Wie Krankenhäuser den Strukturwandel strategisch gestalten können

Die Einführung sektorenübergreifender Versorger (SüV) gehört zu den zentralen Elementen der aktuellen Krankenhausreform in Deutschland. Ziel dieser neuen Versorgungsform ist es, die bislang stark getrennten Sektoren der ambulanten und stationären Versorgung stärker zu verzahnen und gleichzeitig die Versorgungssituation v. a. in ländlichen Regionen zu verbessern.

Für viele Krankenhäuser, insbesondere kleinere Häuser der Grundversorgung in kommunaler Trägerschaft, bedeutet das einen grundlegenden strukturellen Wandel. Mit der Einführung von Leistungsgruppen, neuen Qualitätsanforderungen und sektorenübergreifenden Versorgungsstrukturen müssen Krankenhausträger ihre strategische Position im regionalen Versorgungssystem neu definieren.

In vielen Regionen wird die Frage zunehmend konkret: Soll ein Krankenhaus künftig weiterhin stationäre Leistungen erbringen, sich stärker spezialisieren oder möglicherweise zu einem sektorenübergreifenden Versorger weiterentwickeln?

Parallel dazu entstehen neue Planungs- und Förderinstrumente. Krankenhäuser müssen Leistungsgruppen beantragen, ihre Rolle im Krankenhausplan der Länder definieren und Investitionsprojekte, etwa für die Transformation zu sektorenübergreifenden Versorgern, gegenüber den Landesbehörden darstellen. Förderprogramme wie der Transformationsfonds mit einem Gesamtvolumen von 50 Mrd. Euro für die nächsten zehn Jahre (5 Mrd. Euro/Jahr) können diese Veränderungen finanziell unterstützen.

Im folgenden Interview spricht Dr. med. Michael Ullmann, Geschäftsbereichsleiter Healthcare bei Consileon, über die Rolle sektorenübergreifender Versorger im Rahmen der Krankenhausreform, den wachsenden Handlungsdruck für Krankenhäuser sowie darüber, wie Einrichtungen den Transformationsprozess strategisch und strukturiert gestalten können.

Interview zur Rolle von sektorenübergreifenden Versorgern sowie verbundenen Chancen und Risiken für Krankenhäuser

Herr Dr. Ullmann, welche Rolle spielen sektorenübergreifende Versorger in der aktuellen Krankenhausreform?

Sektorenübergreifende Versorger, kurz SüV, sind ein wesentlicher Bestandteil der strukturellen Neuausrichtung der Krankenhausversorgung in Deutschland. Auf dem Weg zur integrierten Gesundheitsversorgung kommt ihnen eine Schlüsselrolle zu: Sie sollen dazu beitragen, die bislang sehr starre Trennung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung aufzubrechen und v. a. die Versorgung in ländlichen Regionen sicherzustellen.

Viele medizinische Leistungen, die heute noch stationär erbracht werden, könnten künftig ambulant oder in hybriden Versorgungsformen erfolgen. Hier setzen sektorenübergreifende Versorger (SÜV) an: Sie kombinieren ambulante Versorgung, kurzstationäre Behandlung und teilweise auch pflegerische Leistungen innerhalb einer Einrichtung.

Vor allem für kleinere Krankenhäuser kann die Transformation zu einem sektorenübergreifenden Versorger eine strategische Option sein, um weiterhin eine wichtige Rolle in der regionalen Versorgung zu spielen.

Welche Häuser sind von dieser Entwicklung besonders betroffen?

Vor allem kleinere Krankenhäuser der Grundversorgung stehen vor grundlegenden strategischen Entscheidungen. Die Reform setzt stark auf Spezialisierung und Qualitätssicherung über sogenannte Leistungsgruppen.

Krankenhäuser müssen künftig sehr genau nachweisen, dass sie die strukturellen Voraussetzungen und Mindestfallzahlen für bestimmte Leistungen erfüllen. In vielen Fällen wird es deshalb nicht mehr möglich sein, ein sehr breites stationäres Leistungsspektrum vorzuhalten.

Hier kommen sektorenübergreifende Versorger ins Spiel. Sie ermöglichen es, medizinische Leistungen weiterhin wohnortnah anzubieten, ohne dass ein vollständiger stationärer Krankenhausbetrieb erforderlich ist.

Für manche Standorte kann daher die Umwandlung in eine sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung, z. B. in ein regionales Gesundheitszentrum, eine sinnvolle Perspektive sein.

