Warum KI Ihre Marketingabteilung nicht überflüssig macht, aber radikal umbaut

Stellen Sie sich vor, Sie stellen eine neue Marketingleiterin ein. Exzellente Referenzen, jahrelange Erfahrung in der Kampagnenproduktion, versiert in allen gängigen Tools. Drei Monate später stellen Sie fest: Sie koordiniert vor allem. Texte entstehen in Sekunden per KI-Prompt. Grafiken, Landingpages, E-Mail-Strecken, alles läuft schneller als je zuvor. Und trotzdem fragen Sie sich: Was unterscheidet uns eigentlich noch vom Wettbewerb?

Das ist eine zentrale Herausforderung für CMOs und Marketingverantwortliche in den nächsten Jahren: Die Marketing-Skills der Zukunft liegen nicht in der Produktion, denn KI übernimmt Content, Grafiken, Broschüren, Websites und Anzeigen schneller und günstiger als je zuvor. Was KI nicht kann: entscheiden, wofür eine Marke steht, wen sie ansprechen will und warum ein Kunde genau dieses Angebot wählen soll und nicht das des Wettbewerbers. Diese strategische Klarheit lässt sich nicht automatisieren.

Die Frage ist nicht mehr, ob künstliche Intelligenz Marketing verändert. Die Frage ist, welche Menschen und welche Fähigkeiten Sie brauchen, wenn der alte Engpass Produktionskapazität wegfällt und ein neuer entsteht: Urteilsvermögen, Datenverständnis und Gestaltungswille.

Was früher zählte – und was jetzt zählt

Klassische Marketingabteilungen waren im Kern Produktionsbetriebe: Texter, Grafiker, Kampagnenmanager, Projektkoordinatoren, Agentursteuerer. Ein Großteil der Ressourcen (Menschen und Geld) floss in die Herstellung von Inhalten. Gut gemachte Kreation war knapp und teuer.

Diese Knappheit existiert nicht mehr. KI im Marketing produziert in Minuten, was früher Tage dauerte. Das ist keine Bedrohung, wenn Marketing-Teams die frei gewordene Kapazität für das einsetzen, was wirklich Wirkung erzeugt: die Fähigkeit zu definieren, was relevant ist, was gesagt werden soll, zu wem, in welchem Ton zu welchem Zeitpunkt.

In einer Welt, in der jedes Unternehmen dieselbe Marketingautomatisierung und dieselben KI-Werkzeuge nutzen kann, wird Differenzierung zur eigentlichen Arbeit. Markenidentität, Positionierung, Zielgruppenverständnis, Wettbewerbseinordnung sind der eigentliche Engpass moderner Marketingstrategie. Wer hier Klarheit hat, gewinnt. Wer sich auf KI-Output verlässt ohne diese Klarheit, produziert schnell viel Mittelmäßiges.

Drei Kompetenzfelder, die künftig über Marketingerfolg entscheiden

Welche Marketing-Skills brauchen Unternehmen in Zukunft wirklich? Die Antwort lässt sich auf drei Kompetenzfelder verdichten, die in modernen Marketing-Teams vertreten sein müssen, nicht als Jobtitel, sondern als Fähigkeiten.

1. Strategische Markenklarheit

Gefragt ist, wer präzise beantworten kann: Was wollen wir bei wem bewirken und warum sollten die das glauben bzw. so handeln, wie wir das möchten? Diese Fähigkeit klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. In der Praxis verschwimmt sie hinter Kampagnenplanung, Budgetdiskussionen und Abstimmungsschleifen.

Gefragt sind Menschen mit tiefem Marken- und Wettbewerbsverständnis, das über Styleguides hinausgeht. Menschen, die die richtigen Fragen stellen und Urteile treffen können. Auch unbequeme: Ist dieser KI-generierte Text gut genug? Passt diese Kampagne zu dem, wofür wir stehen? Trifft diese Botschaft den richtigen Nerv? Und die KI-Werkzeuge nicht als Maschinen bedienen, sondern als Tool einsetzen, präzise Briefings formulieren, Ergebnisse einordnen, Richtung vorgeben.

2. Datenverständnis als Grundvoraussetzung

Daten sind im Marketing kein neues Thema. Neu ist, dass Datenkompetenz zur Grundvoraussetzung wird. Nicht nur für Data Analysten oder CRM-Spezialisten, sondern für jeden, der Marketingentscheidungen trifft oder verantwortet.

Gemeint ist nicht, dass Marketingkollegen programmieren oder statistisch modellieren müssen. Gemeint ist: Können sie eine Auswertung lesen und die richtigen Fragen stellen? Erkennen sie den Unterschied zwischen einer Korrelation und einem Kausalzusammenhang und wissen sie, wann das relevant ist? Verstehen sie, was Datenqualität bedeutet und warum schlechte Daten zu schlechten Entscheidungen führen, auch wenn das Dashboard gut aussieht?

Dieses Verständnis ist die Voraussetzung für alles andere. Ohne es kann niemand beurteilen, ob eine Kampagne wirklich gewirkt hat oder ob gerade ein Zufallseffekt gemessen wird. Algorithmen optimieren auf das, was gemessen wird. Aber was gemessen wird, muss ein Mensch ebenso entscheiden wie über die Interpretation der Ergebnisse.

3. Customer Journey als Gestaltungsaufgabe

Das dritte Kompetenzfeld ist weniger eine neue Disziplin als eine Grenzverschiebung. Marketing steuert heute mehr als Kampagnen. Es gestaltet Kundenerlebnisse in Echtzeit von der ersten Wahrnehmung über den Kaufprozess bis in die Nachbetreuung. Die Grenze zu Vertrieb und Service ist dabei längst durchlässig.

Das verlangt Menschen, die das große Bild verstehen: Wie erleben Kunden die gesamte Interaktion mit unserem Unternehmen? Wo entstehen Brüche? Welche Automatisierungen helfen und welche machen das Erlebnis kälter? Gefragt ist die Fähigkeit, CRM- und Marketing-Automation-Systeme nicht nur zu bedienen, sondern zu gestalten: Welche Trigger sollen welche Reaktionen auslösen? Wann braucht ein Kunde eine menschliche Ansprache, wann reicht eine automatisierte E-Mail? Wann ist Personalisierung ein Gewinn und wann wirkt sie aufdringlich?

Das erfordert Menschen, die die Sprache von Vertrieb und Service sprechen, technische Systeme verstehen, ohne selbst zu entwickeln und vor allem: die Kundenperspektive nicht aus den Augen verlieren, wenn sie in Systemkonfigurationen versinken.

Was das für Ihre Personalentscheidungen bedeutet

Wenn Sie heute eine Marketingstelle besetzen oder Ihr Team weiterentwickeln, lohnt es sich, die klassischen Anforderungsprofile zu hinterfragen. Stellen Sie sich drei Fragen:

  1. Hat diese Person eine eigene Meinung zu Marke und Positionierung und kann sie diese begründen? Kreativität allein reicht nicht. Gefragt ist Urteilsvermögen.
  2. Kann diese Person mit Daten umgehen? Nicht als Spezialist, aber als Nutzer? Fragt sie nach der Datenqualität, bevor sie Schlüsse zieht?
  3. Denkt diese Person in Customer Journeys über Abteilungsgrenzen hinweg? Versteht sie, dass Marketing heute auch Systemarchitektur ist?

