouTube-Video

Beratung mit Herz und Leidenschaft

Consileon ist eine mittelständische Management- und IT-Beratung mit Hauptsitz in Karlsruhe und mehr als 500 engagierten Mitarbeitern in ganz Deutschland. Was uns verbindet: Leidenschaft für spannende Projekte, ein starker Teamgeist und der Wunsch, für unsere Kunden die besten Ergebnisse zu erzielen.

Kein Tag ist wie der andere – ob im Workshop, beim Kundentermin oder im Deep-Dive im Homeoffice: Wir arbeiten flexibel, eigenverantwortlich und immer im Austausch mit unseren Kolleginnen und Kollegen.

Echte Menschen, echte Einblicke

In unserem Video kommen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst zu Wort. Sie erzählen, was sie an Consileon besonders schätzen, was ihren Arbeitstag ausmacht und welche Highlights sie bisher erlebt haben. Die Interviews geben Dir einen echten Blick hinter die Kulissen und zeigen, warum viele von uns genau da angefangen haben, wo Du jetzt stehst.

Gestalte Deinen eigenen Weg

Bei Consileon bekommst Du den Freiraum, Deine Stärken zu entfalten, Verantwortung zu übernehmen und eigene Ideen einzubringen. Wir leben flache Hierarchien, schätzen Eigeninitiative und unterstützen einander – nicht nur im Projekt, sondern auch darüber hinaus.

Ob Homeoffice oder Büro, KI-Tools oder Kundenworkshop – bei uns ist jeder Tag anders. Und genau das macht die Arbeit so spannend.

Starte Deine Karriere bei Consileon

Du stehst am Anfang Deiner beruflichen Laufbahn und möchtest wirklich etwas bewegen? Dann bist Du bei uns genau richtig. Auf unserer Karriere-Website findest Du viele spannende Einstiegsmöglichkeiten für Absolventinnen und Absolventen.

Was die NIS-2-Richtlinie für Unternehmen bedeutet und wie Sie jetzt richtig vorgehen

Seit Anfang 2023 ist die EU-Richtlinie NIS-2 in Kraft und soll noch 2025 in deutsches Recht umgesetzt werden. Damit löst sie die bisherige NIS-Richtlinie ab und erweitert den Kreis der betroffenen Unternehmen maßgeblich. Während bislang vorwiegend klassische Betreiber kritischer Infrastrukturen betroffen waren, sind mit NIS-2 plötzlich tausende weitere Unternehmen verpflichtet, ihre Informationssicherheit aufzurüsten. Auch die Sicherheitsanforderungen, Strafen und Meldepflichten wurden verschärft und die Geschäftsleitung wurde stärker in die Verantwortung gezogen.

Die wichtigsten Anforderungen der NIS-2-Richtlinie im Überblick

Die Richtlinie geht nicht mit einer festen Liste an Maßnahmen einher, sondern definiert Schutzziele, die einzuhalten sind. Unternehmen müssen eine angemessene Risikobewertung durchführen und die relevanten Bereiche mit geeigneten Maßnahmen adressieren. Dazu gehören in der Regel:

Wie können Unternehmen praktisch starten?

Die Umsetzung mag komplex wirken, ist aber mit einer strukturierten Vorgehensweise und einer angemessenen Definition des Projektumfangs durchaus zu bewältigen. Wesentliche Fragen auf diesem Weg sind:

Consileon begleitet Sie auf diesem Weg und unterstützt Sie bei der Umsetzung der NIS-2-Anforderungen in praxisnahe Maßnahmen. Wichtig ist es, früh anzufangen, denn die Einführung erfordert Zeit, Ressourcen und die Absprache mit internen und externen Akteuren. Dann gelingt nicht nur die Compliance, sondern Ihr Unternehmen gewinnt auch nachhaltig an Widerstandsfähigkeit und kann sich als zuverlässiger und zukunftsorientierter Partner positionieren.

Ein Interview mit Dr. Thilo Gaul, Geschäftsbereichsleiter Financial Services bei Consileon

Die DORA-Verordnung ist längst beschlossene Sache, doch die eigentliche Herausforderung liegt in der Umsetzung. Gerade Banken und Finanzdienstleister müssen ihre Verträge mit IT- und Cloud-Dienstleistern systematisch prüfen, anpassen und über den gesamten Lebenszyklus hinweg im Blick behalten. Das lässt sich kaum mehr manuell leisten. Dr. Thilo Gaul erklärt im Interview, wie KI-basierte Vertragsprüfung nicht nur Aufwand reduziert, sondern zugleich für mehr Klarheit, Sicherheit und Nachweisbarkeit sorgt.

