Pharma

Vom Arzneihersteller zum Therapiepartner

In der forschenden Pharmaindustrie vollzieht sich ein Paradigmenwechsel. Schon zu Beginn der Entwicklung eines Arzneimittels muss der Hersteller den Marktzugang mitplanen. Um Marktanteile zu gewinnen, sollten Pharmaunternehmen zudem auf die Patienten zugehen und sich ihnen als Dienstleister präsentieren.

Treiber des Wandels

Die Pharmaindustrie unterliegt neben gesetzlichen und behördlichen Vorschriften ergänzend auch Richtlinien der gemeinsamen Selbstverwaltung des GKV-Spitzenverbandes. Gesetzlich geregelt ist demnach nicht nur die Arzneimittelzulassung sondern auch die grundlegende Methodik zur Ermittlung der Erstattungs- und Festbeträge von Arzneimitteln durch den Gemeinsamen Bundesausschuss und den Krankenkassen.

Jenseits des rechtlichen Rahmens, der steigenden Kosten und der Finanznöte der gesetzlichen Krankenkassen wirken sich gesellschaftliche und technische Entwicklungen, allen voran die Digitalisierung, auf das Gesundheitswesen aus. Weil immer mehr Patienten eine flexible, zeitnahe Kommunikation und transparente Information einfordern, etablieren sich neue Plattformen, Systeme und Geräte. Innovative E-Health-Lösungen kurbeln das Wachstum auch angrenzender Sparten an. Der Markt individueller Gesundheits- und Wellnessleistungen wird weiter expandieren.

Die technischen Möglichkeiten der Digitalisierung verändern auch die Wahrnehmung, Definition und Bewertung von Gesundheit und Krankheit, Forschung und Wissenschaft, sie verändert den Patienten sowie den Umgang mit ihm. Ein Beispiel ist das zunehmend populäre Selftracking, die Überwachung eigener Körperdaten per Sensor und Mobilgerät.

Da im Zuge der digitalen Revolution die Grenzen zwischen Unternehmen verwischen und neue Wettbewerber auf den Life-Science-Markt drängen, wird die Konkurrenz härter. Pharmahersteller, die sich den „digitalen“ Ansprüchen ihrer Firmenkunden und der Patienten beizeiten öffnen, verschaffen sich einen entscheidenden Vorsprung.

Die Umbrüche in der Gesundheitswirtschaft fordern die Pharmaindustrie heraus, ihre Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln. Die Wertschöpfungskette der Arzneimittelbranche wird neu gedacht. Längst haben sich entlang dieser Kette spezialisierte Dienstleister etabliert, von Forschern und Produktentwicklern über Fabriken und Logistiker hin zu Marketingagenturen und Vertrieben. Durch Kooperation mit solchen Partnern können die Hersteller Effizienzreserven und Umsatzpotenzial heben.

Consileon begleitet den Wandel

Für Klienten aus der Pharmabranche entwickelt Consileon in enger Zusammenarbeit passgenaue Lösungen. In den vier Dimensionen Strategie, Marketing/Vertrieb, F&E und Produktion begleiten wir den Wandel vom Arzneihersteller zum Therapiepartner. Aus unserem Leistungskatalog:

  • Unterstützung Market Access: Die rechtlichen Regularien erleichtern zwar die bürokratischen Wege für Leistungserbringer, bedeuten aber auch zusätzlichen Aufwand für das Pharmaunternehmen. Consileon unterstützt und berät insbesondere bei der Erstellung von Dossiers für die Zusatznutzenbewertung von Arzneimitteln.
  • Evaluation sektorübergreifender Versorgungsansätze, Konzeption einer softwaregestützten Versorgungssteuerung (Diabetes, MS)
  • Entwicklung von Tools zur Ableitung von Therapieempfehlungen aus pharmakologischen Studien
  • Kundenprofiling, Entwicklung zielgruppenspezifischer Vertriebsansätze zur Absatzsteigerung
  • Entwicklung neuer Geschäftsmodelle inklusive Webportalen und Produktkonfiguratoren
  • Telematikstrategie zur Kooperation mit und Bindung von Geschäftspartnern
  • Multichannel-Marketing: Entwicklung und sukzessive Umsetzung einer Multikanalstrategie, Exploration und Ausarbeiten pragmatischer Lösungen für Marketing, Vertrieb, Medical und Market Access, Abstimmung des Inhalts, Kanals und Zeitpunkts der Information auf Adressaten und Anlässe
  • Konzeption und Implementierung von Prozessen zur Koordination und zentralen Steuerung paralleler Entwicklungsprojekte
  • Methoden und Tools zur Abschätzung des Nutzens einer softwaregestützten Produktionsoptimierung

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Publikationen:

Wussten Sie das

  • Das deutsche Gesundheitssystem könnte durch vollständige Digitalisierung und Vernetzung der Prozesse pro Jahr rund 9,6 Milliarden Euro sparen.
  • In Deutschland arbeitet  jeder zehnte Angestellte in der Gesundheitswirtschaft.
  • Die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenkassen sind 2011 in der Summe um rund 1,2 Milliarden Euro auf 29,06 Milliarden sowie je Versicherten um 3,7 Prozent auf 388 Euro zurückgegangen.

 


Ansprechpartner

Consileon Business Consultancy

Jürgen Manz

Tel.: +49 721 35460-80

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