Diese Fähigkeiten lassen sich entwickeln. Unternehmen, die ihre Marketingteams weiterhin vor allem nach Produktionskompetenz aufbauen, werden feststellen, dass sie zwar schneller werden. Aber nicht besser.

Fazit: Der Wandel ist eine Chance für Marketing

Was macht modernes Marketing aus? Nicht die Geschwindigkeit der Produktion, die liefert immer mehr die KI. Sondern die Qualität der Entscheidungen dahinter: Was kommunizieren wir? An wen? Auf Basis welcher Daten? Und mit welchem Erlebnis entlang der gesamten Customer Journey?

KI verändert Marketing-Teams nicht, indem sie Menschen ersetzt. Sie verändert sie, indem sie andere Menschen wichtig macht. Wer heute in strategische Markenklarheit, in Datenkompetenz und in Journey-Verständnis investiert, baut ein Marketingteam, das mit KI besser wird – nicht eines, das von ihr ersetzt wird.

Die entscheidende Frage für CMOs und Geschäftsführer lautet nicht: Wie viele KI-Tools nutzen wir? Sondern: Haben wir die Menschen, die wissen, wozu?

CRM- und CX-Systeme allein lösen das Problem nicht. Auch wer hier bereits investiert hat, holt aus diesen Systemen nur dann wirklich Leistung heraus, wenn die Menschen dahinter strategisch denken, Daten verstehen und Customer Journeys gestalten können und nicht nur Systeme bedienen.

Warum maximale Automatisierung selten zu besserem Service führt

Viele Unternehmen treiben aktuell die Automatisierung ihres Kundenservices massiv voran. Neue Technologien machen es möglich, eingehende Anfragen über E-Mail, Chat oder Voice automatisiert zu verstehen, zu klassifizieren und zu beantworten. KI-Agenten sind dabei zentrale Enabler.

Die Erwartungen sind hoch: geringere Kosten, schnellere Reaktionszeiten und eine bessere Skalierbarkeit des Services.

In der Praxis zeigt sich jedoch ein differenzierteres Bild. Unternehmen, die ihren Service konsequent automatisieren, gewinnen zwar an Effizienz, verlieren aber oft an Qualität, Differenzierung und Kundenbindung.

Nachhaltig erfolgreicher Service entsteht daher selten durch maximale Automatisierung. Entscheidend ist vielmehr die gezielte Orchestrierung von automatisierten und menschlichen Interaktionen.

Was bedeutet Serviceeffizienz eigentlich?

Serviceeffizienz beschreibt das Verhältnis zwischen eingesetzten Ressourcen und der Qualität sowie Geschwindigkeit der Kundeninteraktion.

Typische Ziele sind:

Viele Unternehmen fokussieren sich dabei vor allem auf die Kostenseite. Automatisierung scheint hier der naheliegende Hebel zu sein.

Doch Service ist mehr als eine Kostenstelle. Er ist gleichzeitig ein zentraler Kontaktpunkt zum Kunden und damit ein wichtiger Treiber für Zufriedenheit, Bindung und zusätzliche Wertschöpfung.

Warum Serviceautomatisierung aktuell so stark zunimmt

Die technologischen Möglichkeiten haben sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt:

Viele Unternehmen nutzen diese Möglichkeiten bereits intensiv, insbesondere im First-Level-Support.

Die Vorteile liegen auf der Hand.

Die Vorteile automatisierten Service

PerspektiveVorteile
Unternehmengeringere Servicekosten, hohe Skalierbarkeit, konsistente Qualität
Kundeschnelle Antworten, 24/7-Verfügbarkeit, einfache Anliegen sofort gelöst
Service-Organisationstrukturierte Prozesse, bessere Datenbasis, höhere Transparenz
MitarbeiterEntlastung von Routineaufgaben, Fokus auf komplexe Fälle

Automatisierung ist damit ein zentraler Hebel, um Service effizienter zu gestalten. Doch genau hier liegt auch die Gefahr.

Die oft unterschätzten Grenzen der Automatisierung

In vielen Unternehmen wird Automatisierung zum Selbstzweck. Ziel ist es, möglichst viele Interaktionen ohne menschliches Eingreifen abzuwickeln.

Dabei entstehen mehrere strukturelle Nachteile.

1. Verlust von echten Kundenkontakten

Service ist häufig der wichtigste – manchmal sogar der einzige – direkte Kontaktpunkt zwischen Unternehmen und Kunde. Wenn dieser vollständig automatisiert wird, gehen persönliche Interaktionen verloren.

Damit verschwindet auch:

2. Sinkende Differenzierung

Automatisierter Service lässt sich leicht kopieren. Wenn alle Unternehmen ähnliche Bots und Prozesse einsetzen, wird Service austauschbar.

Der Wettbewerb verlagert sich dann schnell wieder auf den Preis.

3. Weniger Cross- und Upselling-Potenzial

In vielen Branchen entstehen zusätzliche Geschäftsabschlüsse im Servicekontext:

Diese Potenziale lassen sich rein automatisiert nur begrenzt nutzen.

4. Verlust von Kundenverständnis

Viele wertvolle Informationen entstehen im persönlichen Austausch. Automatisierte Systeme können Daten strukturieren – aber nicht immer interpretieren.

Das Risiko: Kundenbedürfnisse werden weniger tief verstanden.

5. „Silent Churn“

Unzufriedene Kunden äußern sich in digitalen Kanälen oft weniger. Sie brechen Interaktionen ab – oder wechseln direkt den Anbieter.

Das macht Probleme im Service schwerer sichtbar.

Zwei grundlegende Servicelogiken

In der Praxis lassen sich – ähnlich wie im Vertrieb – zwei grundlegende Ansätze beobachten.

Atomatisierter Service (Automation-first)Menschzentrierter Service (Human-first)
Standardanfragen werden automatisiert bearbeitetpersönliche Interaktion steht im Vordergrund
Prozesse sind stark strukturiert und datengetriebenindividuelle Problemlösung
hohe Geschwindigkeit und SkalierbarkeitAufbau von Vertrauen und Beziehung
geringe Kosten pro Interaktionhohe Qualität bei komplexen Anliegen
Dieser Ansatz funktioniert besonders gut bei klar standardisierbaren Anliegen.Dieser Ansatz ist insbesondere bei beratungsintensiven oder sensiblen Themen entscheidend.

Warum Extreme nicht funktionieren

Viele Unternehmen bewegen sich zu stark in eines der beiden Extreme.

Wenn Service zu stark automatisiert ist…

Wenn Service zu stark menschlich geprägt ist…

Wie Unternehmen Service optimieren

Die größte Wirkung entsteht dort, wo Automatisierung und menschlicher Service gezielt kombiniert werden.

Fünf Ansätze sind dabei besonders relevant.