Herr Dr. Gaul, DORA gilt bereits seit einiger Zeit. Warum ist das Thema gerade jetzt so präsent?

Da wir jetzt in die Umsetzungsphase übergehen, und das betrifft praktisch jedes Institut. Besonders im Bereich „ICT Third-Party Risk“ müssen Banken nachweisen, dass ihre Verträge mit IT- und Cloud-Dienstleistern vollständig, aktuell und DORA-konform sind. Und das nicht einmalig, sondern fortlaufend über die gesamte Vertragslaufzeit hinweg. Viele Häuser merken erst jetzt, dass die bisherigen manuellen Verfahren weder skalierbar noch revisionssicher sind.

Was verlangt DORA konkret im Hinblick auf Dienstleisterverträge?

DORA stellt sehr spezifische Anforderungen an die Vertragsinhalte. Dazu gehören etwa klare Eskalationsmechanismen, Auditrechte, Informationspflichten, Exit-Regelungen sowie ein Meldeweg bei Sicherheitsvorfällen. Diese Klauseln müssen nicht nur vorhanden, sondern auch inhaltlich korrekt und aktuell sein. Genau das macht regelmäßige, strukturierte Vertragsprüfungen unverzichtbar – ein enormer Aufwand, wenn man sie manuell durchführen muss.

Viele Banken prüfen ihre Verträge noch manuell. Warum reicht das nicht mehr aus?

Weil die Menge und die Komplexität explodiert sind. Über die Jahre sind enorme Vertragslandschaften entstanden – oft mit unterschiedlichen Versionen, Anbietern und Regelwerken. Hinzu kommen Cloud-Services, Outsourcing-Partner und FinTech-Kooperationen. Wer das alles händisch prüfen will, läuft Gefahr, Fehler zu machen oder Fristen zu verpassen. Der Aufwand steht in keinem Verhältnis mehr. Genau deshalb benötigen wir intelligente, automatisierte Lösungen.

Wie unterstützt die KI-Vertragsprüfung von Consileon Banken bei dieser Aufgabe?

Unsere Lösung, das Consileon Regulatorik-Radar, analysiert Verträge automatisiert auf DORA-Konformität sowie auf weitere regulatorische Anforderungen. Die KI erkennt fehlende oder riskante Klauseln, macht konkrete Änderungsvorschläge und erstellt auf Wunsch ein vollständiges DORA-Reporting. Der entscheidende Unterschied: Die KI arbeitet nicht nur mit Schlagworten, sondern versteht den inhaltlichen Zusammenhang; sie weiß also, was eine Klausel bedeutet. Das macht die Prüfung schneller und verlässlicher.

KI und Regulierung – ist das nicht ein Widerspruch?

Nein, nicht, wenn man es richtig angeht. Wir arbeiten mit Large Language Models, die speziell auf regulatorische Texte trainiert sind und setzen zusätzlich unser Qualitätssicherungs-Framework Lighthouz AI ein. So stellen wir sicher, dass die Ergebnisse nachvollziehbar und stabil sind. Zudem erfolgt am Ende immer eine fachliche Validierung durch einen Fachexperten, der die KI-Ergebnisse kontrolliert und ggfs. überschreiben kann. Die KI entlastet massiv, die Entscheidungshoheit bleibt jedoch immer beim Menschen.

Wie aufwendig ist die Einführung der Lösung – ist das ein Großprojekt?

Überhaupt nicht. Unsere Lösung ist als SaaS-Anwendung sofort einsatzbereit. In einer kurzen Setup-Phase werden kundenspezifische Richtlinien und Prüfparameter integriert. Danach können Verträge und Dokumente direkt hochgeladen und geprüft werden. Die Anwendung ist bewusst pragmatisch konzipiert: schnell implementiert, sicher im Betrieb und skalierbar.

Wie hilft das System beim Nachweis gegenüber Aufsichtsbehörden wie der BaFin?

Ein zentrales Feature ist das automatisierte Reporting. Nach jeder Prüfung wird ein vollständiger Bericht erstellt, inklusive Compliance-Status, Lückenanalyse und konkreten Handlungsempfehlungen. Diese Dokumentation ist revisionssicher und ideal geeignet, um Anforderungen aus internen Audits oder regulatorischen Prüfungen zu erfüllen. Banken gewinnen dadurch Transparenz und Nachvollziehbarkeit auf Knopfdruck.

