Zwischen Offenheit und Zurückhaltung – das Spannungsfeld der Teamkommunikation verstehen  

Projektteams bewegen sich in einem kommunikativen Spannungsfeld. Einerseits wird Offenheit und Transparenz erwartet, intern wie extern. Andererseits zeigen sich im Alltag klare Grenzen. Teammitglieder zögern, Kritik offen zu formulieren, um die interne Gruppendynamik nicht zu stören und um nach außen hin zu anderen Organisationseinheiten Geschlossenheit und Einigkeit zu demonstrieren. 

Diese widersprüchlichen Anforderungen – bekannt als Double Bind (ein Konzept von Gregory Bateson) – zwischen Offenheit und Verschwiegenheit lassen sich nicht eindeutig auflösen. Sie sind strukturell bedingt und damit Teil der Realität von Teamkommunikation. 

Wer mit Teams arbeitet, sollte verstehen, dass viele Kommunikationsprobleme keine individuellen Fehler sind, sondern Ausdruck dieser Spannungsverhältnisse. Entscheidend ist, kreative und produktive Wege zu finden, um konstruktiv mit diesen Widersprüchen umzugehen. 

Kommunikative Widersprüche im Projektalltag sichtbar machen 

Projekte profitieren vom Austausch, wobei jede Information jederzeit weitergegeben werden kann. Gerade in komplexen Vorhaben entstehen schnell Spannungen zwischen dem Wunsch nach Transparenz und der Notwendigkeit zur Zurückhaltung. Diese Spannung ist kein Ausnahmefall, sondern strukturell angelegt. 

1. Informationskonflikte zwischen Linie und Projekt 

Ein gängiges Szenario ist, dass Angestellte im Projekt tätig sind, jedoch weiterhin mit ihrer Abteilung bzw. Linie in Verbindung stehen oder dorthin zurückkehren. Diese ist interessiert am Projektfortschritt, nicht zuletzt, weil die Ergebnisse spätere Arbeitsprozesse betreffen. Gleichzeitig sind manche Informationen im Projekt bisher nicht entscheidungsreif oder offiziell abgestimmt. Die betroffenen Mitarbeiter geraten in einen Loyalitätskonflikt, denn sie wissen mehr, dürfen aber nicht alles teilen. 

2. Unklare Rollen – doppelte Adressierung 

Ein weiteres Spannungsfeld entsteht, wenn z. B. Teilprojektleitungen offiziell berichten sollen, gleichzeitig aber Mitarbeiter direkt von außen angesprochen werden. Werden dabei Vorabinformationen geteilt, kann das die Rolle der Leitung untergraben, Vertrauen stören und zu widersprüchlichen Botschaften führen. Die Folgen sind Unsicherheit, widersprüchliche Botschaften und das Risiko, dass Aussagen im Sinne einzelner Interessen strategisch ausgelegt werden. 

3. Erwartungen sind berechtigt, aber widersprüchlich 

Sowohl Stakeholder als auch Projektteams haben nachvollziehbare Interessen. Doch ohne klare Absprachen, wie mit Informationen umgegangen wird, drohen Missverständnisse, Drucksituationen oder der Verlust von Steuerbarkeit. Es geht nicht um ein „entweder oder“, sondern um die bewusste Gestaltung eines Spannungsfelds, das viele Projekte begleitet. 

Diese Beispiele zeigen, dass die Spannung zwischen Transparenz und Zurückhaltung kein individuelles Fehlverhalten ist, sondern Ausdruck struktureller Dynamiken im Projektalltag. Sie lässt sich nicht vollständig auflösen, wohl aber gestalten. 

Wie kann also mit der kommunikativen Spannung konstruktiv umgegangen werden? Transparenz erfordert nicht nur den Willen zur Offenheit, sondern auch passende Strukturen, klare Rollen und ein bewusstes Abwägen. Unsere Lösungsansätze zielen darauf ab, Teams in solchen Situationen Orientierung zu geben und Kommunikation gezielt steuerbar zu machen. 

Kommunikation steuern zwischen Offenheit und Schutz 

Transparenz lässt sich nicht einfach verordnen, sie benötigt Struktur, Klarheit und ein gutes Gespür für Timing. Genau hier setzen unsere Lösungsansätze an: Sie helfen Teams, in komplexen Situationen handlungsfähig zu bleiben, ohne dabei Vertrauen oder Verbindlichkeit zu verlieren. 

Drei Hebel haben sich dabei in der Praxis bewährt: 

1. Struktur schafft Sicherheit: Kommunikationsprozess klar gestalten 

Teams benötigen klare Kommunikationsstrukturen, insbesondere im Umgang mit sensiblen Informationen. Entscheidend ist, dass geregelt ist, wer welche Inhalte wann und in welchem Rahmen adressiert. Klare Austauschformate, definierte Schnittstellen und regelmäßige Reflexionsräume sorgen dafür, dass wichtige Informationen fließen, ohne dabei alle Dämme brechen zu lassen. Besonders wirksam sind Kommunikationsformate, die sowohl Überblick geben, als auch Raum für Unsicherheiten lassen. 

2. Rollen klären, Erwartungen steuern 

Jeder sollte wissen, wofür er spricht und was er (noch) nicht weitergeben kann. Es ist nicht nötig, dass jeder alles weiß. Klare Kommunikationsrollen – nach innen und außen – helfen, Missverständnisse zu vermeiden und sensible Informationen zu schützen. 

Ebenso wichtig ist es, Linienmitarbeiter frühzeitig einzubinden. Ihre Perspektive ist oft der Schlüssel zu einer realistischen Ressourcenplanung und zur Akzeptanz von Entscheidungen. 

3. Transparenz mit Augenmaß und Haltung 

Nicht alle Informationen lassen sich zu jedem Zeitpunkt offenlegen. Entscheidend ist, wie mit diesen Grenzen umgegangen wird: Wer nachvollziehbar kommuniziert, warum bestimmte Inhalte (noch) vertraulich sind, schafft Vertrauen trotz begrenzter Offenheit. Eine bewusst gestaltete Kommunikationskultur, mit definierten Feedbackformaten, moderierten Austauschprozessen und klaren Regeln im Umgang mit sensiblen Themen, unterstützt eine verantwortungsvolle Balance zwischen Transparenz und notwendiger Zurückhaltung. 