1. Automatisierungspotenziale systematisch identifizieren

Nicht jede Interaktion eignet sich für Automatisierung. Unternehmen sollten klar unterscheiden zwischen:

Nur im ersten Fall entfaltet Automatisierung ihren vollen Nutzen.

2. Wert von Kunden und Situationen berücksichtigen

Nicht jede Interaktion ist gleich wichtig.

Beispiele:

In solchen Situationen ist menschlicher Service oft entscheidend, unabhängig vom Automatisierungspotenzial.

3. Service als Werttreiber verstehen

Service sollte nicht nur als Kostenfaktor betrachtet werden.

Gezielt eingesetzte menschliche Interaktion kann:

Gerade an wichtigen Touchpoints entsteht oft mehr Wert als im klassischen Vertrieb.

4. Klare Routing- und Orchestrierungslogiken etablieren

Die zentrale Frage ist nicht: „Was können wir automatisieren?“

Sondern: „Was sollten wir automatisieren – und was bewusst nicht?“

Dafür braucht es klare Entscheidungsregeln, z. B.:

5. CRM- und CX-Systeme als Steuerungszentrale nutzen

CRM-Systeme spielen eine entscheidende Rolle bei der Serviceautomatisierung, allerdings nicht nur als Dokumentationswerkzeug.

Sie ermöglichen:

Damit werden sie zur zentralen Instanz, um automatisierte und menschliche Interaktionen sinnvoll zu orchestrieren.

Drei Fragen zur Standortbestimmung

Unternehmen können ihren Service mit drei einfachen Fragen hinterfragen:

  1. Welche unserer Serviceanliegen sind standardisierbar sowie automatisierbar und welche nicht?
  2. Wissen wir, bei welchen Kunden und in welchen Situationen persönlicher Service entscheidend ist?
  3. Nutzen wir Service aktiv zur Kundenbindung und Wertschöpfung, oder ist er nur eine Kostenstelle?

Wenn mehrere dieser Fragen nicht klar beantwortet werden können, besteht meist ein erhebliches Optimierungspotenzial.

Fazit: Guter Service entsteht durch bewusste Entscheidungen

Die technologischen Möglichkeiten im Service werden weiter zunehmen. Automatisierung und KI werden in vielen Bereichen zum Standard.

Der entscheidende Unterschied liegt jedoch nicht in der Technologie.

Er liegt in der Frage, wie Unternehmen sie einsetzen.

Organisationen, die Service erfolgreich gestalten,

Damit wird Service nicht nur effizienter, sondern auch wirksamer – für Kunden und für das Unternehmen.

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Warum dieser Deal die Customer Experience nachhaltig verändert

Die Anforderungen an Customer Experience steigen und mit ihnen die Komplexität der zugrunde liegenden Systemlandschaften. Unternehmen stehen heute vor der Herausforderung, Kundeninteraktionen über zahlreiche Kanäle hinweg konsistent, effizient und zunehmend automatisiert zu steuern. CRM, Marketing, Service, Contact Center und Künstliche Intelligenz sind dabei oft getrennte Welten. Mit der Integration von Sikom in die BSI Customer Suite entsteht nun ein Ansatz, der genau diese Fragmentierung adressiert – und das Potenzial hat, die Customer Experience neu zu definieren.

Der entscheidende Schritt: Von CX-Konzepten zur operativen Steuerung

Customer Experience wird seit Jahren strategisch entlang von Customer Journeys, Touchpoints und personalisierten Angeboten gedacht. Doch in der operativen Umsetzung, insbesondere im Contact Center, entstehen häufig Brüche.

Hier entscheidet sich, ob:

Die Kombination aus der BSI Customer Suite und der Sikom Contact-Center-Plattform setzt genau an diesem Punkt an.

Sie verbindet:

Damit wird Customer Experience nicht nur geplant, sondern auch durchgängig gesteuert und umgesetzt.

KI als integraler Bestandteil der Kundeninteraktion

Ein zentraler Aspekt dieser Integration ist die Rolle von Künstlicher Intelligenz (KI). Während KI in vielen Organisationen noch punktuell eingesetzt wird, zeigt sich hier ein anderer Ansatz: AI wird direkt in die operative Kundeninteraktion eingebettet.

Das eröffnet neue Möglichkeiten:

In dieser Kombination entsteht ein System, das nicht nur reagiert, sondern aktiv lernt und sich kontinuierlich optimiert.

Mehrwert für bestehende BSI-Kunden

Für bestehende Kunden der BSI Customer Suite bedeutet dieser Schritt vor allem eines: mehr Integration bei gleichzeitig höherer Leistungsfähigkeit.

Bisher mussten insbesondere für den Voice-Kanal und komplexe Contact-Center-Szenarien zusätzliche Lösungen integriert werden. Das führte häufig zu:

Mit Sikom als Bestandteil des Ökosystems entsteht nun die Möglichkeit,
alle Kundeninteraktionen – synchron wie asynchron – auf einer Plattform zu orchestrieren.

Das reduziert nicht nur die Systemkomplexität, sondern schafft auch die Grundlage für den konsequenten Einsatz von KI im Service.

Attraktives Gesamtangebot für neue Kunden

Auch für Unternehmen, die aktuell eine CRM- und CX-Lösung evaluieren, verändert sich die Perspektive deutlich.

Die klassische Best-of-Breed-Architektur, bestehend aus separaten Systemen für CRM, Marketing, Contact Center und AI, stößt zunehmend an ihre Grenzen. Integrationsaufwand, Daten-Silos und eingeschränkte Innovationsgeschwindigkeit sind häufig die Folge.

Die Kombination aus BSI und Sikom bietet hier eine Alternative: eine integrierte Plattform für CRM, Customer Experience, Contact Center und KI.

Das ermöglicht:

Gerade für große Organisationen mit komplexen Anforderungen wird dieser Ansatz zunehmend zum entscheidenden Erfolgsfaktor.

Neue Chancen für Innovation und Transformation

Mit der Integration von Sikom entsteht nicht nur ein erweitertes Produktportfolio, sondern ein deutlich größeres Innovationspotenzial. Unternehmen können:

  1. Customer Journeys nicht nur designen, sondern operativ End-to-End steuern
  2. KI gezielt in Serviceprozesse und mit Kontext zu den CRM-Daten integrieren
  3. Omnichannel-Kommunikation konsistent orchestrieren
  4. und ihre Serviceorganisation nachhaltig transformieren

Fazit: Ein Deal mit strategischer Tragweite

Die Integration von Sikom in die BSI Software ist ein konsequenter Schritt in Richtung einer vollständig integrierten Customer-Interaction-Plattform.

Sie verbindet:

zu einem ganzheitlichen Ansatz, der Customer Experience nicht nur verspricht, sondern tatsächlich realisiert.

Für bestehende Kunden bedeutet das mehr Effizienz und Innovationskraft. Für neue Kunden entsteht eine überzeugende Alternative im CX- und CRM-Markt. Und für den Markt insgesamt setzt dieser Schritt ein klares Signal: Die Zukunft der Customer Experience liegt in der intelligenten Verbindung von Daten, Prozessen, Interaktion und Künstlicher Intelligenz.