Wie können Krankenhäuser prüfen, ob die Transformation in einen sektorenübergreifenden Versorger eine Option ist?

Der erste Schritt ist immer eine fundierte Bestandsaufnahme. Krankenhäuser müssen analysieren, welche Leistungen sie heute erbringen und wie diese künftig in das System der Leistungsgruppen einzuordnen sind. Dabei betrachten wir unter anderem:

Auf dieser Basis kann bewertet werden, welche Leistungen künftig realistisch erbracht werden können und ob etwa die Transformation zu einem sektorenübergreifenden Versorger sinnvoll wäre.

Wie entwickelt man daraus eine Strategie?

Nach der Bestandsaufnahme geht es darum, ein realistisches Zielbild für den Standort zu entwickeln. Dabei stellen sich zentrale Fragen:

Gerade im Zusammenspiel mit der regionalen Krankenhausplanung ist diese strategische Positionierung entscheidend. Selbstverständlich unterstützen wir die Entscheider in Krankenhäusern sowohl bei der Bestandsaufnahme als auch bei der Strategieentwicklung.

Welche Rolle spielt der Transformationsfond?

Der Transformationsfonds soll Investitionen fördern, die im Zuge der Krankenhausreform notwendig werden. Dazu wurden vom Gesetzgeber insgesamt acht Fördertatbestände geschaffen, beispielsweise für notwendige Neubauten, neue Versorgungsstrukturen oder die Entwicklung neuer Versorgungseinrichtungen.

Auch Projekte zur Etablierung sektorenübergreifender Versorger können grundsätzlich förderfähig sein. Voraussetzung ist allerdings ein überzeugendes Konzept, das sowohl medizinisch als auch strukturell nachvollziehbar ist.

Krankenhäuser müssen darlegen, wie ihr Vorhaben die regionale Versorgung verbessert und in die Krankenhausplanung des jeweiligen Bundeslandes passt.

Das Ganze neben dem operativen Krankenhausbetrieb strategisch und planerisch sauber aufzusetzen, ist eine Herkulesaufgabe. Wir bieten unsere Expertise an, um Risiken und Handlungsbedarfe rechtzeitig zu erkennen, aber auch die Chancen und Potenziale der Krankenhausreform zu nutzen.

Was passiert, wenn ein Krankenhaus sich strategisch neu ausrichtet?

Die eigentliche Herausforderung beginnt häufig erst nach der strategischen Entscheidung. Die Transformation eines Krankenhauses,  etwa in Richtung eines sektorenübergreifenden Versorgers, betrifft viele Bereiche gleichzeitig. Dazu gehören beispielsweise:

Gerade solche Transformationsprozesse erfordern eine strukturierte Projektsteuerung.

Wie unterstützt Consileon Krankenhäuser in dieser Phase?

Wir begleiten Krankenhäuser sowohl strategisch als auch operativ. Dazu gehört beispielsweise:

Gerade wenn es um die Entwicklung sektorenübergreifender Versorger geht, müssen medizinische, organisatorische und wirtschaftliche Aspekte eng miteinander verzahnt werden.

Was sollten Krankenhausverantwortliche jetzt tun?

Die Krankenhausreform verändert die Rahmenbedingungen für viele Einrichtungen grundlegend. Gerade für kleinere Krankenhäuser ist es wichtig, frühzeitig eine strategische Position zu definieren.

Die Entwicklung sektorenübergreifender Versorger kann in vielen Regionen eine wichtige Rolle spielen, um die wohnortnahe Versorgung zu sichern und gleichzeitig den steigenden Qualitätsanforderungen gerecht zu werden.

Krankenhäuser, die frühzeitig ihre Optionen analysieren und ein klares Zielbild entwickeln, haben deutlich bessere Chancen, diesen Transformationsprozess aktiv zu gestalten.

Beratungsangebot und Transformationsfonds nutzen

Die Krankenhausreform wird die Versorgungslandschaft in Deutschland nachhaltig verändern. Für viele Krankenhäuser bedeutet dies tiefgreifende Anpassungen, aber auch die Chance, ihre Rolle in der regionalen Gesundheitsversorgung neu zu definieren. Entscheidend ist, den Transformationsprozess strategisch zu planen und konsequent umzusetzen. Consileon unterstützt Krankenhäuser dabei, diesen Weg strukturiert und zukunftsorientiert zu gestalten.