Kommunikation im Wandel braucht Orientierung, nicht totale Offenheit 

Die Spannung zwischen Transparenz und Intransparenz ist kein Problem, das sich vollständig auflösen lässt, wohl aber ein Feld, das aktiv gestalten werden kann. Entscheidend ist, Kommunikation nicht dem Zufall zu überlassen: Klare Strukturen, definierte Rollen und eine bewusst gestaltete Kommunikationskultur helfen Teams dabei, auch unter Unsicherheit handlungsfähig zu bleiben. 

Wer die Paradoxie erkennt und sie nicht als Störung, sondern als gestaltbares Spannungsfeld versteht, schafft die Grundlage für tragfähige Zusammenarbeit – auch (und gerade) im Wandel. 


Quelle: Torsten Groth & Gerhard Krejci: Teams | Paradoxe Anforderungen

Digitalisierung in Österreich – Wie die ÖGK ihre Rechnungsbearbeitung revolutioniert

Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) ist mit rund 7,5 Millionen Versicherten die größte gesetzliche Krankenversicherung in Österreich. Um die Effizienz in der Rechnungsverarbeitung zu steigern und Mitarbeitende von manuellen Tätigkeiten zu entlasten, hat die ÖGK gemeinsam mit der Consileon Business Consultancy GmbH in Österreich ein richtungsweisendes KI-Projekt umgesetzt.

Ziel des Projekts war es, den gesamten Eingangsrechnungsprozess, von Belegeingang bis Buchungserstellung, intelligent zu automatisieren.

Die Lösung: KI-gestützte Automatisierung aus einer Hand

Mit Unterstützung von Consileon wurde eine KI-basierte Automatisierungslösung eingeführt, die ohne starre Regeln oder Vorlagen arbeitet. Die Künstliche Intelligenz erkennt unterschiedlichste Rechnungslayouts, versteht deren Inhalte im Kontext und erstellt automatisierte Buchungsvorschläge. Durch kontinuierliches Lernen aus der Buchungshistorie und gezielte Trainingsfunktionen verbessert sich die Lösung fortlaufend.

Die Integration in bestehende IT-Systeme erfolgt nahtlos, sodass Mitarbeitende weiterhin mit vertrauten Oberflächen arbeiten können. Dies reduziert Schulungsaufwand und Umstellungsbarrieren erheblich.

Vorteile für Mitarbeitende und Partnerunternehmen

Für Mitarbeitende der ÖGK

Für Lieferanten und Geschäftspartner

Technologischer Fortschritt mit Zukunftssicherheit

Die eingesetzte Lösung ist bereits heute vollständig auf die kommende E-Rechnungspflicht vorbereitet. Rechnungen im XML-Format werden automatisiert verarbeitet und bei Bedarf in lesbare PDF überführt. Ein weiteres Highlight: die automatische Generierung von Buchungstexten mithilfe von Large Language Models, die eine noch detailliertere und kontextbezogene Buchungslogik ermöglichen.

Messbare Erfolge

Fazit: Technologie entlastet – Menschen gestalten

Die Partnerschaft zwischen der ÖGK und Consileon zeigt, wie innovative KI-Technologien den öffentlichen Sektor effizienter, moderner und zukunftssicher gestalten können. Durch die Automatisierung repetitiver Tätigkeiten entstehen Freiräume für strategische Aufgaben und hochwertige Analysen. Gleichzeitig profitieren alle Beteiligten von transparenteren, schnelleren Prozessen.

Consileon – Ihr Partner für Digitalisierung im öffentlichen Sektor in Österreich

Consileon, mit eigener Niederlassung in Österreich, unterstützt unter anderem öffentliche Institutionen bei der Digitalisierung komplexer Verwaltungsprozesse. Von der strategischen Beratung über die technische Implementierung bis hin zum erfolgreichen Change Management begleiten wir Projekte ganzheitlich und wirkungsorientiert.

Wir freuen uns zu verkünden: Consileon zählt auch 2025 zu den Besten Unternehmensberatern Deutschlands.

Jedes Jahr kürt das Handelsblatt gemeinsam mit dem Handelsblatt Research Institute die Top-Beratungen Deutschlands. Die Studie gilt als eines der renommiertesten Rankings der Branche und basiert auf einer umfangreichen Marktanalyse sowie einer unabhängigen Expertenbefragung.

Im aktuellen Ranking des Handelsblatt Research Institute (HRI) wird Consileon in sechs Kategorien als Beste Unternehmensberater gelistet:

Die Bewertung erfolgt auf Grundlage einer Befragung von über 15.900 Unternehmensberatern, die in knapp 350 unterschiedlichen Beratungshäusern beschäftigt sind. Dabei wurden Eigenbewertungen ebenso ausgeschlossen wie firmeninterne Empfehlungen – die Platzierungen spiegeln damit ein besonders belastbares Meinungsbild der Branche wider.

In die Auswahl der besten Beratungsunternehmen fließen verschiedene Aspekte ein: unter anderem fachliche Qualität, methodisches Vorgehen, Projekterfolge, Innovationsfähigkeit sowie Kundenorientierung. Besonders gewürdigt werden zudem strategische Weitsicht, branchenspezifisches Know-how und die Fähigkeit, komplexe Herausforderungen im Spannungsfeld von Markt, Technologie und Organisation nachhaltig zu lösen.

Dass Consileon 2025 in gleich sechs Themenfeldern überzeugt, bestätigt den Anspruch, maßgeschneiderte und zukunftsorientierte Lösungen für vielfältige Branchen und Herausforderungen zu entwickeln – mit Expertise, Verlässlichkeit und einem ganzheitlichen Beratungsansatz.

Die erneute Platzierung im Handelsblatt-Ranking stärkt unsere Position als einer der Besten Unternehmensberater 2025 in Deutschland und ist gleichzeitig ein Ansporn, unseren kundenzentrierten und nachhaltigen Ansatz weiterzuführen.

Wir danken allen Kolleginnen und Kollegen, unseren Kunden und Geschäftspartnern für das anhaltende Vertrauen und das gemeinsame Engagement.