Wie KI-Assistenz Compliance verändert und Chancen für Innovation schafft

Die regulatorische Verdichtung im Finanz- und Versicherungssektor nimmt seit Jahren spürbar zu. Neue Vorgaben wie DORA, NIS2 oder der EU AI-Act verschärfen die Anforderungen an Governance, IT, Risiko- und Kontrollsysteme kontinuierlich. Gleichzeitig steigt der Aufwand, bestehende Regelwerke fortlaufend zu interpretieren, umzusetzen und revisionssicher zu dokumentieren – bei zunehmend knappen personellen Ressourcen.

RegTech wird dabei häufig als zusätzliche Belastung wahrgenommen: mehr Monitoring, mehr Reporting, mehr Prüfzyklen. In vielen Organisationen sind Compliance-Prozesse noch stark manuell geprägt. Das erhöht die Kosten, verlängert die Durchlaufzeiten und erschwert es, mit regulatorischen Änderungen in der erforderlichen Geschwindigkeit Schritt zu halten.

Diese Entwicklung hat weitreichende Folgen: Organisation, Governance und Kostenstrukturen geraten unter Druck. Klassische, überwiegend manuelle Compliance-Ansätze stoßen angesichts wachsender Dokumentationspflichten, steigender Audit-Anforderungen und des Fachkräftemangels zunehmend an ihre Grenzen.

Gleichzeitig eröffnen sich durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz neue Möglichkeiten. KI-gestützte Verfahren können regulatorische Änderungen automatisiert erkennen, Anforderungen strukturiert ableiten und den Soll-Ist-Abgleich mit internen Dokumenten deutlich beschleunigen. So wird Compliance nicht nur effizienter und transparenter, sondern sie kann sich von der reinen Kontrollfunktion hin zu einem dynamischen Anpassungs- und Steuerungsinstrument weiterentwickeln.

Unser Whitepaper „RegTech 2026 – Wie KI-Assistenz Compliance verändert und Chancen für Innovation schafft“ zeigt,

Im Fokus stehen dabei nicht abstrakte Regulierungsdetails, sondern konkrete Ansatzpunkte für Compliance-Verantwortliche, Fachbereiche, Interne Revision und Management in Banken – inklusive einer praxisnahen Einordnung, wie der Consileon Consileon Manager Unternehmen End-to-End unterstützen kann.

MaRisk-Compliance, GenAI und zukunftsfähige Lösungen für die Finanzbranche

Am 5. Mai 2026 trifft sich die Finanzbranche in Bonn zum VÖB KI-Camp 2026. Nach der erfolgreichen Erstauflage im Vorjahr verbindet das Format erneut klassische Konferenzbestandteile mit dem offenen Austausch eines Barcamps. Genau diese Kombination macht die Veranstaltung besonders wertvoll: Fachliche Impulse von Experten treffen auf interaktive Sessions, die von den Teilnehmern selbst gewählt und gestaltet werden.

Unter dem Motto „KI trifft Expertise – innovative Lösungen für die Finanzwelt von morgen“ steht 2026 die Verbindung von technologischer Innovation und menschlichem Know-how im Mittelpunkt. Gerade für Finanzinstitute wird immer deutlicher, dass KI nicht isoliert als Technologiethema betrachtet werden darf. Entscheidend ist, wie sie in bestehende Prozesse, regulatorische Anforderungen und fachliche Entscheidungsstrukturen eingebettet wird. Genau an dieser Schnittstelle zwischen Innovation, Governance und operativer Umsetzbarkeit setzt der Austausch auf dem KI-Camp an.

Consileon ist auch dieses Jahr wieder mit dabei: Dr. Thilo Gaul, Dr. Jörg Schlösser und Sebastian Wagmann stehen für den fachlichen Austausch rund um KI, Regulatorik und konkrete Anwendungsfälle in der Finanzbranche zur Verfügung:

MaRisk mit KI effizienter prüfen und regulatorische Sicherheit stärken

Für viele Banken ist die Einhaltung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) mit erheblichem Aufwand verbunden. Die Pflege der schriftlich fixierten Ordnung, die Prüfung umfangreicher Dokumentationen und die Anpassung an neue regulatorische Anforderungen erfolgen in vielen Häusern noch immer manuell. Das bindet Ressourcen, erschwert die Nachweisführung und erhöht den Abstimmungsaufwand zwischen Fachbereichen, Compliance und Revision.

Genau hier setzt der Consileon Compliance Manager an. Die Lösung unterstützt Finanzinstitute dabei, MaRisk-relevante Dokumente KI-gestützt zu analysieren, Abweichungen transparent zu machen und Lücken systematisch zu identifizieren. So entsteht eine belastbare Grundlage für interne Prüfungen, externe Audits und die laufende Weiterentwicklung regulatorischer Dokumentationen.

In der Praxis bedeutet das: Richtlinien, Risikohandbücher und weitere relevante Unterlagen können automatisiert auf Konsistenz und MaRisk-Konformität geprüft werden. Die KI identifiziert fehlende Regelungen, Inkonsistenzen und kritische Passagen und liefert zugleich nachvollziehbare Hinweise zur Verbesserung. Die fachliche Validierung bleibt dabei bewusst beim Menschen. Auf diese Weise verbindet der Ansatz technologische Effizienz mit regulatorischer Sorgfalt und schafft eine revisionssichere, nachvollziehbare Prüfungsgrundlage.

KI, Fachlichkeit und Qualitätssicherung wirksam zusammenführen

Ein leistungsfähiger KI-Einsatz im regulatorischen Umfeld erfordert mehr als nur ein Sprachmodell. Entscheidend sind die Qualitätssicherung der Ergebnisse und die Einbettung in belastbare Prozesse. Der Consileon Compliance Manager basiert auf leistungsfähigen Large Language Models und ergänzt diese um ein Qualitätssicherungs-Framework, das die Stabilität und Kontexttreue der Ausgaben zusätzlich absichert.

Damit entsteht ein Ansatz, der nicht nur technische Automatisierung ermöglicht, sondern auch den Anforderungen an Governance, Transparenz und Verlässlichkeit gerecht wird. Gerade mit Blick auf die steigende regulatorische Relevanz von KI und die Anforderungen des EU AI-Acts wird deutlich, wie wichtig diese Kombination aus KI, Qualitätssicherung und fachlicher Kontrolle ist.

Ein konkretes Beispiel aus dem Projektkontext zeigt den Mehrwert: Wenn Institute nach regulatorischen Änderungen eine Vielzahl bestehender Richtlinien prüfen und anpassen müssen, verkürzt die KI-gestützte Voranalyse den manuellen Sichtungsaufwand erheblich. Gleichzeitig lassen sich Prüfergebnisse strukturierter dokumentieren, was die Zusammenarbeit mit Revision, Wirtschaftsprüfung und Aufsicht spürbar erleichtert.