NIS2, KRITIS und B3S im Zusammenspiel

Krankenhäuser stehen heute vor steigenden Anforderungen an Informationssicherheit, Datenschutz und stabile IT‑Versorgung. Mehrere Regelwerke greifen dabei ineinander. Wichtig ist vor allem zu verstehen, dass sie sich ergänzen und nicht gegenseitig ersetzen. 

Ein ISMS als organisatorische Grundlage

Ein Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) nach ISO 27001 bildet meist die Grundlage. Es sorgt dafür, dass Krankenhäuser systematisch mit Risiken für ihre IT und Daten umgehen, klare Verantwortlichkeiten definieren und Sicherheitsmaßnahmen dauerhaft steuern. Dadurch wird Informationssicherheit planbar und nachvollziehbar, ähnlich wie Qualitätsmanagement in der medizinischen Versorgung. 

Regulatorische Anforderungen durch NIS2 und KRITIS

Die europäische NIS2‑Richtlinie verpflichtet viele Gesundheitseinrichtungen zusätzlich zu konkreten Cybersicherheitsmaßnahmen, Risikoanalysen und Meldepflichten bei Sicherheitsvorfällen. Ziel ist es, die Funktionsfähigkeit wichtiger gesellschaftlicher Einrichtungen, darunter Krankenhäuser, besser zu schützen. 

In Deutschland betrifft das insbesondere Krankenhäuser, die als Kritische Infrastruktur (KRITIS) gelten. Diese müssen gegenüber dem Staat nachweisen, dass ihre IT‑Systeme angemessen abgesichert sind, damit die Patientenversorgung auch bei Störungen möglichst stabil bleibt. 

B3S – Sicherheitsanforderungen für Krankenhäuser

Hier kommt der sogenannte B3S‑Standard ins Spiel. Der „Branchenspezifische Sicherheitsstandard“ für Krankenhäuser beschreibt konkret, welche Sicherheitsmaßnahmen im Klinikbetrieb als angemessen gelten. Er übersetzt allgemeine Sicherheitsanforderungen in die Praxis von medizinischen Einrichtungen, etwa im Umgang mit Medizintechnik, klinischen IT‑Systemen oder Notfallprozessen. 

Kurz gesagt: Ein ISMS schafft die organisatorische Grundlage für Informationssicherheit. NIS2 und KRITIS definieren gesetzliche Anforderungen. Der B3S konkretisiert diese speziell für Krankenhäuser. 

Zusammen helfen diese Regelwerke, Patientendaten zu schützen, Ausfälle zu vermeiden und die digitale Zukunft des Gesundheitswesens sicher zu gestalten. 

Informationssicherheit strategisch verankern

Wir unterstützen Krankenhäuser dabei, Informationssicherheits‑ und Governance‑Strukturen praxisnah aufzubauen – von der Einführung eines ISMS über die Vorbereitung auf B3S‑ und regulatorische Anforderungen bis hin zur strategischen Einbindung neuer Technologien wie Künstlicher Intelligenz. Unser Fokus liegt auf umsetzbaren Lösungen, Management‑Orientierung und nachhaltiger organisatorischer Verankerung. 

Wenn Sie Ihre Einrichtung sicher und zukunftsfähig aufstellen möchten, sprechen Sie uns gerne an. 

Ein Interview mit Dr. Michael Ullmann, Geschäftsbereichsleiter Healthcare bei Consileon

Mit der NIS2-Richtlinie rücken IT-Sicherheit und Cyberresilienz endgültig in den Fokus des Gesundheitswesens. Krankenhäuser stehen vor der Herausforderung, umfassende Anforderungen umzusetzen: dauerhaft, sanktionsbewehrt und unter hoher Verantwortung der Geschäftsführung. Dr. Michael Ullmann erläutert im Interview, warum NIS2 keinen Aufschub mehr duldet, wie Künstliche Intelligenz die Umsetzung unterstützen kann und was jetzt zu tun ist.

Herr Dr. Ullmann, was verändert sich durch NIS2 für Krankenhäuser?

Kurz gesagt: fast alles. Die Zeiten selektiver Regulierung sind vorbei. Mit NIS2 sind nahezu alle Krankenhäuser in Deutschland betroffen, unabhängig von Bettenzahl oder KRITIS-Einstufung. Entscheidend ist künftig die Unternehmensgröße, also insbesondere die Anzahl der Mitarbeiter. Das bedeutet: Cybersicherheit wird zur verpflichtenden Daueraufgabe. Die Geschäftsleitung trägt die Verantwortung persönlich und kann sie nicht delegieren.