Was raten Sie Instituten, die bei der DORA-Umsetzung noch am Anfang stehen?

Fangen Sie strukturiert an, aber fangen Sie an. Der Aufwand verschwindet nicht, wenn man wartet. Mit dem Regulatorik-Radar holen sich Banken ein Werkzeug ins Haus, das Routinearbeit automatisiert, Qualität erhöht und zugleich regulatorische Sicherheit schafft. So wird aus einer Pflichtaufgabe ein echter Effizienzhebel. Wer DORA richtig umsetzt, stärkt nicht nur seine Compliance, sondern auch seine operative Resilienz.

DORA-Compliance mit Consileon: schnell, sicher, skalierbar

Erfahren Sie, wie Sie mit dem Consileon Regulatorik-Radar Ihre Vertragsprüfungen automatisieren und DORA-Anforderungen effizient erfüllen können: mit klarer Struktur, nachvollziehbaren Ergebnissen und sicherer Governance.

Wissen sichern, Lücken schließen – mit generativer KI gegen den demografischen Wandel

Der Fachkräftemangel ist längst Realität. Immer mehr erfahrene Teammitglieder gehen in den Ruhestand; mit ihnen verschwinden wertvolles Wissen und langjährige Praxiserfahrung. Gleichzeitig verschärft der weltweite Wettbewerb um Talente den Druck auf Unternehmen.

Generative KI eröffnet in dieser Situation neue Möglichkeiten. Sie hilft, Wissen zu bewahren, Prozesse zu automatisieren und Mitarbeiter gezielt zu entlasten. Entscheidend ist jedoch, wie Unternehmen diese Technologie strategisch nutzen und dabei den Menschen in den Mittelpunkt stellen.

In unserem Whitepaper „Strategien gegen den Fachkräftemangel – Wissen sichern, Lücken schließen – mit generativer KI gegen den demografischen Wandel“ erfahren Sie, wie Organisationen den Verlust von Know-how verhindern können, welche Rolle intelligente Assistenzsysteme und KI-Agenten in der Praxis spielen und weshalb ethische Grundsätze, eine klare Kultur sowie entschlossene Führung unabdingbar für einen erfolgreichen Einsatz sind.

Das Whitepaper gibt praxisnahe Einblicke aus heute schon gelebter Realität, vermittelt konkrete Anwendungsbeispiele und zeigt, wie Unternehmen Schritt für Schritt eine nachhaltige KI-Strategie entwickeln können.

Bestellen Sie hier das kostenfreie Whitepaper zur richtigen (KI-)Strategie gegen den Fachkräftemangel.

So gelingen GDP-Audits mit KI

Die Einhaltung von GDP-Richtlinien endet nicht bei der Dokumentation von Liefer- und Qualitätsprozessen, auch Verträge müssen regelmäßig geprüft und auf ihre regulatorische Konformität hin bewertet werden. Gerade im internationalen Kontext mit mehrsprachigen Unterlagen ist dies eine anspruchsvolle Aufgabe, die viel Zeit bindet und fehleranfällig sein kann. Unsere KI-Lösung für Pharma-Audits unterstützt Sie dabei, Verträge effizient, zuverlässig und GDP-konform zu prüfen und schafft damit Transparenz und Sicherheit in einem besonders sensiblen Bereich.

Datensicherheit auf höchstem Niveau 

Im Pharmaumfeld sind Daten besonders sensibel. Deshalb legen wir besonderen Wert darauf, dass Ihre Informationen jederzeit geschützt sind: vom Upload bis zur Verarbeitung im System. Ihre Daten werden nicht dauerhaft gespeichert und nicht zum Training von KI-Modellen verwendet. 

Sicherheitsmaßnahmen im Überblick

Sicherheits-Standards, auf die Sie sich verlassen können 

Wir orientieren uns am OWASP (Open Worldwide Application Security Project), einer international anerkannten Organisation für Software-Sicherheit. Das bedeutet, dass wir kontinuierlich die größten Risiken analysieren, unsere Schutzmaßnahmen entsprechend anpassen und dabei bewährte Best Practices in der Entwicklung und Absicherung unserer Lösungen umsetzen.