Consileon vor Ort: Speaker und Live-Demo

Besuchen Sie Consileon beim VÖB KI-Camp 2026 in Bonn und tauschen Sie sich mit unseren Experten über aktuelle KI-Trends, regulatorische Herausforderungen und konkrete Anwendungsfälle rund um die MaRisk-Compliance aus:

Mit dem Consileon Compliance Manager zeigen wir vor Ort in einer Live-Demo anhand des Beispiels MaRisk, wie sich KI sinnvoll in bestehende Compliance- und Prüfprozesse integrieren lässt. Unser Ansatz verbindet regulatorisches Fachwissen, technologische Kompetenz und Erfahrung aus Umsetzungsprojekten in der Finanzbranche. So entstehen Lösungen, die nicht nur innovativ wirken, sondern auch im Tagesgeschäft tragfähig sind.

Außerdem gehen unsere Experten mit der Session „Effiziente Compliance mit KI: Wie KI Compliance-Prozesse wirklich automatisiert – am Beispiel MaRisk“ ins Rennen. Wir sind gespannt darauf, welche Sessions die Teilnehmer gemeinsam auf die Agenda setzen und freuen uns auf neue Impulse!

Ein Interview mit Dr. Jörg Schlösser und Sebastian Wagmann über die Entwicklung der KI-Compliance-Lösung

Regulatorische Anforderungen werden zunehmend komplexer und stellen Unternehmen vor große operative Herausforderungen. Mit dem Consileon Compliance Manager hat Consileon eine Lösung entwickelt, die weit über klassisches Monitoring hinausgeht und den gesamten Compliance-Prozess unterstützt. Doch wie ist das Produkt entstanden, und was steckt heute konkret dahinter? Darüber sprechen wir mit Dr. Jörg Schlösser, Geschäftsbereichsleiter Software Solutions, und Sebastian Wagmann, Product Owner Consileon Compliance Manager, die die Entwicklung maßgeblich geprägt haben. Im Interview geben sie Einblicke in die Vision, die Funktionen und den Mehrwert der Lösung für Unternehmen.

Herr Dr. Schlösser, Herr Wagmann, warum haben Sie sich entschieden, das „Regulatorik Radar“ umzubenennen?

Dr. Jörg Schlösser:
Der ursprüngliche Name „Regulatorik Radar“ stammt aus einer frühen Phase der Produktentwicklung. Damals lag der Fokus stark auf der Beobachtung und Analyse regulatorischer Entwicklungen, also tatsächlich auf einem „Radar“. Inzwischen hat sich das Produkt jedoch deutlich weiterentwickelt.

Sebastian Wagmann:
Heute sprechen wir von einer umfassenden Plattform, die weit über das reine Monitoring hinausgeht. Wir decken den gesamten Compliance-Prozess ab: von der Identifikation relevanter Regulatorik über die Ableitung individueller Anforderungen bis hin zur automatisierten Prüfung und zum Reporting. Der neue Name Consileon Compliance Manager trägt diesem erweiterten Anspruch Rechnung.

Was genau steckt hinter dem Consileon Compliance Manager?

Sebastian Wagmann:
Im Kern ist es eine modulare, KI-gestützte Lösung zur Bewältigung regulatorischer Anforderungen. Unternehmen stehen heute vor der Herausforderung, eine Vielzahl an Vorschriften effizient umzusetzen und gleichzeitig revisionssicher zu dokumentieren. Genau hier setzen wir an.

Dr. Jörg Schlösser:
Der Compliance Manager übernimmt dabei einen Großteil der operativen Arbeit: Er analysiert regulatorische Texte, übersetzt diese in konkrete Anforderungen für das Unternehmen und prüft automatisiert, ob bestehende Dokumente, Verträge und Prozesse diesen Anforderungen entsprechen. Das reduziert den manuellen Aufwand erheblich.

Der Einsatz von KI spielt eine zentrale Rolle – warum taucht das nicht im Namen auf?

Dr. Jörg Schlösser:
Das ist eine bewusste Entscheidung. KI ist für uns kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, das wir sehr gezielt als einen Baustein innerhalb eines umfassenderen Prozesses einsetzen. Der eigentliche Mehrwert entsteht nicht durch die Technologie allein, sondern dadurch, dass wir die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, um KI im Compliance-Umfeld überhaupt zuverlässig nutzbar zu machen – also durch strukturierte Prozesse, kuratierte regulatorische Inhalte und eine konsequente Qualitätssicherung.

Sebastian Wagmann:
Unser Fokus liegt klar auf dem Ergebnis für den Kunden. Wir kombinieren verschiedene funktionale Module, regulatorisches Wissen und den Einsatz mehrerer spezialisierter KI-Modelle zu einem durchgängigen System. Am Ende geht es nicht darum, dass irgendwo „KI“ draufsteht, sondern dass Compliance effizienter, nachvollziehbarer und qualitativ hochwertiger umgesetzt werden kann. Genau dafür steht der Name Consileon Compliance Manager.

Welche konkreten Funktionen bietet der Compliance Manager?

Sebastian Wagmann:
Die Lösung besteht aus mehreren funktionalen Modulen, die ineinandergreifen:

Dr. Jörg Schlösser:
Wichtig ist: Diese Module sind nicht isoliert, sondern Teil eines durchgängigen Prozesses. Genau das macht den Unterschied zu vielen Einzellösungen im Markt.

Für welche Branchen ist der Compliance Manager gedacht?

Dr. Jörg Schlösser:
Ursprünglich hatten wir einen starken Fokus auf die Finanzbranche, etwa mit Themen wie DORA oder MaRisk. Mittlerweile haben wir das Produkt bewusst geöffnet.

Sebastian Wagmann:
Heute adressieren wir unterschiedliche Branche: von Finanzdienstleistern über kritische Infrastrukturen bis hin zur Pharmaindustrie. Das gelingt durch unsere modulare Regulatorik-Bibliothek, die verschiedene Regelwerke wie DORA, NIS-2, MaRisk, GDP oder GMP abbildet und flexibel erweitert werden kann.

Was unterscheidet den Compliance Manager von klassischen Compliance-Tools?

Sebastian Wagmann:
Viele klassische Lösungen sind stark dokumentationsgetrieben oder unterstützen primär die Verwaltung von Anforderungen. Unser Ansatz ist ein anderer: Wir automatisieren die inhaltliche Arbeit.

Dr. Jörg Schlösser:
Das bedeutet konkret: Die Software liest und versteht regulatorische Texte sowie Unternehmensdokumente und führt eigenständig Analysen durch. Das ist ein qualitativer Sprung. Der Mensch bleibt in der Kontrolle, aber die zeitintensive Vorarbeit übernimmt die Maschine.

Wie läuft die Einführung in einem Unternehmen ab?

Sebastian Wagmann:
Wir starten mit den relevanten Regelwerken und richten das System auf die spezifischen Anforderungen des Unternehmens aus. Danach können direkt Dokumente und Verträge analysiert werden.

Dr. Jörg Schlösser:
Wichtig ist uns ein pragmatischer Ansatz: schnelle Einsatzfähigkeit, klare Ergebnisse und eine nahtlose Integration in bestehende Prozesse. Die Nutzer sollen möglichst schnell einen echten Mehrwert sehen.