Was genau fordert NIS2 von den Einrichtungen?

Es geht nicht nur um technische Schutzmaßnahmen, sondern um ein umfassendes Sicherheits- und Governance-Framework. Dazu zählen unter anderem Risikobewertungen, Business-Continuity-Konzepte, Meldepflichten bei Vorfällen, Absicherung der Lieferketten, kontinuierliche Schulungen und vor allem: eine lückenlose Dokumentation. Krankenhäuser müssen jederzeit nachweisen können, dass sie compliant sind, auch ohne konkreten Vorfall.

Warum ist das für viele Häuser so schwer umsetzbar?

Weil der Aufwand enorm ist. Die initialen Kosten nur für die Umsetzung der B3S-Richtlinien liegen laut Studien im ersten Jahr der Umsetzung schon bei bis zu zwei Millionen Euro pro Krankenhaus. Die NIS-2-Umsetzung wird geschätzt noch teurer werden. Hinzu kommen laufende Aufwände, personelle Engpässe und fehlende Erfahrung mit regulatorischen Anforderungen auf diesem Niveau. Klassische, meist manuelle Ansätze stoßen da schnell an Grenzen: Sie sind nicht skalierbar, nicht wirtschaftlich und liefern der Führungsebene kaum verwertbare Steuerungsgrundlagen.

Wie kann KI hier konkret helfen?

KI-gestützte Systeme ermöglichen erstmals eine strukturierte, konsistente und reproduzierbare Auswertung regulatorischer Anforderungen. Konkret heißt das: Wir können große Mengen an Richtlinien, SOPs, Risikoanalysen oder Vertragsdokumenten automatisch analysieren, mit den Anforderungen aus NIS2 abgleichen und aufzeigen, wo Lücken bestehen. Damit schaffen wir Transparenz, reduzieren den manuellen Aufwand und liefern eine belastbare Grundlage für Entscheidungen.

Können Sie ein Beispiel nennen?

Ja – unser „Regulatorik-Radar“ ist genau dafür entwickelt worden. Es handelt sich um eine KI-gestützte Lösung, die auf Basis eines mehrstufigen Agentenansatzes regulatorische Anforderungen mit vorliegenden Krankenhausdokumenten abgleicht. Die Ergebnisse sind nachvollziehbar begründet, referenzieren direkt auf relevante Stellen in den Dokumenten und unterstützen bei Reporting, Audit-Vorbereitung und Priorisierung. Der Mensch bleibt im Loop, aber er wird entlastet und besser informiert.

Welche Vorteile bringt das für Krankenhäuser?

Ganz konkret: weniger Abhängigkeit von externen Beratungsleistungen, geringerer interner Aufwand, mehr Sicherheit bei Auditvorbereitungen und die Möglichkeit, Compliance als steuerbaren Prozess zu etablieren. Vorstände und Geschäftsführungen erhalten endlich einen Überblick über Umsetzungsstand und Risiken und können gezielt handeln, statt nur zu reagieren. In Zeiten knapper Ressourcen und wachsender Anforderungen ist das ein echter Hebel.

Was empfehlen Sie Einrichtungen, die noch ganz am Anfang stehen?

Bloß nicht warten. Jetzt ist der Zeitpunkt, strukturiert zu starten. Viele Häuser unterschätzen, wie schnell die Meldepflichten greifen und welche persönlichen Haftungsrisiken bestehen. Mit gezielter Beratung und der richtigen technologischen Unterstützung lässt sich der Weg zur Compliance deutlich effizienter und sicherer gestalten. Unsere Empfehlung: Betroffenheit klären, Umsetzungsstand analysieren, Lücken identifizieren und mit Augenmaß handeln.

NIS2-Compliance mit Consileon: strukturiert, effizient, KI-gestützt

Consileon unterstützt Krankenhäuser bei der Umsetzung von NIS2 mit regulatorischer Fachkompetenz, fundierter Erfahrung im Krankenhaussektor und modernster KI-Technologie. Das Regulatorik-Radar bietet eine skalierbare Lösung zur Analyse, Dokumentation und Steuerung aller relevanten Anforderungen.