Hier geht’s zum vollständigen Artikel im Handelsblatt

Künstliche Intelligenz (KI) ist das neue IoT – zumindest, wenn man seinen Verlauf vom Trend zur Zukunftstechnologie betrachtet. In der Tat eröffnet Künstliche Intelligenz eindrucksvolle Potenziale für Vertrieb und Service. Doch um diese Ergänzung zu den bekannten CRM-Funktionen auszuschöpfen und somit auch die Erwartungen in den Führungsetagen erfüllen zu können, sind Voraussetzungen bei Mitarbeitern und in der Infrastruktur zu schaffen.

Der Begriff der Künstlichen Intelligenz wird häufig sehr weitgehend verwendet. In vielen Fällen werden aufgrund komplexer Algorithmen Datenbeständen analysiert, Muster erkannt und zum Beispiel Scores abgeleitet. 

Beispiel: Künstliche Intelligenz im Leadmanagement

Ein Anwendungsfall aus dem CRM ist das Leadmanagement im Vertrieb: Aus bisherigen Aktivitäten eines Kunden an unterschiedlichen Touchpoints wird ein „Behavior Score“ ermittelt. Durch einen Vergleich der Kundeneigenschaften – also beispielsweise Branche, Unternehmensgröße etc. – errechnet sich zusätzlich ein „Match Score“. Aus diesen beiden Werten wird abgeleitet, ob ein Lead erkannt wurde und wie wertvoll dieser ist.

Die Vorgehensweise ist nicht grundlegend neu. Moderne Infrastruktur und große Rechenkapazitäten ermöglichen es aber erst heute, den kontinuierlich eingehenden Datenstrom sofort für die weiteren Berechnungen zu berücksichtigen. Die Input-Faktoren für „Behavior Score“ und „Match Score“ werden in Echtzeit neu bewertet und angepasst, Kriterien gewinnen oder verlieren an Bedeutung.

Als Ergebnis entstehen einerseits qualitativ hochwertige Empfehlungen, die alle vorliegenden Daten sofort einbeziehen. Anderseits entwickelt sich aber auch eine Intransparenz für den Anwender, aufgrund welcher Kriterien ein Lead als vielversprechend eingestuft wird. Umgangssprachlich wird diese Black Box in der Folge zu Unrecht als Künstliche Intelligenz bezeichnet.

Funktioniert das Verfahren jedoch, können Marketing- und Vertriebsressourcen deutlich effizienter und somit „intelligenter“ eingesetzt werden, indem sie sich auf die potenzialstärksten Leads konzentrieren.

Ohne Daten keine (Künstliche) Intelligenz

Die Herausforderungen für den erfolgreichen Einsatz mathematischer Verfahren oder KI liegen in der Datenbasis: Zum einen müssen die Daten insbesondere im CRM konsequent und strukturiert erfasst werden. Zum anderen entstehen in Vertrieb und Service selbst bei umfangreichster Datenerfassung häufig keine ausreichend große Datenmenge (Big Data), um genügend differenzierte Muster zu erkennen und signifikante Impulse abzuleiten. 

Überzogene Erwartungen an KIs müssen relativiert werden

Auch sind häufig die Erwartungen an die Ergebnisse, die eine KI liefern kann, überzogen: Zum einen fehlt der KI Input, den der menschliche Mitarbeiter in seine Entscheidungen bewusst, teilweise auch unbewusst, einbezieht. Verfechter der KI führen an dieser Stelle an, dass man auch dies der KI antrainieren kann. Die Aufbereitung und Erfassung von entsprechenden Daten aus dem zwischenmenschlichen Miteinander, wie zum Beispiel Emotionen, Vorurteile und Präferenzen etc., ist aber schwierig, um nicht zu sagen unmöglich. KIs stoßen an entsprechende Grenzen, solange sie nicht direkt untereinander handeln. 

Zum andern liefern KIs nicht, wie wir es von IT gewohnt sind, eindeutig richtige Ergebnisse. Aufgrund der Methodik (Mustererkennung, statistische Verfahren) ist es systemimmanent, dass ein Teil der Berechnungen oder Impulse falsch ist. Darin unterscheiden sie sich nicht von der natürlichen Intelligenz, die notwendige Fehlertoleranz muss im Unternehmen für die „KI-Kollegen“ jedoch erst entwickelt werden. 

Erfolgreich Vertrieb und Service mit CRM und KI optimiere

Unter Berücksichtigung der dargestellten Limitationen sollen Vertriebs- und Serviceprozesse in drei Schritten optimiert werden. 

1. Zielbild definieren

Es ist zunächst zu definieren, wie Vertrieb und Service in einem modernen Unternehmensumfeld mit unterschiedlichen Customer Journeys und Touchpoints ausgestaltet sein soll.

CRM-Strategie und Kundenperspektive sollten dabei gleichermaßen die internen Vertriebs- und Serviceprozesse definieren. Erst dann kann ein Fahrplan entwickelt werden, wie dieses Zielbild erreicht wird und welche technische Unterstützung – ggf. auch mit Künstlicher Intelligenz – dazu notwendig wird.

2. Datenbasis sicherstellen

Zentrales System für Vertrieb und Service sollte ein CRM-System sein. Dieses wiederum muss heute entsprechend vernetzt sein, um kundenbezogene Daten aus persönlichen Kontakten, ERP, Webshop, Kundenportal, Homepage usw. zu aggregieren. Kritisch ist hier, dass auch die Mitarbeiter in Vertrieb und Service konsequent ihre Aktivitäten mit den Kunden erfassen und über alle Touchpoints hinweg eine durchgehend hohe Datenqualität und Datentiefe erreicht wird. Dass hierbei auch Anforderungen der DSGVO erfüllt sein müssen, ist selbstverständlich. 

Nur eine konsequente Umsetzung und Standardisierung ermöglichen es, eine entsprechende CRM-Datenbasis aufzubauen und aktuell zu halten, ein aussagekräftiges Reporting zu schaffen. Unabhängig davon, ob im Folgenden eine KI eingesetzt werden soll, um die Daten „intelligenter“ zu nutzen, ist dieser Schritt notwendig, um im heutigen Wettbewerbsumfeld und über unterschiedliche Kanäle Vertrieb und Service sinnvoll und effizient zu gestalten.