Welche Rolle spielt das Thema Nachweisbarkeit gegenüber Aufsichtsbehörden?

Dr. Jörg Schlösser:
Eine zentrale Rolle. Es reicht heute nicht mehr, compliant zu sein. Man muss es auch jederzeit belegen können.

Sebastian Wagmann:
Deshalb legen wir großen Wert auf revisionssichere Dokumentation und nachvollziehbare Ergebnisse. Jede Analyse, jede Empfehlung der KI ist begründet und transparent. Das erleichtert sowohl interne Prüfungen als auch die Kommunikation mit Aufsichtsbehörden.

Zum Abschluss: Was ist Ihr Anspruch an den Consileon Compliance Manager?

Sebastian Wagmann:
Wir wollen Compliance von einer reaktiven Pflichtaufgabe zu einem steuerbaren, effizienten Prozess machen.

Dr. Jörg Schlösser:
Und vor allem: Wir wollen Fachbereiche spürbar entlasten. Wenn weniger Zeit für manuelle Prüfungen aufgewendet werden muss, entsteht Raum für die wirklich wichtigen Themen – strategische Fragestellungen und unternehmerische Entscheidungen.

Mehr Effizienz in Ihrer Compliance? Sprechen Sie mit unseren Experten.

Erfahren Sie, wie der Consileon Compliance Manager Ihre regulatorischen Prozesse automatisiert, Transparenz schafft und Fachbereiche spürbar entlastet.

Warum sich die digitale Customer Journey verschiebt

Die Digitalisierung der Automobilbranche betrifft nicht nur das Fahrzeug selbst, sondern auch die Art und Weise, wie Kunden auf neue Modelle aufmerksam werden und sich ihre Wunschfahrzeuge zusammenstellen. Immer häufiger beginnt die Fahrzeugrecherche direkt in KI-basierten Such- und Dialogsystemen, anstatt wie viele Jahre üblich auf der Hersteller-Website. Kauf- und Vergleichsfragen werden dort beantwortet, ohne dass ein Klick auf die Seite eines Herstellers (OEM = Original Equipment Manufacturer) erforderlich ist.

Diese Entwicklung hat weitreichende Folgen: Sichtbarkeit, Markenführung und Datensouveränität geraten unter Druck. Klassische Mechanismen wie organischer Traffic oder der Fahrzeugkonfigurator verlieren an Wirkung.

Gleichzeitig entsteht eine neue strategische Rolle für die OEM-Website:
Nicht mehr primär als Einstiegspunkt, sondern als Orchestrator der Customer Journey und als Single Source of Truth für Produkte, Preise, Verfügbarkeit und Marke.

Unser Whitepaper „Die OEM-Website im KI-Zeitalter: Schlüssel zur digitalen Customer Journey“ zeigt,

Im Fokus stehen dabei nicht kurzfristige Trends, sondern konkrete strategische Handlungsfelder für Marketing, IT und digitale Vertriebssysteme im Automotive-Umfeld.

Laden Sie sich unser Whitepaper herunter und erfahren Sie, wie sich die OEM-Website im KI-Zeitalter zukunftsfähig positionieren lässt.

Ein Interview mit Alexander Finke, Senior IT-Project Manager bei Consileon

Daten sind die Grundlage für Künstliche Intelligenz, Automatisierung und fundierte Managemententscheidungen. Gleichzeitig kämpfen viele Unternehmen mit Datensilos, unklaren Verantwortlichkeiten und Engpässen in der IT. Data Mesh verspricht einen grundlegenden Perspektivwechsel. Im Interview erklärt Alexander Finke, warum zentrale Datenarchitekturen oft an ihre Grenzen stoßen, was sich mit Data Mesh konkret verändert und wie Unternehmen die Transformation strukturiert angehen. 

Herr Finke, warum stoßen klassische, zentrale Datenarchitekturen heute an ihre Grenzen? 

In vielen Organisationen ist die IT oder ein zentrales Datenteam die zentrale Drehscheibe für nahezu alle Datenanfragen. Das führt zwangsläufig zu Engpässen, hier ein Beispiel:

Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten im Fachbereich und erhalten die Aufgabe, eine neue Auswertung zu erstellen. Zunächst wissen Sie nicht einmal, ob die benötigten Daten im Unternehmen existieren. Sie fragen Kollegen, telefonieren sich durch, erfahren schließlich, dass es Daten gibt – aber nicht, wer sie verantwortet. Nachdem die Zuständigkeit geklärt ist, müssen Sie bei der IT einen Zugriff beantragen. Dann stellt sich die Frage, wie Sie die Daten in Ihr Analyse-Tool bekommen. Häufig endet es in Exporten, CSV-Dateien und nicht mehr tagesaktuellen Datenständen. Und selbst wenn die Auswertung steht, weiß kaum jemand im Unternehmen davon. 

Das Problem ist weniger technologisch als strukturell: Daten werden zentral verwaltet, aber dezentral erzeugt und genutzt. Diese Diskrepanz führt zu langen Abstimmungswegen, zu Verzögerungen und zu Unklarheiten bei den Verantwortlichkeiten für die Datenqualität. 

Was macht Data Mesh anders? 

Data Mesh dreht die Perspektive um. Daten werden als eigenständige Produkte verstanden, sogenannte Data Products, die von den jeweiligen Fachdomänen verantwortet werden. Die Fachbereiche übernehmen die Hoheit über ihre Daten und definieren deren Qualität, Beschreibung und Nutzbarkeit. Die IT agiert dabei als Enabler. Sie stellt die Self-Service-Plattform bereit und schafft das technologische Fundament, auf dem Datenprodukte entwickelt, gefunden und genutzt werden können. Gleichzeitig automatisiert sie zentrale Leitplanken für Governance, Interoperabilität und Sicherheit und stellt sicher, dass gemeinsam definierte Standards eingehalten werden. 

Man kann sagen: Verantwortung dezentral, Leitplanken zentral. Dieses Zusammenspiel schafft Klarheit, Geschwindigkeit und Skalierbarkeit. 

Welche typischen Fragen stellen Unternehmen, wenn sie sich erstmals mit Data Mesh befassen? 

Viele Unternehmen fragen: Bedeutet das einen Kontrollverlust für die IT? Entsteht dadurch nicht noch mehr Komplexität? Die Antwort ist nein, wenn es richtig umgesetzt wird. Data Mesh ist kein Wildwuchs-Modell. Es braucht klare Domänenschnitte, definierte Rollen und eine föderierte Governance. Die IT setzt verbindliche Standards für Sicherheit, Compliance und Interoperabilität. Innerhalb dieser Leitplanken agieren die Fachbereiche eigenverantwortlich. 

Eine weitere häufige Frage ist, ob Data Mesh nur für sehr große Organisationen geeignet ist. Unsere Erfahrung zeigt: Der Ansatz ist skalierbar. Entscheidend ist weniger die Unternehmensgröße als vielmehr die Komplexität der Datenlandschaft und die Anzahl der beteiligten Domänen. 

