Zu neuen Ufern
Das Wachstum der Weltwirtschaft wird noch auf längere Sicht überwiegend von den Schwellenländern getragen. Um daran teilzuhaben, bemühen sich immer mehr Unternehmen aus den klassischen Industrienationen, insbesondere auf den sogenannten BRIC-Märkten (Brasilien, Russland, Indien, China) Fuß zu fassen. Mit konstant hohen Wachstumsraten, einer verhältnismäßig guten Infrastruktur und mehr als einer Milliarde Konsumenten stellt das als Werkbank der Welt bekannte China für die meisten Firmen das wichtigste Expansionsziel dar.
Trotz gelegentlicher diplomatischer Verstimmungen sowie Unsicherheiten bezüglich des Verhaltens chinesischer Behörden und Geschäftspartner spricht vieles für eine ständige Präsenz im Reich der Mitte:
- Vorstoß auf die wachstumsstarken Märkte Chinas und anderer asiatischer Staaten
- hoher Margendruck bei einfachen Massenprodukten in den etablierten Industriestaaten
- Kostenvorteile: Löhne, lokale Materialbeschaffung
- marktnahe Forschung, Entwicklung und Produktion für Kunden in Asien
- Konkurrenzvorteile durch Erfahrungsvorsprung
Westliche Unternehmen stoßen in China auf eine Vielzahl kultureller, organisatorischer und rechtlicher Eigenheiten. Vom Einkauf über die Personalwirtschaft bis zur Produktverpackung oder zur Spezifikation einer Dienstleistung ist fast der gesamte Betrieb auf die Verhältnisse vor Ort abzustimmen. Ob die Expansion gelingt, hängt deshalb nicht nur von sorgfältiger Planung und Vorbereitung ab, sondern auch vom Anpassungswillen und der Lernfähigkeit des ausländischen Unternehmens. Die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren beim Markteintritt in der Volksrepublik lassen sich in drei Kategorien einteilen:
1. Behörden, rechtlicher Rahmen
Um sich in China niederzulassen, brauchen ausländische Firmen Zulassungen, Genehmigungen, Bescheinigungen. Auch beim Aufbau der Produktion und des Vertriebsnetzes, ja sogar bei einzelnen Vertragsschlüssen ist der staatliche Einfluss deutlich größer als im Westen. Wer mit seinem Gründungsprojekt zügig vorankommen will, muss daher genau wissen, worauf es im Umgang mit den Behörden ankommt.
2. Lokalisierung, Anpassung der Unternehmenskultur
Entscheidend für den Erfolg in China und anderen Ländern Asiens ist die Anpassung der Firmenphilosophie und -kultur bis hin zur Vertriebsstrategie an die Gegebenheiten dieser Märkte. Dazu gehört, so bald wie möglich einheimische Führungskräfte in die Geschäftsleitung einzubinden. Ist der Markteintritt auch durch Kostenvorteile motiviert, gilt es zudem, eine lokale Beschaffungs- und Produktionslogistik zu entwickeln.
3. Personal
Ebenso wichtig wie die Rekrutierung, Ausbildung und Einarbeitung des lokalen Personals ist es, dieses mit den Fach- und Führungskräften aus dem Herkunftsland der Firma zu einem Team zusammenzuschweißen. Da die Bindung chinesischer Angestellter an den Arbeitgeber verglichen etwa mit Japan gering ist, droht massive Fluktuation vor allem der gut ausgebildeten Mitarbeiter, wenn die innerbetriebliche Integration misslingt. Um die Belegschaft stabil zu halten, empfiehlt es sich, die Identifikation mit dem Unternehmen sowohl durch das Vorbild der Führungskräfte wie über eine glaubwürdige Firmenphilosophie zu fördern.
An Ihrer Seite
Unternehmen, die auf den chinesischen Markt expandieren möchten, steht Consileon mit Rat und Tat sowie einem Netzwerk kompetenter Partner zur Seite. Zu unserem Leistungsspektrum gehören:
- Marktanalysen
- Machbarkeitsstudien
- strategische Beratung bei der Staffelung des Markteintritts: Niederlassung, lokaler Vertrieb, Logistik, …
- organisatorische und kulturelle Beratung
- Suche nach lokalen Geschäftspartnern
- Begleitung bei Vertragsverhandlungen
- Beratung bei der Standortwahl
- Rechtsberatung, Hilfe beim Beantragen behördlicher Zulassungen und Genehmigungen
Ansprechpartner:
Dr. Joachim Schü
Dr. Yi Yang
Alexander Beer