Ihre Anforderung

Steigerung der Materialeffizienz

Globaler Wettbewerb und steigende Renditeerwartungen unterwerfen die Industrie einem permanenten Kostendruck. Nachdem viele Unternehmen ihre Produktion automatisiert, das Stammpersonal verkleinert und durch Übernahmen oder Fusionen von Synergieeffekten profitiert haben, rückt die Materialeffizienz als Wirtschaftlichkeitsreserve erneut in den Blickpunkt.

Unter Materialeffizienz versteht man in den meisten Betrieben primär den sparsamen Einsatz von Zulieferteilen und Halbfabrikaten, Roh-, Betriebs- und Hilfsstoffen. Durch Optimierung etwa der Maschinenwartung, der Schnitt-, Dreh- und Fräsverfahren lässt sich der Verbrauch nachhaltig senken. Diese klassischen Stellschrauben bringen immer wieder einige Prozent an Ersparnis. Doch damit ist das Thema längst nicht ausgereizt. Andere Hebel wirken sich deutlich stärker auf den Materialeinsatz aus.

Effizienzfallen vor und nach der Fertigung
Beispiel Beschaffung und Disposition: Viele Betriebe kaufen nach Mengenstaffeln ein. Bei überhöhten Einkaufsvolumina bleibt Material übrig, das Lagerkosten verursacht und mangels Verwertbarkeit fürher oder später ausgebucht und entsorgt werden muss.

Viele metallverarbeitende Betriebe beliefern mehrere Branchen. Diese bevorzugen trotz ähnlicher Anforderungen an das Material jeweils andere Legierungen. Gelingt es dem Lieferanten, seine Kunden zum Umstieg auf gleichwertige Alternativen zu überzeugen, kann er sein Materialspektrum verkleinern, die Restbestände minimieren und den Verschnitt in höherem Maße wiederverwenden.

Ansatzpunkte bietet auch die interne Logistik. Immer wieder verursacht mangelnde Sorgfalt bei Lagerung oder Transport Schäden, deren Behebung unwirtschaftlich wäre. Ebenso ärgerlich sind nicht mehr zuzuordnende Chargen oder unvollständige Fertigungslose, die bei nachverfolgbaren Serien zwangsläufig zur Verschrottung führen. Dasselbe gilt für die Fehlmengen, wenn diese später wieder auftauchen. Hinzu kommt der personelle und maschinelle Mehraufwand, der den eigentlichen Materialverlust oft überwiegt.

Kommunikation als Nadelöhr
Prozesslücken und kommunikative Engpässe entlang der Wertschöpfungskette treiben den Materialverbrauch ebenfalls in die Höhe. Die interne Weitergabe konstruktiver Änderungen oder neuer Anforderungen an die Fertigung etwa kann sich durch interne Besprechungen, Verhandlungen mit Lieferanten, das Warten auf Freigaben oder die Vervielfältigung geänderter Unterlagen um Wochen verzögern. Unterdessen wird im Werk anhand der alten Pläne und Zeichnungen weiterproduziert. Die Folge sind kostspielige Nacharbeiten oder schlimmstenfalls die Entsorgung ganzer Chargen.

Ein letztes Beispiel ist die Qualitätssicherung: Wenn die zuständigen Mitarbeiter jeden Mangel sofort untersuchen, abstellen und dokumentieren, lassen sich ein erneutes Auftreten und der damit einhergehende Materialverlust vermeiden.

Die Zahl der Stellräder zur Verbesserung der Materialeffizienz ist größer, als gemeinhin vermutet wird. Gerne analysieren wir mit Ihnen, welche Optionen sich in Ihrem Unternehmen bieten.

Ansprechpartner: Michael Tischler

 

Fördermittel des Bundes sichern

Wirtschaftsministerium bezuschusst Beratung zur Materialeffizienz
VerMat heißt das Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) zur Förderung der Materialeffizienz in Industriebetrieben mit bis zu 250 Beschäftigten. Konzerntöchter und Partnerfirmen, die dieses Kriterium erfüllen, können sich ebenfalls bewerben. Das Ministerium übernimmt maximal 50 Prozent der Beratungskosten, die bei der Analyse und Erschließung der Effizienzreserven anfallen.

Zuständig ist die Deutsche Materialeffizienzagentur (demea) in Berlin. Sie prüft und bewilligt den Förderantrag und überweist nach Abschluss des Vorhabens den Zuschuss. Unsere bei der demea registrierten Berater helfen bei der Bewerbung und betreuen das Projekt. 

Auch größere Unternehmen profitieren
Bei innovativen und risikoreichen Projekten werden auch Firmen mit mehr als 250 Mitarbeitern gefördert. In Betracht kommen beispielsweise Praxistests mit neuen Leichtwerkstoffen, die namentlich im Fahrzeug- und Flugzeugbau dazu beitragen, den Kraftstoffverbrauch und damit den CO₂-Ausstoß zu senken. Auch in der Architektur, der Konsumgüterindustrie und anderen Branchen gewinnen Leichtmaterialien an Bedeutung. 

Unsere Berater sorgen dafür, dass sich Ihr Aufwand vom Förderantrag bis zur Bewilligung in engen Grenzen hält, und beschleunigen so den Beginn Ihrer Effizienzinitiative.

Unser Leistungsangebot zum Förderprogramm VerMat

Wenn Ihr Unternehmen eine der folgenden Maßnahmen plant und die gesetzliche Beihilfegrenze noch nicht erreicht hat, sollten Sie mit uns die Fördermöglichkeiten prüfen.

  • Fehlerquote, Nacharbeit und Ausschuss minimieren
  • durchgängigen Materialfluss herstellen
  • Restbestände vermeiden
  • Wiederverwertbarkeit von Material prüfen
  • Prozesse und Materialeinsatz optimieren
  • innovative Leichtwerkstoffe bewerten und testen

Unternehmen, die ihre Materialeffizienz steigern möchten, bietet Consileon umfassende Betreuung aus einer Hand – vom Ermitteln sinnvoller Schwerpunkte über die Potenzial- und Prozessanalyse bis zur Umsetzung organisatorischer oder technischer Maßnahmen in der Fertigung und angrenzenden Ressorts. Unsere Leistungen rund um das Förderprogramm VerMat:

  • Aufspüren von Ansatzpunkten zur Steigerung der Materialeffizienz
  • Beantragung der Fördermittel
  • systematische Analyse des Sparpotenzials
  • Dokumentation und Umsetzungsplan
  • Projektbegleitung
  • Schluss- respektive Sachbericht zum Abruf der Fördergelder
  • Verfügbarkeit als Ansprechpartner über das Projektende hinaus

 

  

 
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