Wichtig ist aber auch, ehrlich zu sein: Data Mesh skaliert langfristig deutlich besser, erfordert jedoch initial mehr Aufwand. Rollen, Verantwortlichkeiten, Datenproduktdenken und Plattformstrukturen müssen aufgebaut werden. Der Ansatz lohnt sich besonders für Unternehmen, die viele Datenquellen und Fachbereiche koordinieren müssen, KI oder Analytics breit einsetzen wollen oder bei denen zentrale Datenteams regelmäßig zum Engpass werden.  

Was verändert sich konkret für die Fachbereiche? 

Fachbereiche werden zu aktiven Datenverantwortlichen. Sie wissen am besten, wie ihre Daten entstehen, was sie bedeuten und wie sie genutzt werden. Im Data-Mesh-Modell definieren sie ihre Datenquellen bewusst als Produkte, dokumentieren sie strukturiert und stellen sie anderen Teams zur Verfügung. 

Der Unterschied zeigt sich im Alltag: Statt Hilfe bei Kollegen zu suchen oder IT-Tickets zu erstellen, greifen Mitarbeiter auf einen zentralen Datenkatalog zu. Dort finden sie das passende Datenprodukt mit Beschreibung, Qualitätsangaben, Verantwortlichen und Zugriffsregeln und können es direkt in ihrem Analysewerkzeug nutzen. Ergebnisse entstehen schneller, sind reproduzierbar und lassen sich wiederum als eigenes Datenprodukt bereitstellen. 

Warum ist Excel so beliebt und was bietet Data Mesh?

Excel ist beliebt, weil Fachbereiche damit eigenständig Lösungen entwickeln können. Data Mesh überträgt dieses Prinzip auf Unternehmensdaten, strukturiert, governancekonform und skalierbar. So sinken Abhängigkeiten, Entscheidungen werden beschleunigt und der Fachbereich wird vom Anforderungssteller zum aktiven Treiber datenbasierter Wertschöpfung. 

Und welche Rolle spielt die IT in diesem Modell? 

Die IT wird strategischer. Statt jede einzelne Datenanfrage operativ zu bedienen, konzentriert sie sich auf Plattformaufbau, Governance, Sicherheitsstandards und Architektur. Sie stellt sicher, dass Datenprodukte interoperabel sind, Compliance-Anforderungen erfüllen und unternehmensweit nutzbar bleiben. Dadurch wird die IT von vielen Routineaufgaben entlastet und kann sich auf wertschöpfende Themen wie KI-Infrastruktur oder Advanced Analytics konzentrieren. 

Welche organisatorischen Schritte sind für eine erfolgreiche Einführung entscheidend? 

Der Übergang zu Data Mesh ist kein reines IT-Projekt. Er betrifft Organisation, Rollenverständnis und Zusammenarbeit. Zunächst müssen Domänen klar identifiziert und Verantwortlichkeiten definiert werden. Das bedeutet: Es braucht ein neues Rollenverständnis in den Fachbereichen sowie klare Zuständigkeiten für Datenprodukte. Dieser organisatorische Wandel ist der entscheidende Hebel für den Erfolg. Parallel wird eine technische Plattform aufgebaut, die Self-Service, Suche und Datennutzung ermöglicht und schrittweise an die spezifischen Anforderungen des Unternehmens angepasst wird. Die Datenquellen werden sukzessive angebunden. Gleichzeitig werden Governance-Regeln festgelegt, die zentral vorgegeben und dezentral umgesetzt werden. 

Wir empfehlen einen schrittweisen Transformationsansatz mit Pilotdomänen. So entstehen erste Datenprodukte unter realen Bedingungen, während Organisation und Technologie sich synchron entwickeln und der Einstieg in die dezentrale Datenwelt kontrollierbar bleibt.

Was ist Ihrer Meinung nach der größte Nutzen? 

Mich motiviert an Data Mesh insbesondere, dass Menschen wieder selbstbestimmter mit Daten arbeiten können. In vielen Unternehmen sehe ich hochqualifizierte Mitarbeiter, die unnötig Zeit in Abstimmungen und Warteprozessen verlieren. Wenn Fachbereiche eigenständig handeln können, werden Projekte schneller, Entscheidungen fundierter und die tägliche Arbeit deutlich befriedigender. Für mich geht es nicht nur um Architektur, sondern auch darum, produktives Arbeiten zu ermöglichen. 

Welche Rolle spielt Data Mesh im Kontext von KI? 

KI lebt nicht nur von zugänglichen und qualitativ hochwertigen Daten, sondern vor allem vom richtigen Kontext. Modelle liefern besonders gute Ergebnisse, wenn sie verstehen, was Daten bedeuten, wie sie entstanden sind und in welchem fachlichen Zusammenhang sie stehen. Genau hier liegt in vielen Unternehmen das Problem: Daten sind zwar technisch verfügbar, aber ihr fachlicher Kontext ist weder sauber dokumentiert noch eindeutig verantwortet. Besonders bei KI-Anwendungen, die direkt auf Rohdaten arbeiten oder automatisierte Auswertungen erzeugen sollen, fehlt häufig genau dieses Domänenwissen. 

Data Mesh schafft hier eine wichtige Grundlage. Wenn Daten als klar definierte Datenprodukte vorliegen, inklusive Beschreibung, Qualitätssicherung, Verantwortlichkeit und fachlicher Einordnung, wird dieser Kontext systematisch mitgeliefert. Dadurch können KI-Modelle deutlich präziser arbeiten, konkrete Fragen korrekt beantworten und belastbare, automatisierte Analysen erzeugen. KI-Initiativen werden so nicht nur technisch möglich, sondern auch fachlich fundiert und organisatorisch tragfähig. 

Data Mesh mit Consileon: Von der Standortbestimmung bis zur Transformation 

Consileon begleitet Unternehmen bei der Einführung von Data Mesh strategisch, technologisch und organisatorisch. Von der Analyse bestehender Datenarchitekturen über die Definition von Domänen und Governance-Modellen bis hin zur technischen Plattformintegration entsteht eine zukunftsfähige Datenorganisation mit klaren Verantwortlichkeiten und hoher Skalierbarkeit. 

Zwischen Effizienz, Manipulation und neuen Möglichkeiten

Künstliche Intelligenz kann längst mehr als Texte schreiben oder Bilder generieren. Eine der rasantesten Entwicklungen findet derzeit im Bereich Voice AI statt, also der Fähigkeit von KI-Systemen, Stimmen zu erzeugen, zu imitieren oder eigenständig Gespräche zu führen. Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction klang, ist heute technisch erstaunlich ausgereift.

In der neusten Folge des Consileon-Podcast „Am Puls der Zeit – Mobilität im Wandel“ diskutieren Moritz Hollenbeck, Senior Software Engineer, und Carl Limburg, Senior Consultant im Automotive-Geschäftsbereich, die Chancen und Risiken dieser Technologie.