Warum Krankenhäuser jetzt handeln müssen und wie KI unterstützen kann

Die fortschreitende Digitalisierung im Gesundheitswesen erhöht nicht nur Effizienz und Versorgungsqualität, sondern auch die Abhängigkeit von stabilen und sicheren IT-Systemen. Gleichzeitig geraten Krankenhäuser zunehmend ins Visier professioneller Cyberkriminalität. Angriffe auf kritische Infrastrukturen treffen auf eine minimale Ausfalltoleranz im laufenden Betrieb und haben im Ernstfall unmittelbare Auswirkungen auf die Patientensicherheit.

Mit der NIS2-Richtlinie reagiert der Gesetzgeber auf diese Entwicklung und verschärft die regulatorischen Anforderungen deutlich. Der bisherige selektive KRITIS-Ansatz entfällt. Künftig ist nicht mehr die Zahl der Behandlungsfälle entscheidend, sondern die Unternehmensgröße. Damit fallen nahezu alle Krankenhäuser in den Anwendungsbereich der NIS2-Regulierung – verbunden mit dauerhaften Pflichten, hohen Anforderungen an Dokumentation und Meldefähigkeit sowie einer persönlichen Haftung der Geschäftsführung.

Diese Entwicklung hat weitreichende Folgen: Organisation, Governance und Kostenstrukturen geraten unter Druck. Klassische, überwiegend manuelle Compliance-Ansätze stoßen angesichts begrenzter personeller Ressourcen, wachsender Dokumentationspflichten und steigender Audit-Anforderungen an ihre Grenzen.

Gleichzeitig eröffnen sich neue Möglichkeiten durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. KI-gestützte Analyse- und Auditverfahren ermöglichen erstmals eine systematische, konsistente und nachvollziehbare Bewertung regulatorischer Anforderungen sowie vorhandener Dokumentation und schaffen damit Transparenz und Steuerbarkeit.

Unser Whitepaper „IT-Sicherheit im Krankenhausbetrieb – NIS2-Vorgaben und KI als Lösung“ zeigt,

Im Fokus stehen dabei nicht abstrakte Regulierungsdetails, sondern konkrete strategische Handlungsfelder für Geschäftsführung, IT, Informationssicherheit und Compliance im Krankenhausumfeld.

Laden Sie sich unser Whitepaper herunter und erfahren Sie, wie Krankenhäuser NIS2 als Anlass nutzen können, IT-Sicherheit strukturiert, steuerbar und patientensicher aufzustellen.

Bundesweite Studie schafft bald Transparenz für das Klinik-Fundraising

Mit dem Krankenhaus-Fundraising-Report 2026 entsteht erstmals ein detaillierter Überblick über Strukturen, Erfolgsfaktoren und Herausforderungen des Fundraisings in deutschen Krankenhäusern. Die Studie wird von Consileon gemeinsam mit dem Institut für Gesundheit und Soziales der FOM Hochschule sowie der Fundraising Akademie durchgeführt. Die Erhebung für den Report 2026 wurde bereits gestartet.

Sie basiert auf einer bundesweiten Befragung aller rund 1.800 Krankenhäuser und wird künftig regelmäßig erscheinen. Damit legt die Studie den Grundstein für einen neuen Daten- und Orientierungsrahmen im Gesundheitswesen, indem sie die Bedeutung und Strukturen des Fundraising für Krankenhäuser evaluiert.

Beschaffung privater Fördermittel

Die Umfrage beleuchtet eine Entwicklung, die viele Kliniken bereits spüren: Die Anforderungen steigen, während öffentliche Zuschüsse zurückgehen und Investitionen für Neubauten, Modernisierungen oder Innovationszentren umfangreicher werden. Fundraising gewinnt damit strategischen Charakter. Oft fehlt es jedoch an klaren Strukturen, emotional überzeugenden Leitideen oder professionellen Netzwerken, um Förderer systematisch anzusprechen.

Consileons Expertise für nachhaltiges Klinik-Fundraising

Consileon unterstützt Krankenhäuser dabei, das Potenzial privater Fördermittel zu erschließen. Die Beratung kombiniert medizinische Expertise, strategische Kompetenz und ein praxiserprobtes Fundraising-Modell.

Zum Leistungsportfolio gehören unter anderem:

Durch diese integrierte Vorgehensweise entsteht eine Fundraising-Kultur, die zur langfristigen Zukunftssicherung der Kliniken beiträgt.

