T+1 Settlement

Zukunftsfähige Post-Trade-Prozesse für Banken und Asset Manager

T+1 Settlement: Der Termin steht. Ist Ihr Haus bereit?

Täglich werden mehr als vier Billionen Euro über Zentralverwahrer in der EU abgewickelt. Ab dem 11. Oktober 2027 muss das schneller gehen: Wertpapiergeschäfte werden dann bereits am Folgetag final abgewickelt, statt wie bisher erst nach zwei Tagen. Die EU folgt damit Kanada, Indien und den USA, die den Wechsel bereits vollzogen haben. Auch das Vereinigte Königreich und die Schweiz starten am selben Tag – ein koordiniertes Vorgehen, das grenzüberschreitend tätige Institute besonders im Blick haben sollten.

Was nach einem kleinen Schritt klingt, ist in der Praxis eine tiefgreifende Transformation. Allokationen, Bestätigungen und Settlement-Instruktionen müssen künftig noch am Handelstag vorliegen, in maschinenlesbaren Formaten und voll automatisiert. Manuelle Prozesse, die heute noch funktionieren, sind unter T+1 keine Option mehr. Wer jetzt noch nicht tätig ist, riskiert operative Probleme, steigende Strafzahlungen unter dem CSDR-Penalty-Regime und eine hektische Testphase unter Zeitdruck.

Consileon unterstützt Finanzinstitute dabei, ihre T+1-Transformation gezielt, strukturiert und mit einem klaren Fahrplan anzugehen – im laufenden Betrieb, mit Beratern, die Kapitalmärkte, Post-Trade-Prozesse und regulatorische Anforderungen aus der Praxis kennen.

Consileon ist Ihr Partner für die T+1-Transformation

Das Regelwerk steht im Grundsatz: Mit der Regulation (EU) 2025/2075 wurde im Oktober 2025 die CSDR-Änderung im EU-Amtsblatt veröffentlicht und damit die gesetzliche Grundlage für T+1 geschaffen. Parallel dazu hat die ESMA im Oktober 2025 finale Entwürfe für überarbeitete Regulatory Technical Standards (RTS) zur Settlement Discipline bei der Europäischen Kommission eingereicht. Die formelle Billigung durch die Kommission steht noch aus – ESMA empfiehlt allen Marktteilnehmern jedoch ausdrücklich, die Vorgaben bereits jetzt als verbindliche Planungsgrundlage zu behandeln.

Die Herausforderung ist real, aber beherrschbar. Was es braucht, ist ein klares Bild der eigenen Ausgangssituation, eine priorisierte Umsetzungsplanung und erfahrene Begleitung durch die komplexen Post-Trade-Landschaften, die Banken, Asset Manager und Custodians heute betreiben.

T+1 strukturiert umsetzen mit einem klaren Vorgehensmodell

Die Umstellung auf T+1 betrifft nahezu jeden Schritt im Post-Trade-Prozess. Consileon begleitet Finanzinstitute auf dem gesamten Weg von der ersten Bestandsaufnahme bis zum stabilen Go-live:

1

T+1 Readiness Assessment

Am Anfang steht Klarheit. In Interviews, Workshops und einer strukturierten Ist-Analyse erheben wir Ihren aktuellen Stand: Wie automatisiert sind Ihre Allokations- und Bestätigungsprozesse? Welche Systeme und Schnittstellen sind betroffen? Wo liegen Datenqualitätsprobleme, veraltete Standard Settlement Instructions oder manuelle Abhängigkeiten? Das Ergebnis ist ein belastbares Bild Ihrer tatsächlichen Readiness – keine Selbsteinschätzung, sondern eine fundierte Grundlage für die nächsten Schritte.

2

Gap-Analyse und Anforderungskonzept

Auf Basis des Assessments identifizieren wir die konkreten Lücken zwischen Ihrem Ist-Zustand und den regulatorischen Anforderungen – gegliedert nach Dringlichkeit und Aufwand. Wir zeigen, was bis Dezember 2026 zwingend stehen muss, was bis zum Go-live 2027 umgesetzt werden sollte und wo mittelfristige Effizienzpotenziale liegen. Das Anforderungskonzept bildet die Grundlage für Ihre interne Budgetplanung und Priorisierung.