3. CRM-Unterstützung ausbauen

Die technische Unterstützung durch das CRM ist heute fortlaufend zu optimieren sowie an technische Möglichkeiten und Kundenanforderungen anzupassen. Dabei muss auch geprüft werden, ob die technischen, fachlichen und menschlichen Voraussetzungen für einen KI-Einsatz gegeben sind. 

CRM ist also die notwendige Basis für erfolgreiche Vertriebs- und Serviceunterstützung. KI wird so zu einem zusätzlichen Modul, das das CRM – stimmen die Voraussetzungen – mit zusätzlicher Intelligenz versorgt und dabei die Datenbasis optimal nutzt. 


Kombination natürliche Intelligenz und KI

Die genannten Einschränkungen zeigen: Eine Kombination aus natürlicher und Künstlicher Intelligenz ist ideal. Die KI assistiert, gibt Empfehlungen und vereinfacht somit die Tagesarbeit. Der Mensch prüft diese kritisch. Erst diese Verbindung, von Datenanalysen und menschlicher Lebenserfahrung, verbessert massiv die Qualität unternehmerischer Entscheidungen in Vertrieb und Service. So können sich dann auch einige der Wünsche in den Führungsetagen erfüllen.

Unser Tochterunternehmen FiANTEC wurde erfolgreich in die Jurystufe des Wettbewerbs „Großer Preis des Mittelstands“ aufgenommen. Damit gehört FiANTEC zu den 459 besten von insgesamt 4.208 nominierten Unternehmen deutschlandweit – eine besondere Auszeichnung und ein starkes Zeichen für die kontinuierliche und qualitätsorientierte Arbeit in der Softwareentwicklung für Provisionsabrechnung und Vertriebssteuerung.

Der Wettbewerb, ausgerichtet von der Oskar-Patzelt-Stiftung, zählt zu den renommiertesten Wirtschaftsauszeichnungen für den Mittelstand in Deutschland. Im Fokus stehen Unternehmen, die sich durch wirtschaftliche Stärke, Innovationskraft, nachhaltige Mitarbeiterentwicklung und gesellschaftliches Engagement auszeichnen. Anders als viele andere Wettbewerbe bewertet der „Große Preis des Mittelstands“ Unternehmen ganzheitlich und über klassische Kennzahlen hinaus.

Berücksichtigt werden beispielsweise auch Aspekte wie die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells, regionale Verantwortung, Ausbildung und Fachkräftesicherung, Familienfreundlichkeit, die Einbindung in Netzwerke sowie die langfristige Strategie- und Werteorientierung. Der Wettbewerb legt bewusst Wert darauf, wirtschaftliche Leistung in Verbindung mit unternehmerischer Haltung zu denken – ein Ansatz, der vor allem mittelständische Unternehmen anspricht, die Verantwortung über das eigene Kerngeschäft hinaus übernehmen.

Diese Werte prägen seit vielen Jahren auch die Arbeit von FiANTEC. Mit innovativen Lösungen für komplexe Vertriebs- und Abrechnungsprozesse unterstützt das Unternehmen seine Kunden dabei, Effizienz zu steigern und regulatorische Anforderungen sicher umzusetzen. Gleichzeitig legt FiANTEC großen Wert auf eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur, kontinuierliche Weiterentwicklung und partnerschaftliche Zusammenarbeit.

Welche Unternehmen schließlich mit dem „Großen Preis des Mittelstands“ ausgezeichnet werden, entscheidet eine unabhängige Jury im Spätsommer. Die Preisverleihungen finden am 13. September in Würzburg und am 18. Oktober in Düsseldorf statt – hochkarätige Events und bedeutende Treffpunkte für den deutschen Mittelstand.

Die Nominierung ist für FiANTEC nicht nur Anerkennung der bisherigen Erfolge, sondern auch Ansporn, diesen erfolgreichen Weg konsequent weiterzugehen: kundenorientiert, zukunftsfähig und im engen Austausch mit Partnern und Mitarbeitenden.

Wir gratulieren dem gesamten FiANTEC-Team herzlich zu diesem großartigen Erfolg und drücken die Daumen für die nächste Etappe!

Radreise mit europäischem Gemeinschaftsgeist

Auch in diesem Jahr war die Tour Eucor ein voller Erfolg. Dabei handelt es sich um eine einzigartige, fünftägige Radreise, die sportliche Herausforderung mit europäischem Gemeinschaftsgeist verbindet. Vom 19. bis 24. Mai 2025 traten über 100 Teilnehmende – bestehend aus Studierenden, Mitarbeitenden und Alumni der fünf Eucor-Universitäten – gemeinsam in die Pedale. Ihr Ziel war es, nicht nur die Etappen zu meistern, sondern auch grenzüberschreitende Freundschaften zu stärken und ein Zeichen für gelebte Zusammenarbeit im Dreiländereck zu setzen.

Route durch das Dreiländereck

Die Tourroute führte durch die landschaftlich und kulturell reizvolle Oberrheinregion – entlang des Rheins, durch malerische Städte, über kurvige Straßen in den Vogesen, hinauf zu den Höhen des Schweizer Juras und abschließend durch die herausfordernden Anstiege des Schwarzwalds. Start und Ziel der Rundfahrt war Karlsruhe, der geografische Mittelpunkt dieser grenzüberschreitenden Region.

Über eine Strecke von mehreren hundert Kilometern hinweg bewiesen die Fahrerinnen und Fahrer nicht nur sportlichen Ehrgeiz, sondern auch gegenseitige Unterstützung, Rücksicht und echtes Teamwork. Ganz im Sinne des Eucor-Gedankens.

Berichterstattung im Fernsehen

Ein besonderes Highlight: Ein Kamerateam des SWR begleitete die Tour einen Tag lang. Der Bericht über dieses besondere Erlebnis ist in der Mediathek abrufbar und vermittelt eindrucksvoll die Stimmung und Energie der Tour: Reinschauen ab Minute 04:40

Consileons Engagement

Als langjähriger Förderer war Consileon auch 2025 wieder mit Stolz als Sponsor dabei. Wir unterstützen diese Initiative mit Überzeugung, denn sie steht für genau das, wofür auch wir einstehen: Austausch, Vielfalt, Zusammenhalt und der Blick über Grenzen hinaus. Darüber hinaus haben wir in der Consileon-Familie einige ambitionierte Radfahrer und Radsportler!