Bedeutung der Studie für das Gesundheitswesen

Der Krankenhaus-Fundraising-Report wird 2026 veröffentlicht. Die Ergebnisse sollen Kliniken künftig als Orientierung dienen. Sie zeigen, welche Faktoren die erfolgreiche Mittelakquise unterstützen und welche Strukturen im deutschen Gesundheitswesen weiterentwickelt werden müssen. Damit leistet die Studie einen Beitrag zur Stärkung der Investitionsfähigkeit und Innovationskraft der Krankenhäuser.

Wie KI-Agenten den Klinikalltag revolutionieren

Der Druck auf Krankenhäuser wächst: Fachkräftemangel, steigende Kosten und komplexe Regularien bremsen den Alltag in Medizin und Verwaltung. Gleichzeitig steckt in vorhandenen Daten und Prozessen enormes Potenzial, wenn man sie intelligent nutzt. Während viele Einrichtungen noch über den Einsatz von KI-Agenten nachdenken, erzielen erste Kliniken bereits messbare Vorteile – von effizienterer Dokumentation bis zu präziserer OP-Planung. Wer jetzt handelt, sichert sich einen strategischen Vorsprung.

Multi-Agenten-RAG-Systeme für Krankenhäuser

Consileon setzt auf Multi-Agenten-RAG-Systeme, um KI in Krankenhäusern nutzbar zu machen. KI-Agenten helfen Krankenhäusern, Universitätskliniken und Klinikverbünden dabei, datenbasierte Entscheidungen zu treffen, operative Kosten zu senken, Qualität und Transparenz zu steigern sowie regulatorische Veränderungen als Innovationsmotor zu nutzen. Lesen Sie in unserem aktuellen Whitepaper, wie Multi-Agenten-RAG-Systeme in realen Klinikprojekten eingesetzt werden – von der Optimierung logistischer Abläufe bis zur Forschung.

Consileon als Partner für Krankenhäuser

Consileon bietet ganzheitliche Prozessberatung für Krankenhäuser und verfügt über tiefes medizinisches und technologisches Verständnis. Gemeinsam entwickeln wir KI-Lösungen, die einen unmittelbaren Nutzen für Ihren Klinikalltag bringen:

  1. Entlastung und Effizienzsteigerung: Wir helfen Ihnen, Prozesse zu identifizieren, die sich durch KI-Automatisierung am schnellsten amortisieren – etwa bei Dokumentation, Abrechnung oder Dienstplanung. Das Ergebnis: mehr Zeit für Ihre Patienten, weniger Aufwand für Routinen.
  2. Sicherheit und Compliance: Unsere Lösungen berücksichtigen alle relevanten Vorgaben, von DSGVO über NIS2 bis zum Digital-Gesetz. Sie profitieren von rechtskonformer KI-Nutzung und automatisierten Prüfprozessen, die Risiken minimieren.
  3. Wissen nutzbar machen: Mit Multi-Agenten-RAG-Systemen wird Wissen zur Ressource. Consileon integriert Ihr internes Know-how mit externen Leitlinien und Studien, sodass medizinische Entscheidungen schneller, fundierter und nachvollziehbarer getroffen werden können.
  4. Nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit: Wir denken weiter als nur Proof of Concept: Durch modulare Architekturen und gezielte Schulungen befähigen wir Ihr Haus, KI langfristig selbstständig zu nutzen und zu erweitern.

Zukunft der GDP- und GMP-Audits in der Pharmaindustrie

Qualitätsmanagement-Beauftragte in der Pharmaindustrie stehen unter hohem Druck: Die lückenlose Einhaltung von GDP- und GMP-Vorgaben ist Pflicht. Gleichzeitig erschweren eine enorme Dokumentenfülle, Sprachvarianten und komplexe Lieferketten die effiziente Durchführung von Audits. Die Vorbereitung ist zeitaufwendig, fehleranfällig und bindet wertvolle Ressourcen.

Was erwartet Sie im Webinar?

Anhand einer praxisnahen Prüfung mehrsprachiger Pharma-Dokumente zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt:

Welche Vorteile bietet die KI-Lösung für Auditoren?

Das Consileon Regulatorik-Radar unterstützt Auditoren und Qualitätsverantwortliche im Tagesgeschäft durch:

Für wen ist das Webinar interessant?

Wer sind Ihre Gastgeber?

Eingeladene Referenten:

Wir freuen uns, Dr. Torsten Schmidt-Bader, GDP/GMP Corporate Lead Auditor, als Referenten im Webinar begrüßen zu dürfen.