„Ich finde, an diesem Beispiel kann man sehr gut erkennen, wie weit entwickelt die KI bereits ist, speziell wenn es um die Generierung von Stimmen geht“, sagt Moritz über ein Experiment aus der Podcastfolge, in dem mehrere Stimmen vorgespielt wurden, alle KI-generiert.

Stimmenklone, Betrug und neue Herausforderungen

Eine der überraschendsten Erkenntnisse: Für einen einfachen Stimmenklon reichen heute bereits wenige Sekunden Audiomaterial einer echten Stimme. Mit mehr Aufnahmen lassen sich Intonation, Tempo und Sprachstil immer präziser nachbilden. Das eröffnet neue Möglichkeiten, etwa für digitale Assistenten oder automatisierte Hotlines. Gleichzeitig entstehen neue Risiken: Voice AI kann auch für Betrugsversuche oder politische Manipulation eingesetzt werden.

Ein Beispiel aus den USA zeigt, wie real diese Szenarien bereits sind. Bei einer Vorwahl wurden Wähler per automatisiertem Anruf kontaktiert, mit einer Stimme, die US-Präsident Joe Biden imitierte und sie vom Wählen abhalten sollte. Die Diskussion im Podcast zeigt, dass technisch bereits vieles möglich ist. Entscheidend wird künftig sein, wie wir gesellschaftlich und organisatorisch damit umgehen.

Mehr als Risiko: Wo Voice AI echten Mehrwert schafft

Neben den Risiken bietet Voice AI auch enormes Potenzial. Besonders im Customer Service können KI-gestützte Sprachassistenten viele einfache Anfragen automatisiert bearbeiten, rund um die Uhr erreichbar sein und mehrere Gespräche parallel führen. Für Unternehmen bedeutet das schnellere Reaktionszeiten und effizientere Prozesse; für Kunden eine deutlich bessere Erreichbarkeit.

Doch die Entwicklung geht noch weiter. Immer häufiger übernehmen persönliche KI-Assistenten die Kommunikation im Namen von Menschen: Sie recherchieren Informationen, vergleichen Angebote oder organisieren Termine. Damit entsteht ein neues Interaktionsmodell, in dem nicht nur Menschen mit Unternehmen sprechen, sondern auch mit deren digitalen Stellvertretern. Diese Entwicklung wird zunehmend als Agent Relationship Management (ARM) beschrieben – eine Weiterentwicklung klassischer CRM-Ansätze. Unternehmen kommunizieren dabei nicht mehr ausschließlich mit dem Kunden selbst, sondern auch mit dessen KI-Assistenten, die Informationen filtern, Entscheidungen vorbereiten oder automatisiert Anfragen stellen.

Voice AI spielt dabei eine zentrale Rolle: Sie ermöglicht natürliche, sprachbasierte Interaktionen zwischen Menschen, Unternehmen und digitalen Agenten. In Zukunft könnten viele einfache Serviceprozesse daher nicht mehr nur von Mensch zu Mensch oder von Mensch zu Maschine ablaufen, sondern auch von KI zu KI. Ferner eröffnet die Technologie neue Möglichkeiten im Alltag, etwa beim Zugang zu Informationen, bei Übersetzungen oder als Unterstützung für Menschen, die digitale Technologien bisher nur eingeschränkt nutzen können.

KI verstehen lernen: Der Consileon KI-Führerschein

Die Beispiele aus der Podcastfolge zeigen auch, wie wichtig KI-Kompetenz in Unternehmen wird. Viele Mitarbeiter erleben KI noch als abstraktes Schlagwort. Gleichzeitig entstehen neue Fragen zur Sicherheit, zur Regulierung und zur praktischen Nutzung.

Genau hier setzt der Consileon KI-Führerschein an. Das praxisnahe Training zeigt Teams, wie KI konkret im Arbeitsalltag eingesetzt werden kann – vom eigenen Chatbot über automatisierte Workflows bis hin zu kreativen Anwendungen. Statt Theorie steht dabei Learning-by-Doing im Mittelpunkt. Ziel ist es, Berührungsängste abzubauen und eine neue Denkweise zu fördern: KI nicht als Bedrohung, sondern als Werkzeug zur Lösung konkreter Aufgaben zu verstehen.

Fazit: Technologie verstehen statt fürchten

Voice AI zeigt eindrucksvoll, wie schnell sich KI weiterentwickelt und wie stark sie unsere Kommunikation verändern kann. Die entscheidende Frage ist daher nicht, ob diese Technologien kommen, sondern wie wir lernen, sinnvoll und verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen.

Mehr Einblicke, Beispiele und Diskussionen zum Thema Voice AI hören Sie in der aktuellen Podcastfolge „KI oder nicht KI, das ist hier die Frage

Warum Krankenhäuser jetzt handeln müssen und wie KI unterstützen kann

Die fortschreitende Digitalisierung im Gesundheitswesen erhöht nicht nur Effizienz und Versorgungsqualität, sondern auch die Abhängigkeit von stabilen und sicheren IT-Systemen. Gleichzeitig geraten Krankenhäuser zunehmend ins Visier professioneller Cyberkriminalität. Angriffe auf kritische Infrastrukturen treffen auf eine minimale Ausfalltoleranz im laufenden Betrieb und haben im Ernstfall unmittelbare Auswirkungen auf die Patientensicherheit.

Mit der NIS2-Richtlinie reagiert der Gesetzgeber auf diese Entwicklung und verschärft die regulatorischen Anforderungen deutlich. Der bisherige selektive KRITIS-Ansatz entfällt. Künftig ist nicht mehr die Zahl der Behandlungsfälle entscheidend, sondern die Unternehmensgröße. Damit fallen nahezu alle Krankenhäuser in den Anwendungsbereich der NIS2-Regulierung – verbunden mit dauerhaften Pflichten, hohen Anforderungen an Dokumentation und Meldefähigkeit sowie einer persönlichen Haftung der Geschäftsführung.

Diese Entwicklung hat weitreichende Folgen: Organisation, Governance und Kostenstrukturen geraten unter Druck. Klassische, überwiegend manuelle Compliance-Ansätze stoßen angesichts begrenzter personeller Ressourcen, wachsender Dokumentationspflichten und steigender Audit-Anforderungen an ihre Grenzen.

Gleichzeitig eröffnen sich neue Möglichkeiten durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. KI-gestützte Analyse- und Auditverfahren ermöglichen erstmals eine systematische, konsistente und nachvollziehbare Bewertung regulatorischer Anforderungen sowie vorhandener Dokumentation und schaffen damit Transparenz und Steuerbarkeit.

Unser Whitepaper „IT-Sicherheit im Krankenhausbetrieb – NIS2-Vorgaben und KI als Lösung“ zeigt,

Im Fokus stehen dabei nicht abstrakte Regulierungsdetails, sondern konkrete strategische Handlungsfelder für Geschäftsführung, IT, Informationssicherheit und Compliance im Krankenhausumfeld.

Laden Sie sich unser Whitepaper herunter und erfahren Sie, wie Krankenhäuser NIS2 als Anlass nutzen können, IT-Sicherheit strukturiert, steuerbar und patientensicher aufzustellen.