Bildrechte: KIT | Quelle: Sascha Schäfer
© www.kit.edu

Über Eucor – The European Campus
Die Eucor vereint Hochschulen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz: das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Universitäten Basel, Freiburg, Haute-Alsace und Strasbourg. Bei der Tour treffen Menschen aus verschiedenen Ländern, Disziplinen und Altersgruppen aufeinander – vereint durch ihre Begeisterung fürs Radfahren und ihren Wunsch, Europa aktiv zu erfahren. Mehr erfahren

Zwischen Technologie und Regulierung

Digital Assets sind kein neuer Trend, doch gerade in den letzten Jahren nimmt die Entwicklung des Marktes durch die fortschreitende Digitalisierung in der Finanzbranche und das größere Vertrauen in digitalisierte Vermögenswerte rasant Fahrt auf. Der Markt für Digital Assets steht vor einer beeindruckenden Wachstumsphase. Bereits heute wird mit digitalen Vermögenswerten ein Umsatz von über 46,3 Milliarden USD erwirtschaftet. Dies macht deutlich, dass Finanzinstitute den Trend hin zu Digital Assets ernst nehmen müssen.

Die drei Säulen der Digital Asset Infrastructure

Wie im unterstehenden Schaubild dargestellt, gehören zu den digitalen Vermögenswerten neben Kryptowährungen auch tokenisierte Real World Assets, tokenisierte Wertpapiere, die klassische Finanzinstrumente in digitaler Form abbilden, sowie Stablecoins, die durch Währungen wie den Euro, den Dollar oder Vermögenswerte gedeckt sind. Digitale Zentralbankwährungen wie E-Yuan oder eNaira, welche von Zentralbanken emittiert werden und eine digitale Form von gesetzlichen Zahlungsmitteln darstellen, sind ebenfalls Digital Assets.

Schaubild: Digitale Vermögenswerte

Um das vorhandene Potenzial auszuschöpfen, müssen Finanzinstitute heute beginnen, die notwendige Infrastruktur aufzubauen. Ein anschauliches Beispiel liefert hierbei die Commerzbank, welche in Kooperation mit der Deutschen Börse ihren Kunden sicheren Zugang zu Crypto-Assets ermöglicht. Die Commerzbank stellt hierbei die Verwahrungslösung, während die Deutsche Börse den Handel mit den digitalen Vermögenswerten abwickelt. Mit der Kooperation positionieren sich die Commerzbank und die Deutsche Börse als Vorreiter in Sachen Digital Assets Serviceanbieter.

Ein weiteres Beispiel für eine innovative Lösung im Bereich digitaler Vermögenswerte liefert die dwpbank mit ihrer Plattform wpNex. Die Plattform ermöglicht Banken und Sparkassen, den Handel mit Kryptowährungen über bestehende Kontoinfrastrukturen anzubieten, ohne dass zusätzliche Prozesse oder Systeme erforderlich sind. Während die dwpbank die Verwahrung der digitalen Assets übernimmt, sorgt die Zusammenarbeit mit Partnern wie tradias und Tangany für einen reibungslosen und regulatorisch konformen Ablauf.

Das Zeitfenster, um sich als einer der Early Player am Markt zu positionieren, schließt sich schnell. Der Übergang in diese digitale Welt stellt die Finanzbranche jedoch vor große regulatorische und technologische Herausforderungen:

Verwahrung, Transfer und Tokenisierung – alles eine Frage der Infrastruktur

Eine solide Infrastruktur für Digital Assets bildet das Fundament für eine reibungslose und sichere Handhabung digitaler Vermögenswerte. Sie umfasst Systeme und Technologien, die es ermöglichen, Vermögenswerte zu tokenisieren, zu handeln und zu verwahren. Die Tokenisierung bezieht sich hierbei auf den Prozess, bisher traditionell gehandelte Vermögenswerte in digitale Token umzuwandeln. Diese Token werden beispielsweise auf Blockchain-Netzwerken gespeichert und gehandelt. Für einen reibungslosen Transfer im Handel werden in der Regel Wallet-Systeme benötigt, die sichere und effiziente Transaktionen ermöglichen.

Chancen durch eine Digital Assets Infrastructure: Serviceleistungen als Kern für Wachstum und Innovation

Für Finanzinstitute bieten Digital Assets nicht nur neue Anlagemöglichkeiten, sondern eröffnen ein bedeutendes Potenzial zur Erweiterung ihres Serviceportfolios.

Die sichere Verwahrung digitaler Vermögenswerte, auch bekannt als „Custody Service“, bildet das Rückgrat jeder Digital Assets Infrastructure. Hier können Finanzinstitute als vertrauenswürdiger Partner agieren und Kunden einen strukturierten Zugang zu Digital Assets bieten, indem sie eine zuverlässige und konforme Aufbewahrung der Token ermöglichen. Diese Verwahrungslösungen zeichnen sich durch hohe Sicherheitsstandards aus, die sowohl regulatorische Anforderungen erfüllen als auch das Vertrauen der Kunden stärken. Für Anleger, die in digitale Vermögenswerte investieren wollen, aber die technische oder sicherheitstechnische Herausforderungen vermeiden möchten, bieten Finanzinstituten eine attraktive Lösung. Im Unterschied zur traditionellen Verwahrung erfordert die sichere Verwahrung digitaler Vermögenswerte eine spezielle technologische Infrastruktur. Je nach Art des digitalen Vermögenswerts kann diese dezentral (z. B. bei Kryptowährungen) oder zentral (z. B. bei tokenisierten Wertpapieren oder Stablecoins) organisiert sein. In beiden Fällen sind erweiterte Sicherheits- und Schlüsselmanagementlösungen notwendig.

Ein weiterer bedeutender Servicebereich ist die Abwicklung und der Handel von digitalen Vermögenswerten. Ein Finanzinstitut, welches diesen Service anbietet, kann Kunden nahtlose Handelsmöglichkeiten auf Plattformen bieten, die häufig auf Distributed-Ledger-Technologien basieren. Solche Plattformen sind besonders bei tokenisierten Assets vorteilhaft, da sie schnelle und transparente Transaktionen ermöglichen. Während traditionelle Börsen bereits hocheffizient arbeiten, bieten digitale Plattformen durch kürzere Abwicklungszeiten und geringere Intermediationskosten eine ergänzende Lösung für spezifische Anwendungsfälle im Digital Assets-Markt.