Am 02. Oktober 2025 gab die Plattform The Consulting Report die besten 25 Berater sowie Führungskräfte 2025 in der Rubrik „Healthcare“ bekannt. Wir freuen uns außerordentlich, dass unser Kollege Dr. Peter Göbel unter Ihnen ist!

Als Geschäftsbereichsleiter Healthcare bei Consileon berät Dr. Peter Göbel Akteure des Gesundheitswesens: von Kliniken, Praxen und Laboren über Krankenversicherungen bis zu Unternehmen aus Pharma und Medizintechnik. Gemeinsam mit seinem Team unterstützt er Organisationen dabei, die Digitalisierung der Branche aktiv zu gestalten und tragfähige Lösungen für die Gesundheitsversorgung von morgen zu entwickeln. Dabei reicht das Leistungsspektrum von der Strategieberatung über die Einführung digitaler Lösungen bis zu Projekt-, Change- und Interimsmanagement.

Der Gesundheitssektor steht vor enormen Herausforderungen: steigende Patientenzahlen, Fachkräftemangel und komplexe regulatorische Anforderungen erfordern innovative und effiziente Strategien. Healthcare-Experten wie Dr. Peter Göbel helfen, diese Herausforderungen zu meistern – durch tiefgehende Branchenkenntnis, technologische Kompetenz und einen klaren Blick für das Machbare. Die Auszeichnung des Consulting Report unterstreicht, dass Consileon mit seiner Beratungsexpertise an vorderster Front zur Weiterentwicklung und Digitalisierung des Gesundheitswesens beiträgt.

Die Preisträger wurden in einem methodischen Nominierungsverfahren und unter sorgfältiger Berücksichtigung ihrer beruflichen Laufbahn und ihres Beitrags zur Branche ausgewählt.
Die vollständige Liste finden Sie hier.

Consileon gratuliert allen Gewinnerinnen und Gewinnern herzlich und ist besonders stolz auf diese Auszeichnung!

Digitalisierung und Change-Management-Begleitung im Gesundheitswesen

In der August-Ausgabe der Fachzeitschrift Pharma Relations steht die Frage im Fokus, wie Unternehmen im Gesundheitswesen dem digitalen Wandel nicht nur begegnen, sondern ihn aktiv gestalten können. In einem Interview sprechen Vertreterinnen und Vertreter der Consileon-Gruppe über zentrale Erfolgsfaktoren der digitalen Healthcare-Transformation – mit besonderem Augenmerk auf Change Management, digitale Innovation und regulatorische Anforderungen.

Digitalisierung im Gesundheitswesen gelingt nur mit dem Menschen im Zentrum

Im Gespräch geben Susanne Jurasovic, Partnerin bei Consileon DX (ehemals Geschäftsführerin der Lüdke + Döbele GmbH), sowie Dr. Peter Göbel, Associate Partner bei Consileon und Healthcare-Spezialist, Einblicke in die Herausforderungen ihrer Kunden und wie sie diesen mit einem integrierten, menschenzentrierten Ansatz begegnen. In gemeinsamen Healthcare-Projekten bündeln sie ihre Erfahrungen, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

Im Interview betonen beide, dass erfolgreiche Transformation kein rein technisches Projekt ist. Vielmehr braucht es eine ganzheitliche Strategie, die digitale Lösungen mit der richtigen Kommunikationskultur und einer konsequenten Change-Begleitung verbindet. Gerade im komplexen Umfeld des Gesundheitswesens mit seinen sensiblen Daten und regulatorischen Anforderungen ist das entscheidend.

Veränderung gelingt nur, wenn die Mitarbeitenden den Sinn dahinter erkennen – keine Schulung führt zum Erfolg, wenn das Mindset nicht stimmt“, betont Susanne Jurasovic. Diese Haltung prägt den Ansatz der Consileon DX, bei dem der Mensch stets im Zentrum digitaler Innovation steht.

Auch Dr. Peter Göbel macht deutlich: „Die Digitalisierung ist das größte Gestaltungsmittel im Gesundheitswesen. Doch technische Lösungen müssen im Umgang mit sensiblen Daten vor allem sicher und compliant arbeiten.“ Consileon kennt die spezifischen Herausforderungen des Gesundheitswesens und begleitet Akteure der Branche mit fundierter Regulatorik-Expertise und IT-Kompetenz.