3

Zielbild und Transformation Roadmap

Darauf aufbauend entwickeln wir gemeinsam ein Zielbetriebsmodell (Target Operating Model) für Ihre Post-Trade-Prozesse sowie eine realistische Umsetzungsroadmap mit klaren Meilensteinen, Ressourcenplanung und Governance. Wir berücksichtigen dabei Ihre bestehende Systemlandschaft, externe Partner wie CSDs, Custodians und Datenlieferanten sowie die koordinierten Anforderungen aus EU, UK und der Schweiz.

4

Technische Umsetzung und Automatisierung

In der Umsetzungsphase übernehmen wir Verantwortung: Einführung von Straight-Through-Processing (STP), Automatisierung von Allokations- und Matching-Prozessen, Anbindung an neue CSD-Funktionalitäten, Bereinigung von Stammdaten und SSI-Management. Wir begleiten die Integration in bestehende Systemlandschaften und koordinieren die Abstimmung mit externen Partnern. Gleichzeitig unterstützen wir Ihre Teams durch gezieltes Change Management und Schulungen – damit nicht nur die Systeme, sondern auch die Menschen den Wandel tragen.

5

Testing und Go-Live-Begleitung

2027 ist das Testjahr. Wir begleiten Sie durch koordinierte Testszenarien mit CSDs, CCPs und Counterparties, identifizieren frühzeitig Schwachstellen und sichern einen stabilen Übergang in den operativen T+1-Betrieb. Auch nach dem Go-live stehen wir für Stabilisierung, Monitoring und Optimierung bereit.

Die regulatorische Timeline im Überblick

07. Dezember 2026

Neue Allokations- und Bestätigungsfristen auf Handelstag-Basis (Trade Date). Verpflichtende maschinenlesbare Formate (ISO/SWIFT). Neue Pflichtfelder und Datenstandards für Settlement-Instruktionen.

01. Juli 2027

Erweiterte Reporting- und Offenlegungspflichten für Settlement Fails durch CSDs.

11. Oktober 2027

T+1 Go-Live. Verpflichtende CSD-Funktionalitäten: Hold & Release, Auto-Partial Settlement, Auto-Collateralisation. Vollständige Anwendung der T+1-Regelungen (mit Ausnahme von Securities Financing Transactions als zweiteilige Einzeltransaktionen).

Das Ergebnis: Post-Trade-Prozesse, die T+1 tragen

Am Ende der Transformation steht eine Post-Trade-Infrastruktur, die den Anforderungen des verkürzten Abwicklungszyklus gewachsen ist und darüber hinaus.

Regulatorische Sicherheit

Compliance mit den RTS-Anforderungen zum 7. Dezember 2026 und Go-Live-Readiness zum 11. Oktober 2027 – ohne Hektik in letzter Minute.

Niedrigere Fail-Rate und weniger Strafzahlungen

Automatisierte Prozesse, saubere Stammdaten und frühzeitiges Matching reduzieren Settlement Fails und die damit verbundenen CSDR-Penalties dauerhaft.

Automatisierung als Dauervorteil

Was für T+1 aufgebaut wird, zahlt langfristig auf Effizienz, Skalierbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit ein. Die Investition wirkt über den Stichtag hinaus.

Klarheit über externe Abhängigkeiten

Abgestimmte Cutoff-Zeiten, aktualisierte SLAs und koordinierte Prozesse mit CSDs, Custodians und Counterparties – keine Überraschungen im Testjahr.

Schieben Sie die T+1-Vorbereitung nicht länger auf

Der Dezember 2026 kommt schneller als erwartet. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für einen strukturierten Start – nicht erst in der heißen Testphase 2027. Lassen Sie uns gemeinsam Ihren T+1-Readiness-Status erheben und die nächsten Schritte definieren. Wir zeigen Ihnen in einem zeitlich klar begrenzten Assessment, wo konkreter Handlungsbedarf besteht und wie Sie mit den vorhandenen Ressourcen dorthin kommen.

Dr. Thilo Gaul
Geschäftsbereichsleiter Financial Services
+49 174 7644924
Thilo.Gaul@consileon.de
auf LinkedIn vernetzen

T+1-Beratung anfragen

*“ zeigt erforderliche Felder an

Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.