Regulatorische Hürden und technische Komplexität beim Aufbau einer Digital Assets Infrastructure

Mit der Markets in Crypto Assets Regulation (MiCAR) schafft die EU ab Juni 2024 verbindliche Regeln für Kryptowerte, wie Asset Referenced Tokens und E-Geld-Tokens. Seit Dezember 2024 benötigen Finanzinstitute, die Kryptowerte-Dienstleistungen anbieten möchten, eine spezielle Zulassung als Crypto Asset Service Provider (CASP). Dieser Prozess ist jedoch komplex und erfordert erhebliche Anpassungen für Finanzinstitute. In Deutschland ist die BaFin für das Zulassungsverfahren zuständig, während die Europäische Zentralbank in ihrer Aufsichtsfunktion ebenfalls eine bedeutende Rolle spielt, insbesondere bei grenzüberschreitenden Aktivitäten.

MiCAR verschärft die regulatorischen Anforderungen für Finanzinstitute erheblich. Unternehmen müssen strenge Transparenz- und Sicherheitsstandards einhalten, um Marktmissbrauch zu verhindern und Anleger zu schützen. Dazu gehören umfassende Melde- und Dokumentationspflichten wie auch die Einrichtung robuster Risikomanagement- und Kontrollsysteme. Für bereits lizenzierte Institute sind Erleichterungen vorgesehen, jedoch bleibt die Umsetzung der MiCAR-Regeln komplex und ressourcenintensiv. Eine frühzeitige Vorbereitung ist daher essenziell, um regulatorische Hürden effizient zu bewältigen.

Eine technologische Hürde stellt die sichere Verwahrung von digitalen Assets dar. Finanzinstitute stehen hier vor einer Reihe wichtiger Entscheidungen. Sie können zum einen ihre Custody-Lösungen weitestgehend an externe Dienstleister auslagern oder intern eigene Lösungen aufbauen. Interne Lösungen sind hierbei mit hohem technischem Aufwand verbunden, ermöglichen dafür die e2e-Kontrolle über den Verwahrungsprozess. Bei solchen internen Lösungen muss des Weiteren geklärt werden, ob auf Hot- oder Cold Storage Lösungen gebaut werden soll.

Zusätzlich müssen sich Finanzinstitute mit den technologischen Hürden bei der Abwicklung des Handels mit Digital Assets auseinandersetzen. Als Anbieter für Digital Assets Serviceleistungen muss die Frage geklärt werden, ob eine eigne Handelsplattform aufgebaut wird oder eine externe Plattform integriert werden muss. Eine eigene Plattform bietet dabei den großen Vorteil, dass man als Anbieter selbst den kompletten end-to-end-Prozess steuern und anpassen kann. Gleichzeitig bedeutet der Aufbau einer solchen Handelsplattform auch immense Investitionskosten in die IT-Sicherheit, API-Schnittstellen und regulatorische Compliance.

Ausblick und Beratungsangebot

Für Finanzinstitute, die in den Digital Assets Markt einsteigen wollen, ist die rechtzeitige Umsetzung der MiCAR-Vorgaben eine zentrale Voraussetzung für einen zukunftssicheren und rechtssicheren Markteintritt.

Die Etablierung einer leistungsfähigen Digital Assets Infrastructure bietet Finanzinstituten eine einzigartige Chance, sich in einem aufstrebenden Markt frühzeitig zu positionieren und langfristig Wettbewerbsvorteile zu sichern. Indem Finanzinstitute spezielle Serviceleistungen für die sichere Verwahrung und den Handel digitaler Vermögenswerte bereitstellen, schaffen sie ein starkes Fundament für neue, zukunftsweisende Produktangebote. Diese Kerninfrastruktur ermöglicht nicht nur den einfachen Zugang zu digitalen Anlageklassen, sondern auch die Entwicklung maßgeschneiderter, tokenisierter Produkte, die traditionellen Anlageformen überlegen sind und neue Kundensegmente ansprechen.

Consileon unterstützt Sie mit umfassender Expertise und sorgt dafür, dass Ihr Institut optimal für die Herausforderungen und Chancen des digitalen Wandels aufgestellt ist.

Consileon begleitet Finanzinstitute beim Aufbau einer Digital Assets Infrastructure durch den gesamten Prozess – von der strategischen Planung über die Entwicklung einer individuellen Digitalisierungsstrategie bis hin zur „Make or Buy“ Entscheidung. Auch die Erstellung und Durchführung von RfP-Verfahren (Request for Proposal) gehört zu unserem Leistungsangebot.

Quellenverzeichnis

Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Consileon ab sofort offiziell als Catena-X Qualified Advisory Provider (QAP) anerkannt ist. Damit gehört Consileon zu einem ausgewählten Kreis von Beratungsunternehmen, die verifiziert sind, Unternehmen bei der Integration in das Catena-X-Datenökosystem zu unterstützen – praxisnah, kompetent und unabhängig. 

Was bedeutet es, Qualified Advisory Provider zu sein? 

Ein Qualified Advisory Provider ist ein durch Catena-X qualifizierter Partner, der über nachgewiesene Expertise im Umgang mit Catena-X verfügt. Diese Qualifizierung bestätigt, dass Consileon Unternehmen fundiert und neutral bei der Vorbereitung, Umsetzung und Weiterentwicklung ihrer Catena-X-Anbindung unterstützen kann, sowohl in strategischen Fragestellungen, als auch in technischen und organisatorischen Themen. 

Wie wird man Qualified Advisory Provider? 

Der Weg zur Qualifizierung führt durch ein strukturiertes Prüfverfahren der Catena-X Association. Im Rahmen dieses Prozesses hat Consileon Kenntnisse in den Bereichen Catena-X-Architektur, technische Komponenten, Domänenmodelle, Governance-Vorgaben sowie rechtliche und datenschutzrechtliche Anforderungen unter Beweis gestellt. Nach erfolgreichem Abschluss ist Consileon nun offiziell im QAP-Verzeichnis der Catena-X-Initiative gelistet. Consileon stellt ein Beraterteam mit mehreren Catena-X-Consultants, um den Anforderungen von KMU bedarfsgerecht zu begegnen. 