>>> Ganzes Interview online lesen

Erfüllung regulatorischer Anforderungen mit KI

Das Consileon Regulatorik-Radar unterstützt Unternehmen im Gesundheitswesen bei der Einhaltung und Umsetzung regulatorischer Anforderungen. Ein Anwendungsbeispiel ist die Einhaltung der Qualität, Integrität und Rückverfolgbarkeit von Arzneimitteln entlang der gesamten Lieferkette bei Pharmaunternehmen; die Einhaltung der Good Distribution Practice (GDP) Guidelines. Dabei übernimmt die KI die automatisierte Überprüfung von Dokumenten, Prozessen und Lieferketten auf GDP-Konformität, unabhängig von Sprache oder Format. Dank erprobter Branchenexpertise, kombiniert mit moderner KI-Qualitätssicherung, ermöglicht die Lösung effiziente, transparente Audits mit einem klaren „Ampel“-System für den Compliance-Status und reduziertem Aufwand für Auditoren.

Pharma Relations ist das führende deutschsprachige Magazin für Pharma-Marketing und Healthcare-Kommunikation. Monatlich informiert Pharma Relations die Top-Entscheider über Medien und Märkte, berichtet über Politik und Personalien, präsentiert Trends und Tendenzen. 

Ist Ihr Labor bereit für die Zukunft?

Verantwortliche von medizinischen Laboren werden heute mit zahlreichen neuen Herausforderungen konfrontiert – wie einem geänderten Kundenverhalten, einer gestiegenen Regulatorik, dem Fachkräftemangel sowie organisatorischen und technologischen Aspekten. Dies sind alles Faktoren, die den Flow innerhalb eines Betriebs erheblich ausbremsen können.

Dadurch wächst der Druck einer Migration, denn die Anforderungen an Labore werden sich in den nächsten 20 Jahren massiv verändern. Gesundheitstrends, wachsender Fachkräftemangel, finanzieller Druck sowie die Gewährleistung von Qualitätsstandards bei steigenden regulatorischen Anforderungen sind Themen, die Labore beschäftigen und die eine Lösung mit technologischem Ansatz erfordern.

Um bei dieser Herausforderung zu unterstützen, hat das HealthCare Team der Consileon ein Self-Assessment speziell für medizinische Labore entwickelt. Dieser Selbsttest richtet sich an Verantwortliche im Labor und ermöglicht es, den aktuellen Stand Ihres Labors in Hinblick auf dessen Zukunftsfähigkeit zu evaluieren. Nun liegen die Ergebnisse der Studie vor – und sie liefern spannende Einblicke!

Methodik

Die Methodik basierte auf einem Self-Assessment-Fragebogen, mit dem die Probanden den Digitalisierungsstand ihrer Labore bewerteten und einschätzten, wie gut sie auf zukünftige technische oder regulatorische Entwicklungen vorbereitet waren. Der Fragebogen gliederte sich in die sechs unten genannten Erfolgsaspekte, die jeweils fünf Faktoren umfassten. Zu jedem Faktor gab es eine Aussage mit fünf Antwortoptionen: „Stimme voll zu“, „eher zu“, „eher nicht zu“, „überhaupt nicht zu“ und „keine Antwort“.

Es werden die Erfolgsaspekte des Labor-Assessements anschaulich dargestellt.

Aspekte des Labor-Assessments:

Im Anschluss wurden die Teilnehmer gebeten, die Relevanz dieser Aspekte für die Digitalisierung ihres Labors sowohl in der Gegenwart als auch mit Blick auf die kommenden fünf Jahre zu bewerten. Während die aktuelle Relevanz auf einer zehnstufigen Skala von „völlig irrelevant“ bis „äußerst relevant“ eingestuft wurde, erfolgte die Einschätzung der erwarteten Veränderung anhand einer Skala von -2 („wird stark abnehmen“) bis +2 („wird stark zunehmen“).

Für die Auswertung wurde jedem Aspekt ein Punktwert zwischen 0 und 100 zugeordnet. Volle Zustimmung ergab 100 Punkte, eher Zustimmung 75, eher nicht Zustimmung 50, völlige Ablehnung 25 und unbeantwortete Fragen 0 Punkte. Der Gesamtscore eines Aspekts entsprach dem gewichteten Mittelwert der Antworten aller Teilnehmer unter Berücksichtigung der zehn Relevanzgrade. An der Umfrage nahmen insgesamt zwanzig Personen aus der Laborbranche teil.

Erfahren Sie in der Studie:

Fragen Sie jetzt die Studie kostenlos an und erhalten Sie wertvolle Einblicke in die Zukunft der Labormedizin.