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Ambulante Leistungen

Zentrale Rolle in der Versorgung

Um die Versorgung aller Patienten langfristig zu sichern, muss das Gesundheitssystem effizienter werden. Das Ziel heißt: mehr Gesundheit zu geringeren Kosten. Erbringer ambulanter Leistungen müssen dazu über Fachgebiete hinweg kommunizieren und kooperieren. Dies setzt eine multilaterale Vernetzung voraus.

Ambulanter Sektor kaum vernetzt

Ärzte, Therapeuten, Apotheker, ambulante Pfleger sind im deutschen Gesundheitswesen kaum vernetzt. Die Koordination ihrer Beiträge zur Versorgung des Patienten zeigt große Defizite, Kooperation ist eher die Ausnahme als die Regel. Es mangelt an einer gemeinsamen Planung und zentralen Steuerung des Therapieverlaufs, an Rückkopplung und gegenseitiger Konsultation etwa zur Gesamtmedikation oder bei Klinikaufenthalten. Weitgehend außer Acht bleibt auch die disjunkte Behandlung von Begleiterkrankungen (Komorbidität). Zusammenarbeit wird nicht belohnt, das Honorarsystem ist auf Einzelkämpfer ausgerichtet.

Diese Situation führt zu einer suboptimalen Versorgung, die sich unter anderem in Mehrfachuntersuchungen nach unzureichenden Therapieplänen, in Polymedikation oder unnötigen Klinikaufenthalten äußert. Auf längere Sicht ergeben sich Folgeprobleme wie ein hoher Krankenstand, verminderte Lebensqualität sowie unzufriedene Patienten bei hohen Kosten.

Patient im Fokus

In der ambulanten Versorgung besteht somit akuter Verbesserungsbedarf. Unter den Leistungserbringern abgestimmte Therapie- und Medikationspläne verringern die Zahl der Risikoquellen und tragen so zur Erhöhung des Gesundheitsstands bei. Aufmerksamkeit erfordern auch die Komorbidität, Maßnahmen zur Prävention und Früherkennung sowie innovative Therapieansätze. Die zunehmende Digitalisierung der Interaktion zwischen Leistungserbringern, Patienten und Kassen eröffnet dabei neue Möglichkeiten. Anknüpfpunkte:

  • Weiterentwicklung von Ärztenetzen: Versorgungsprogramme, IT-Strukturen, Organisation, Prozesse, etc.
  • Einführung innovativer Informations- und Kommunikationsprozesse zur Effizienzsteigerung durch vernetzte Zusammenarbeit zwischen Leistungserbringern und Patient
  • Entwicklung IT-gestützter Prozesse zur leitlinientreuen Behandlung durch mehrere Ärzte
  • Entwurf und Umsetzung indikationsspezifischer Versorgungsmodelle nach §140a ff. SGB V

Projekte wie diese steigern zunächst die Wirtschaftlichkeit auf Seiten der Versicherungsträger. Erbringer ambulanter Leistungen werden beteiligt an den finanziellen Vorteilen, die den Kassen dadurch entstehen.


Ansprechpartner

Consileon Business Consultancy

Jürgen Manz

Tel.: +49 721 35460-80

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