Consileons Expertise im Catena-X-Kontext – von Onboarding bis Integration 

Im Zuge der Qualifizierung hat Consileon seine Beratungs- und Umsetzungskompetenz gezielt erweitert – mit spürbarem Mehrwert für Kunden entlang der Automotive-Lieferkette. Diese profitieren nun von vertieftem Know-how zu Catena-X und relevanten Use Cases wie Rückverfolgbarkeit (Traceability), Nachhaltigkeit sowie Produktions- und Qualitätsmanagement. Consileon kennt die Anforderungen der Onboarding-Prozesse – von der technischen Infrastruktur bis zu organisatorischen Voraussetzungen – und unterstützt bei einer sicheren und effizienten Umsetzung. Ebenso bietet Consileon fundierte Beratung zur Nutzung von Datenräumen, zu Konnektoren wie dem Eclipse Dataspace Connector, zum Identitätsmanagement mit BPN-Nummern sowie zu Zertifizierungs- und Compliance-Anforderungen. Auch bei der Integration in bestehende IT-Landschaften und dem Aufbau datengetriebener Wertschöpfungsketten begleitet Consileon seine Kunden als kompetenter Partner.

Beratungsangebot für KMUs

Das Beratungsangebot von Consileon richtet sich insbesondere an kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) entlang der automobilen Lieferkette, die eine Anbindung an Catena-X vorbereiten oder bereits konkret planen. Auch größere Unternehmen, die ihre Lieferanten bei der Catena-X-Integration begleiten möchten, profitieren vom Know-how. Darüber hinaus unterstützt Consileon Fachbereiche wie Einkauf, Nachhaltigkeit, Produktion oder Qualität bei der operativen Umsetzung relevanter Use Cases. Die Bandbreite der Leistungen reicht von strategischen Orientierungsgesprächen und Onboarding-Workshops über die Auswahl geeigneter technischer Lösungen bis hin zur projektbegleitenden Einführung konkreter Anwendungsfälle.

Webinar: KI-gestützte Audits und Prüfungen

Regulatorische Prüfungen gehören für Versicherungen zum Tagesgeschäft, doch mit wachsender Komplexität, steigenden Datenmengen und neuen EU-Verordnungen geraten klassische Prüfprozesse zunehmend an ihre Grenzen. Im Rahmen unseres Webinars zeigen wir Versicherern, wie moderne KI-Ansätze die Arbeit Ihrer Risiko- und Compliance-Teams deutlich vereinfachen können.

Mit dem Consileon Regulatorik-Radar, basierend auf Large Language Models (LLMs), prüfen Sie umfangreiche Dokumente wie Verträge, Arbeitsanweisungen oder Organisationsrichtlinien automatisiert auf regulatorische Anforderungen – unabhängig von Format und Sprache.

Ihre Vorteile auf einen Blick:

Webinar-Inhalte:

Zielgruppe:

Chief Risk Manager, Compliance Officer und Regulatorik-Spezialisten in Versicherungen

Ihre Gastgeber:

Die Zukunft des Wertpapier-Settlements

Täglich werden mehr als 4 Billionen Euro über Zentralverwahrer (CSDs) in der EU abgewickelt.1 Dies geschieht durch den sogenannten Settlement-Prozess. Dabei erhalten Käufer am Abwicklungstag ihre Wertpapiere, während Verkäufer gleichzeitig die Zahlungen erhalten. Die zuverlässige und termingerechte Abwicklung dieser Transaktionen bildet das Rückgrat der Kapitalmärkte und gewährleistet, dass Wertpapiergeschäfte effizient, zuverlässig und sicher abgeschlossen werden.

Der europäische Abwicklungszyklus wurde in den letzten Jahrzehnten harmonisiert und modernisiert

Anfang des 21. Jahrhundert existierten in Europa unterschiedliche Abwicklungszyklen, wobei T+3 der am weitesten verbreiteter Standard war. Die Giovannini-Gruppe identifizierte 2001 insgesamt 15 Barrieren, die die Effizienz des europäischen Wertpapiermarktes beeinträchtigten.

Mit der Verabschiedung der Central Securities Depositories Regulation (CSDR) im Jahr 2014 wurde der Abwicklungszyklus EU-weit auf T+2 vereinheitlicht. Ergänzend dazu wurde zwischen 2015 und 2017 mit TARGET2-Securities (T2S) eine gemeinsame Plattform für die technische Abwicklung geschaffen.

Seitdem haben sich jedoch sowohl die Finanzmärkte als auch die technologische Infrastruktur weiterentwickelt. Fortschreitende Innovationen und zunehmende Automatisierung ermöglichen heute eine effizientere und schnellere Abwicklung. Dies ebnet den Weg für die Umstellung auf T+1, mit dem Ziel, Risiken weiter zu reduzieren und die Abwicklungseffizienz sowie Marktintegration zu stärken.2

T+1 Settlement wird bald auch in Europa eingeführt und wird den Kapitalmarkt grundlegend verändern

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat in einem Bericht vom November 2024 empfohlen, den Abwicklungszyklus für Wertpapiertransaktionen in der EU von T+2 auf T+1 zu verkürzen.3 Damit würde Europa dem Beispiel von Kanada, Indien, den USA und anderen globalen Finanzmärkten folgen.4

Als Zieltermin schlägt die ESMA den 11. Oktober 2027 vor. Dies soll den Marktteilnehmern ausreichend Zeit für eine reibungslose Umstellung bieten, da es sich um eine tiefgreifende Veränderung für den gesamten Finanzmarkt handelt.5

Chancen und Herausforderungen für die Markteilnehmer durch die Umstellung auf T+1

Durch die Verkürzung des Abwicklungszyklus werden Wertpapiergeschäfte bereits am nächsten Tag nach dem Handel final abgewickelt, anstatt wie bisher nach zwei Tagen. Die Harmonisierung mit den globalen Märkten trägt dazu bei, Wettbewerbsnachteile zu minimieren.