Unsere Systeme sind auch vor typischen Angriffen geschützt. So erkennen und blockieren unsere Sicherheitsmechanismen etwa DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) frühzeitig, bei denen versucht wird, Systeme durch massenhafte Anfragen lahmzulegen. Ebenso verhindert ein strenges Identitäts- und Zugriffsmanagement zuverlässig, dass Unbefugte auf vertrauliche Daten zugreifen können.

Wir stellen maximalen Datenschutz sicher, sodass Ihre Dokumente jederzeit geschützt bleiben. Gleichzeitig sorgen wir für eine hohe Verfügbarkeit unserer Systeme, die auch bei Angriffen stabil und zuverlässig arbeiten. Darüber hinaus wird die Konfiguration unserer Sicherheitsregeln regelmäßig von Experten geprüft und kontinuierlich optimiert, um den Schutz Ihrer Daten nachhaltig zu gewährleisten.

Wie regulatorische Vorgaben und neue Strategien die Zukunft nachhaltiger Investments prägen

In den vergangenen Jahren hat sich ESG (engl. Environmental, Social und Governance) im Asset Management vom unbekannten Underdog zum Mainstream entwickelt: Umwelt, Soziales und Governance entwickelten sich zu festen Bewertungskriterien in der Kapitalanlage. Einige Zeit regte sich die Hoffnung, dass ESG der Innovationstreiber im Asset Management werden könnte.  Doch wer heute mit ESG zu punkten versucht, stößt oft auf Skepsis. Ist das Thema bereits überreif? Oder steckt ESG gerade in einem entscheidenden Entwicklungsschritt, weg von der Ausschlussliste, hin zu strategischer Neupositionierung?

Derzeit ist ESG nicht länger eine Kür, sondern eine Pflicht. Allerdings gibt es Kritik in der Branche am Omnibusverfahren der EU, das die strengen regulatorischen ESG-Anforderungen lockert. Vielleicht eröffnet sich dadurch jedoch genau die Möglichkeit, ESG neu zu begreifen und zu leben? Noch fehlt es vielen in der Branche an klaren Visionen, wie ESG über regulatorische Anforderungen hinaus Mehrwert stiften kann. Innovative Finanzprodukte, die eine echte Wirkung erzielen, sind selten, obwohl das Kundeninteresse gerade in diesem Bereich weiterhin groß ist. Doch es gibt einige Vorreiter, die als Leuchttürme und Inspiration dienen können.

Ein Grund dafür ist die zunehmende Formalisierung von ESG: Ratings, Checklisten, Häkchen-Logik. In der Folge erfüllen Asset Manager Anforderungen, ohne dabei neue Wege zu gehen. ESG droht zum Compliance-Thema zu werden und das sollte nicht Ziel sein. Dabei sind es gerade die Unsicherheiten und Ambivalenzen, die neue Perspektiven ermöglichen: Wie gehen wir mit kontroversen Investments um? Können Waffen nachhaltig sein? Was bedeutet ESG im Kontext von geopolitischer Sicherheit, technologischer Abhängigkeit oder Lieferkettenrisiken?

Wir haben diese Fragen in einem World Café mit Branchenvertretern diskutiert und ein aktuelles Bild aus dem Markt aufgenommen. In den Gesprächen wurde deutlich, dass die Diskussion längst differenzierter ist, als sie oft dargestellt wird. ESG wird nicht verschwinden, aber es wird sich neu erfinden müssen. Der Fokus verschiebt sich weg von reiner Exklusion hin zu aktiver Steuerung; weg von Symbolik hin zu Wirkung; weg von reiner Außenkommunikation hin zu belastbaren Daten, klarer Governance und interner Kompetenz.

Spannend war auch der Austausch zur Kundenwahrnehmung: Während institutionelle Anleger ESG als gesetzt betrachten, stellt sich im Privatkundengeschäft zunehmend die Frage nach Relevanz und Differenzierung. Hat ESG hier bereits seinen Zenit überschritten oder braucht es nur eine bessere, glaubwürdigere Kommunikation und andere Investmentstrategien?

In unserer Studie „ESG im Asset Management – Positiver Impact oder nur noch Risikofaktor?“ beleuchten wir diese Fragen und geben einen Einblick in die Diskussionen, Thesen und Stimmen aus der Praxis. Sie richtet sich an alle, die ESG nicht nur als regulatorisches Korsett, sondern als strategisches Zukunftsthema begreifen oder neu denken wollen. Auf Anfrage stellen wir Ihnen die Studie kostenfrei zur Verfügung.