Ein zentraler Vorteil des T+1 Settlements ist die schnellere Kapitalverfügbarkeit. Gelder und Wertpapiere fließen früher, was die Flexibilität der Investoren erhöht, die Marktliquidität verbessert und die Gesamteffizienz des Finanzsystems steigert.

Zudem sinkt der Bedarf an Sicherheiten, da Preis- und Marktschwankungen während der Abwicklungsdauer weniger ins Gewicht fallen. Das erhöht die Stabilität der Märkte und ermöglicht eine effizientere Kapitalnutzung, insbesondere für institutionelle Investoren. Gleichzeitig wird das Gegenparteirisiko verringert, da die Zeitspanne, in der eine Vertragspartei ausfallen könnte, verkürzt wird.6

Auch die nachgelagerten Prozesse profitieren. Der zunehmende Einsatz digitaler und automatisierter Systeme reduziert Fehlerquoten, beschleunigt die Abwicklung und senkt die Kosten. Langfristig führt dies zu Kosteneinsparungen für Finanzinstitute und einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit europäischer Kapitalmärkte auf globaler Ebene.

Der Umstieg auf T+1 erfordert jedoch erhebliche Investitionen in die Modernisierung, Automatisierung und Harmonisierung der Prozesse. Dabei müssen bestehende Marktprozesse angepasst werden, was insbesondere für kleinere Institute ohne umfangreiche Ressourcen eine große Herausforderung darstellen kann. Ein Großteil dieser anfallenden Kosten wird jedoch nur kurzfristig spürbar sein. Die Investitionen sind notwendig, um langfristig die Leistungsfähigkeit der europäischen Finanzmärkte zu sichern und grenzüberschreitende Transaktionen effizienter zu gestalten.

Zeitliche Verkürzung für das Settlement

Effizientere Orderflows werden zur Voraussetzung für eine erfolgreiche Umstellung auf T+1

Besonders betroffen von der Umstellung auf T+1 ist der Orderflow. Damit Handelsaufträge rechtzeitig abgeschlossen werden, müssen die Prozesse wie Annahme, Ausführung und Bestätigung innerhalb eines stark verkürzten Zeitrahmens erfolgen.

Der Zeitdruck steigt weiter, vor allem bei komplexen Transaktionen mit Währungsumrechnung oder der Beteiligung internationaler Akteure in unterschiedlichen Zeitzonen. Fehlerkorrekturen und Datenabgleiche müssen deutlich schneller abgewickelt werden als bisher.7

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, ist eine optimierte Liquiditäts- und Prozessplanung unerlässlich, sowohl für Marktteilnehmer als auch für Broker und Händler.

Das Penalty-Regime trägt messbar zur Verbesserung der Abwicklungsqualität bei

Zur Förderung einer fristgerechten Abwicklung wurde am 1. Februar 2022 das Penalty-Regime gemäß CSDR eingeführt. Dabei werden Strafzahlungen (Penalties) fällig, wenn ein sogenannter Settlement Fail eintritt, also eine Transaktion, die nicht am vorgesehenen Abwicklungstag erfolgreich abgeschlossen wird.

Gründe hierfür sind häufig fehlerhafte Instruktionen oder das Nichtliefern von Wertpapieren. Strafzahlungen gelten zudem auch für zu spät gematchte Instruktionen (Late Matching Fail Penalties, LMFPs), die z. B. erst nach Annahmeschluss des Settlement-Tags eingereicht werden.8

Die Zentralverwahrer (CSDs) erkennen diese Fails und berechnen täglich automatisch die entsprechende Strafe (Penalty) gemäß der Delegierten Verordnung (EU) 2018/1229. Die Höhe der Geldbuße basiert dabei auf dem finanziellen Wert der Transaktion und der Dauer des Verzugs.

Seit der Einführung ist laut ESMA die Gesamtzahl der Strafen von ca. 130.000 Strafen pro Monat auf etwa 80.000 Strafen gesunken. Auch der Gesamtwert der gescheiterten Transaktionen ging von 6,6% auf 3,8% zurück.

Trotz dieser positiven Entwicklung zeigt sich, dass nach wie vor eine erhebliche Zahl an Finanzinstituten regelmäßig von CSDR-Strafzahlungen betroffen ist. Mit Blick auf die geplante Umstellung auf T+1 besteht die Gefahr, dass Fails und Strafzahlungen wieder ansteigen.9 Nur Institute, die frühzeitig in eine Optimierung ihrer Abwicklungsprozesse investieren, werden in der Lage sein, Penalties langfristig zu minimieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Consileon unterstützt und begleitet Ihr Unternehmen ganzheitlich auf dem Weg zur erfolgreichen T+1-Transformation

Die Umstellung auf T+1 erfordert eine Modernisierung und Effizienzsteigerung der bestehenden Settlement-Systeme sowie Investitionen in Technologie und Infrastruktur. Ziel ist es, Transaktionen innerhalb des verkürzten Zeitrahmens sicher und fehlerfrei abzuwickeln.

Unser ganzheitlicher Beratungsansatz umfasst:

Mit unserem bewährten Vorgehensmodell und langjähriger Erfahrung unterstützen wir Sie dabei, Ihre Post-Trade-Prozesse nachhaltig zu optimieren, Effizienzpotenziale zu heben und Ihre Systeme zukunftssicher auf die T+1-Anforderungen auszurichten.

Quellenverzeichnis

  1. Commission proposes to shorten settlement cycle for EU securities from two days to one – European Commission ↩︎
  2. EUR-Lex – 52025PC0038 – EN – EUR-Lex ↩︎
  3. EU markets need to commit to catch up with US on T+1 ↩︎
  4. Questions and Answers on settlement cycle: T+1 ↩︎
  5. ESMA proposes to move to T+1 by October 2027 ↩︎
  6. T+1 Settlement – Impact on FX and Other Asset Classes ↩︎
  7. syracom AG – Settlement & Custody: Beratung zu Abwicklungseffizienz und T+1 ↩︎
  8. ESMA74-2119945925-2059 Final Report on Technical Advice on CSDR Penalty Mechanism ↩︎
  9. syracom AG – Settlement & Custody: Beratung zu Abwicklungseffizienz und T+1 ↩︎